Kamens Ricardo Freitas de Olivera (links) lässt sich von seinen Teamkollegen feiern. Er markierte das 2:0 für die Platzherren. © Thorsten Teimann
Fußball

VfL Kamen feiert alleinige Tabellenführung – und verletzten Keeper David Hellebrandt

Der VfL Kamen hat gerade viel zu feiern. Nach dem 4:0 am Freitagabend gegen die Reserve von Westfalia Rhynern ist das Team alleiniger Spitzenreiter - vorerst.

Der VfL Kamen ist alleiniger Tabellenführer – vorerst bis Sonntag. Mit dem klaren Sieg gegen die Reserve von Westfalia Rhynern legten die Kamener vor – aber der VfL Mark wird beim Schlusslicht TuS Wiescherhöfen II nachlegen.

Kreisliga A1: VfL Kamen – Westfalia Rhynern II 4:0 (4:0). Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Mit einem klaren 4:0 gegen die Zweitvertretung von Westfalia Rhynern setzte sich der VfL Kamen vorerst allein an die Spitze der Kreisliga A1. Der Tabellenstand wird bis Sonntag anhalten, dann wird sich Titel-Mitbewerber VfL Mark nicht lumpen lassen und punktemäßig gleichziehen.

War wieder Dreh- und Angelpunkt und Torschütze im Kamener Mittelfeld: Mehmet Kara (vorne rechts).
War wieder Dreh- und Angelpunkt und Torschütze im Kamener Mittelfeld: Mehmet Kara (vorne rechts). © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

VfL-Trainer Emre Aktas war abermals mit der starken Laufleistung seiner Mannschaft zufrieden. Auf der Doppel-Sechs bot er neben Mehmet Dikmen diesmal sogar Stürmer Björn „Bilbo“ Scharfe auf. „Das haben die schon einmal zu Unnaer Zeiten ganz gut gemacht“, erklärte Aktas. Der sprach ebenfalls dem Gegner ein Lob aus, der äußerst engagiert mitspielte.

Die über 100 Zuschauer sahen ein temporeiches Flutlichtspiel im Jahnstadion, in der sich die Gäste aus dem Tabellenmittelfeld keineswegs versteckten, sondern immer wieder gefährlich nach vorne kamen. Am Ende fehlte hier allerdings ein wenig die Cleverness im gegnerischen Strafraum, um etwas Zählbares herauszuholen.

Mehmet Kara verwandelt sicher zwei Elfmeter

Ganz anders der VfL, der aber bis zum ersten Treffer eine Viertelstunde warten musste. Engin Duman hämmerte dann einen Freistoßball zur Führung an den Westfalia-Innenpfosten. Keeper Nordhoff war machtlos. Das war er auch beim Treffer vom frei stehenden Ricardo Freitas de Olivera. Und als dann auch noch Ex-Profi Mehmet Kara zwei Elfmeter sicher in das rechte untere Eck setzte, war die Messe bereits zur Pause gelesen.

Führung für den VfL Kamen: Engin Duman (vorne) setzte am Freitagabend gekonnt einen Freistoßball an den Innenpfosten und von dort ins Tor.
Führung für den VfL Kamen: Engin Duman (vorne) setzte am Freitagabend gekonnt einen Freistoßball an den Innenpfosten und von dort ins Tor. © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

Danach verwaltete der VfL das Ergebnis. Aktas: „Wir waren nicht mehr so gierig, haben aber auch nichts anbrennen lassen.“ Engin Duman traf nochmals den Pfosten, zwei weitere Möglichkeiten vereitelte der Westfalia-Keeper.

Nach Abpfiff feierte der VfL ausgiebig den Sieg und den 31. Geburtstag des humpelnden Torwarts David Hellebrandt. Der musste mit Knieprellung nach gut einer Stunde gegen Joel Kiranyaz ausgewechselt werden. Seiner persönlichen Stimmung tat aber auch das keinen Abbruch.

VfL Kamen: Hellebrandt (60. Kiranyaz) – T. Maier, Öztürk (70. Nagler), Kisa, Duman (77. Tekelier), Büyükdere, Scharfe, B. Losaj, Freitas de Olivera (66. Ellerkmann), Kara, Dikmen

Tore: 0:1 (15.) Duman, 2:0 (22.) Freitas de Olivera, 3:0 (38.) Kara per 11m, 4:0 (45.) Kara per 11m

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Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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