Ahmed Ersoy trifft auf den ersten von zwei Lüner Ex-Vereinen

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Mit dem VfL Kemminghausen stieg Ahmed Ersoy in die Bezirksliga ab. Eine der wenigen guten Seiten daran: Dort spielt er nun gegen zwei Ex-Vereine. Einer davon zahlte einst die Ablöse nicht.

Kemminghausen

, 30.08.2019, 14:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit über einem Jahr ist Ahmed Ersoy mittlerweile Spieler des VfL Kemminghausen. Schon in seiner ersten Saison - die für den VfL mit dem bitteren Abstieg in die Bezirksliga endete - entwickelte sich der Offensivspieler zum Leistungsträger bei den Dortmundern.

Den Grundstein für seine tragende Rolle in Kemminghausen hat Ersoy allerdings in Lünen gelegt. Beim BV Brambauer zeigte er in der Saison 2017/2018 konstant starke Leistungen, war einer der Unterschiedsspieler in der starken BVB-Mannschaft.

Lüner SV zahlte Ablöse für Ahmed Ersoy nicht

Die Verbundenheit mit dem Ex-Verein ist demnach noch immer groß. „Brambauer vermisse ich schon. Ich habe mich dort immer sehr wohlgefühlt“, sagte Ersoy in einem Interview mit dieser Redaktion im März. Auch heute verfolgt er noch die Ergebnisse, hält ab und zu Kontakt zu Brambauers Christoph Krziwanek.

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Groß ist daher die Vorfreude auf das direkte Duell mit den ehemaligen Teamkollegen, das durch den Abstieg Kemminghausens möglich wird. „Ich freue mich sehr auf das Spiel gegen Brambauer und auch darauf, die alten Gesichter wiederzusehen. Das passiert ja kaum, weil wir fast immer zeitgleich spielen“, sagt Ersoy. Darauf wird er sich allerdings noch bis zum 17. November gedulden müssen.

Ahmed Ersoy trifft auf den ersten von zwei Lüner Ex-Vereinen

Ahmed Ersoy in seiner letzten Saison für den BV Brambauer. Auch mit gleich drei Gegenspielern nahm er es auf. © Foto: Günther Goldstein

Zuvor stehen und standen ohnehin Duelle mit anderen Lüner Mannschaften an. Am Sonntag steuerte Ersoy einen Treffer zum 4:0 gegen Westfalia Wethmar bei. Und auch an diesem Sonntag (31. August, 16.30 Uhr, Gretelweg 1, Dortmund) kommt es zum Aufeinandertreffen mit einem Lüner Verein: Der VfL empfängt den Lüner SV II. Für den war der 22-Jährige zu Beginn der Saison 2017/2018 kurzzeitig ebenfalls aktiv. Eine Woche vor Saisonbeginn habe Ersoy dann allerdings erfahren, dass die Ablöse seitens des LSV nicht gezahlt wurde. „Daraufhin bin ich zurück nach Brambauer gegangen“, sagt Ersoy.

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So wirklich verfolgt Ersoy die Entwicklung beim Aufsteiger allerdings nicht. „Ich schaue jedes Wochenende nach den Ergebnissen von den Vereinen im Umkreis, aber viel mehr verfolge ich da nicht“, sagt er.

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Ohnehin hat es überrascht, dass der schnelle Angreifer den Gang in die Bezirksliga mitmacht. 16 Mal traf Ersoy in der Landesliga, was ihm Platz fünf in der Torjägerliste einbrachte. Sicherlich hatte Ersoy im Sommer auch andere Optionen, als am Gretelweg zu verweilen. Die Gründe für seinen Verbleib liegen im Trainerteam der Dortmunder.

Ahmed Ersoy: „Seine Erfahrung bringt jeden Spieler nach vorne“

„Ich wollte einfach noch ein Jahr unter Reza und Kevin trainieren, weil ich davon überzeugt bin, dass sie mich weiterbringen“, sagt Ersoy. Gemeint sind Reza Hassani und Kevin Großkreutz.

Vor allem Weltmeister Großkreutz hat natürlich Strahlkraft auf die VfL-Akteure. „Seine Erfahrung bringt einfach jeden Spieler nach vorne. Er zeigt die Fehler der einzelnen Spieler und sagt, wie man es besser machen kann. Die Trainingsgestaltung ist super auf uns abgestimmt und es macht Spaß mit ihm“, zeigt sich Ersoy begeistert. Und wenn es Ersoy und der VfL Kemminghausen am Samstag ähnlich gut machen wie zuletzt bei den Siegen gegen Kirchderne (2:0) und Wethmar (4:0), dann steht der Lüner SV II vor einer großen Herausforderung.

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