Andreas Kahlkopf (27): „Die Entscheidung, Koch zu holen, war richtig“

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Eine Woche nach dem Debüt von Trainer Steven Koch trifft Schlusslicht Westfalia Wethmar im Sechs-Punkte-Spiel auf Holzwickede. Zwei Spieler sprechen darüber, was sich beim TWW gerade ändert.

Wethmar

, 25.10.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Richtungsweisend ist das Meisterschaftsspiel des Fußball-Bezirksligisten TuS Westfalia Wethmar am Sonntag, 27. Oktober, beim Holzwickeder SC II allemal (15.15 Uhr, Unnaer Straße 68, Holzwickede). Der Tabellenletzte aus Lünen ist zu Gast beim Vorletzten – mehr Abstiegskampf geht nicht. Und das erst eine Woche, nachdem Trainer Steven Koch am Cappenberger See sein Debüt feierte. „Das ist mehr als ein Sechs-Punkte-Spiel. Es ist entscheidend, wohin die Reise für uns geht“, weiß Koch um die Brisanz der Begegnung. „Die Situation ist schwierig. Ich bin erst neu. Neue Impulse kann ich geben, aber es braucht auch Zeit.“

Neuer Trainer, neues Spielsystem bei Westfalia Wethmar

Besser wurde das Ergebnis unter dem neuen Coach nämlich auch gegen Rot-Weiß Germania in der letzten Woche nicht. Mit 0:3 verloren die Grün-Weißen. Doch eine Systemumstellung haben die TuSler vollzogen: Vom 4-3-3 zum 4-2-3-1 – hat das besser funktioniert? Vize-Kapitän Andreas Kahlkopf meint ja: „Das System ist wahrscheinlich vielen bekannt und daher nicht ganz neu, aber es hat gut geklappt. Wir waren gut im Spiel und haben uns gute Chancen herausgespielt“, so der 27-Jährige.

„Entscheidend ist, wie wir die Räume besetzen. Da ist die Formation zweitrangig. Wir müssen konzentrierter verteidigen, die individuellen Fehler abstellen und aus den guten Phasen Kapital schlagen“, sagt Wethmars Keeper Florian Fischer, der nachlegt: „Jeder kann die Tabelle lesen und weiß, dass es ein extrem wichtiges Spiel ist.“

Torflaute bleibt ein Wethmarer Problem

Nur sechs Tore hat Wethmar bisher geschossen. Zum Vergleich: Das zweitschwächste Offensivteam BV Brambauer hat doppelt so viele Tore erzielt, Holzwickede erzielte sogar 14 Treffer. Fischer: „Rein faktisch müssen wir uns als Mannschaft mehr Chancen kreieren und diese auch nutzen. Unser Offensivverhalten als Mannschaft ist ausbaufähig. Wir treffen noch zu oft die falsche Entscheidung und rücken nicht weit genug nach, wenn wir uns von hinten sauber durchgespielt haben.“ Kahlkopf ergänzt: „Mit Sören haben wir einen Top-Stürmer, der letzte Saison am laufenden Band getroffen hat. Ich hoffe, durch einen Führungstreffer in Holzwickede kommt der Spaß und etwas Selbstbewusstsein bei allen Spielern wieder.“

Die neuen Trainer – neben Koch auch sein Co Christian Kinder – arbeiteten akribisch in den vergangenen Einheiten mit der Mannschaft zusammen, um das Ruder herumzureißen. „In der Kürze der Zeit ist es für die Trainer schwer, die geplanten Änderungen zu vollziehen. Die beiden sprechen viel mit uns, flößen uns Selbstbewusstsein ein und fordern eigenverantwortliches Handeln auf dem Platz“, sagt Fischer.

„Man merkt schon, dass frischer Wind drin ist“

Teamkollege Kahlkopf pflichtet ihm bei: „Die Trainingseinheiten werden ernst genommen und alle ziehen mit. Man merkt schon, dass frischer Wind drin ist. Auch vom Typ her ist Steven Koch etwas anders als Przybilla. Die Entscheidung von Rolf Nehling, dass er Steven Koch geholt hat, war definitiv richtig. Ich denke, viele kommen mit ihm besser zurecht. Er wirkt sehr zielstrebig und ich denke, in den nächsten Wochen ändert sich etwas.“

Das Ziel für Trainer Koch ist klar: „Wir wollen so gut wie möglich in die Winterpause gehen, den Abstand nicht zu groß werden lassen.“ Muss man sich dann in der Winterpause am Cappenberger See personell verstärken? Kahlkopf ist dafür offen: „Meiner Meinung nach ist das Team stark genug, um in der Bezirksliga mitzuhalten. Ich sehe eher das Problem in der Verunsicherung und im mangelnden Selbstvertrauen. Zusätzlich muss das Personal aufgestockt werden, am besten mit Erfahrung.“ Auf welchen Positionen Verstärkung notwendig ist, will sich Kahlkopf aber nicht festlegen. Wichtig sei es, sich in der Breite besser aufzustellen.

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