Die A-Junioren des Holzwickeder SC setzten sich mit 3:0 beim SuS Kaiserau durch und sind neuer Spitzenreiter der Bezirksliga. © Darius Palschinski
Fußball

Holzwickedes A-Junioren neuer Spitzenreiter: Torschütze fliegt gleich nach Mallorca

Die A-Junioren des Holzwickeder SC lösen den SuS Kaiserau an der Spitze der Bezirksliga ab. Ein HSC-Torschütze trifft dabei gegen den Klub seines Vaters - und darf gleich nach Mallorca.

Mit 3:0 setzte sich die U19 des Holzwickeder SC im Spitzenspiel der Bezirksliga beim SuS Kaiserau durch. Einer der Derbyhelden war am Ende der Kaiserauer Nico Stender, der das vorentscheidende 2:0 besorgte. Dass sein Auftritt mit Stress verbunden war, war indes schon vor Anpfiff der Partie klar.

A-Jugend, Bezirksliga SuS Kaiserau – Holzwickeder SC 0:3 (0:0). „Wir müssen uns jetzt ein wenig beeilen. Um 15:25 geht der Flieger nach Palma. Das wird nun ein wenig knapp, aber dieses Spiel wollten wir Nico natürlich nicht nehmen“, erklärte Kaiseraus erster Vorsitzender Ecki Stender, seinesgleichen Vater des 2:0-Torschützen im Vorfeld dieser Partie.

Dass der Filius am Sonntag dafür gesorgt hat, dass die Kaiserauer U19 die Tabellenführung verloren hat, war indes familienintern kein Problem. Der Sieg war am Ende auch verdient, auch wenn die Weichen in der ersten Halbzeit fast noch anders gestellt worden wären.

Die Gäste aus Holzwickede erwischten fast einen Start nach Maß. Bereits in der dritten Spielminute Eugene Broschat die Chance zur Führung, doch sein Versuch landete nur am Torpfosten. Nur eine Minute später köpfte Nick Adamski aus aussichtsreicher Position über das Tor. „In diesen ersten Minuten waren wir drückend überlegen, haben uns dann aber aus der Ruhe bringen lassen“, analysierte HSC-Coach Lars Rohwer die Anfangsphase. In der Tat wurde Kaiserau von Minute zu Minute besser und erspielte sich auch erste Tormöglichkeiten. Kurz vor der Pause hätte Tobias Hübner bereits die Führung für die Hausherren erzielen können, die wohl dickste Möglichkeiten der Partie verpasste Mamadou Bah, er verzog aber völlig freistehend und zielte neben das Tor.

Ein Doppelschlag nach zwei Standardsituationen brachte die Gäste zu Beginn des zweiten Durchgangs schließlich auf die Siegerstraße. Zunächst war Nick Adamski per Kopf zur Stelle, kurze Zeit später war es dann eben Stender, der zum vorentscheidenden 2:0 traf. „Dieser Doppelschlag hat Kaiserau dann schachmatt gesetzt“, erklärte HSC-Coach Rohwer. Ein Pfostenschuss von Stender und einige weitere Möglichkeiten hätten das Ergebnis sogar noch höher schrauben können.

Auf der Gegenseite ließen aber auch die Kaiserauer einige Chancen zum Anschlusstreffer ungenutzt. So war es dann am Ende der eingewechselte Fabian Sens, der den Schlusspunkt setzt. Der Treffer hätte allerdings aufgrund einer klaren Abseitsposition nicht zählen dürfen. „Die Niederlage geht aufgrund der zweiten Halbzeit in Ordnung. Athletisch war der HSC einfach eine Ecke besser. Um da mitzuhalten, müssen wir ein bisschen was nachholen. Ärgern tut mich neben der Niederlage aber vor allem die Schiedsrichteransetzung. Ein Referee, der die Partie auf Ballhöhe verfolgen kann, hätte so einem Spitzenspiel gutgetan“, ärgerte sich Kaiseraus Trainer Peter Lenz über die Niederlage. Der HSC steht vor der kurzen Herbstpause nun an der Tabellenspitze, Kaiserau liegt bei einem Spiel weniger drei Punkte dahinter auf Rang drei.

SuS: Quinna, Krippenstapel, Bah (46. Diallo), Hübner, Ende, Gießmann (46. Köhler), Abdou, Körner (83. Karadag), Cakmak, Waschescio, Schubert

HSC: Dißelhoff, Kubisiak, Vanioujin (46. Akman), Tönnes, Adamski, Hoffmann (74. Renka), Stender, Broschat (76. Sens), Teofilo, Karbe, Krüger

Tore: 0:1 Adamski (50.), 0:2 Stender (52.), 0:3 Sens (77.)

Bes. Vork.: Zeitstrafe gegen Hoffmann und Schubert (68.) nach einer Rangelei