Aufstieg bei den Herren, Abschied bei den Frauen

Handball

Die Lüner Handballer gehen in den Saisonendspurt: Während die Herren noch zwei Spiele vor der Brust haben, verabschieden sich die Damen nach dem Spieltag. VfL Brambauer kann nach dem Aufstieg am vergangenen Wochenende befreit aufspielen, der Lüner SV hat die Abstiegsplätze noch im Blick. Emotional wird es für Uli Richter, seine letzte Partie nach 18 Jahren.

LÜNEN

, 04.05.2017, 15:28 Uhr / Lesedauer: 4 min
Aufstieg bei den Herren, Abschied bei den Frauen

Pascal Stennei laboriert an einer Ellbogen-Verletzung, sollte in Siegen aber wieder auflaufen.

Verbandsliga 2 RSVE Siegen – SuS Oberaden Samstag (6. Mai), 19.15 Uhr, Höllenwaldstraße, Siegen

Zunächst muss Oberaden auswärts beim RSVE Siegen antreten, ehe die Meisterschaft mit dem Heimspiel gegen gegen den TV Westfalia Halingen endet. Auch wenn die „Cobras“ mit dem Aufstieg nichts mehr zutun haben, denn die Spitzenteams dürften die Meisterschaft unter sich ausmachen - – alles andere wäre „ein Wunder“ wie Spielertrainer Alex Katsigiannis sagt – haben sie sich fest vorgenommen die Saison vor ihrem Ortsrivalen HC TuRa Bergkamen zu beenden. Beide Teams sind punktgleich, der SuS steht aufgrund des besseren Torverhältnisses und des besseren Vergleichs auf Platz vier. TuRa Bergkamen hingegen ist Tabellensechster.

„Wir wollen die letzten beiden Spiele nutzen, um unsere gute Rückserie weiter zu bestätigen“, sagt Katsigiannis. Dabei wird der Trainer aber auf Sebastian Pohl verzichten müssen. „Er soll geschont werden, noch Rückenprobleme“, berichtet Katsigiannis. Pohl soll im letzten Heimspiel auflaufen und dort nach vielen Jahren würdig verabschiedet werden. Der Rückraumspieler wird die „Cobras“ zum Saisonende verlassen. Ebenfalls fehlen in Siegen wird Keeper Matthias Massat. Mit an Bord ist wieder Lars Köhler, der in der Defensive für Stabilität sorgen soll. Angeschlagen sind derzeit noch Pascal Stennei und Mats-Yannick Roth. Beide sollten in Siegen aber auflaufen können.

Der Gastgeber ist ebenfalls punktgleich mit Oberaden, steht aber auf Platz fünf. Mit einem Sieg könnte der SuS seine gute Platzierung weiter bestätigen. Siegen verfügt über spielstarke – vor allem ausländische – Spieler, die in früheren Zeiten bereits höher spielten. 

Bezirksliga Hellweg VfL Brambauer - TV Werne Samstag, 19.30 Uhr, Diesterweg 7a, Lünen

Die Bezirksliga-Handballer des VfL Brambauer haben am letzten Spieltag die Meisterschaft und somit den Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht. Jetzt kann die Mannschaft um Trainer Nadim Karsifi völlig befreit aufspielen. „Für uns steht das letzte Heimspiel bevor. Das wollen wir natürlich noch einmal gewinnen“, sagt Karsifi. Der TV Werne kämpft gegen den Abstieg und benötigt dringend Punkte. Er wird dem VfL Brambauer also einiges abverlangen. „Ich gehe davon aus, dass es ein spannendes Spiel geben wird“, so Karsifi.

Er betont aber auch, dass er einige Spieler schonen wird: „Wir haben einige verletzte Spieler, die sich die gesamte Saison über durchgebissen haben. Sie können in die verdiente Pause gehen“, sagt er. Dennoch will der VfL Brambauer alles geben, um seine Heimstärke weiter unter Beweis zu stellen. Beim TV Werne ist ein altbekannter Mann an der Seitenlinie: Ingo Nagel, der vor kurzer Zeit selbst noch die VfL-Herren coachte, trainiert den abstiegsbedrohten TV Werne. Es kommt also zu einem Wiedersehen alter Freunde.

Sein Gegenüber, Nagel, kann seinen alten Verein nur schwer einschätzen: „Brambauer wird euphorisch sein, die Sache vielleicht zu locker angehen“, hofft Nagel und fügt an: „Ich würde Geschenke nicht ablehnen.“ Seine Mannschaft steht zwei Punkte hinter dem rettenden Ufer, kann rein rechnerisch die Klasse aber noch halten, wenn die Konkurrenz patzt.

VfL Kamen - Lüner SV Samstag, 19 Uhr, Am Schwimmbad, Kamen

Zwei Spiele stehen noch bevor, ehe die Saison beendet ist. Der LSV ist aktuell Zehnter mit 16:32-Punkten und damit punktgleich mit dem Elften TuS Eintracht Overberge und dem Zwölften Ahlener SG III. Der erste Abstiegsplatz wird vom TV Werne eingenommen, der derzeit 14:36-Zähler aufweist. Die Aufgabe beim Sechsten VfL Kamen wird aber alles andere als leicht. „Interessant wird sicher auch sein wie Meister VfL Brambauer seine letzten Spiele gegen Werne und Ahlen absolvieren wird. Da hoffen wir natürlich weiter darauf, dass er sich nichts nachsagen lassen wird“, sagt LSV-Coach Christian Neve.

Er hofft, dass sein Team die nötigen Hausaufgaben erledigt. „Kamen scheint in den letzten Wochen etwas zu schwächeln. Das wollen wir natürlich ausnutzen“, fordert Neve. Der Gastgeber spielt eine starke Deckung, die es zunächst zu überwinden gilt. Personell sieht es hervorragend aus.

Eintracht Overberge - SuS Oberaden II Samstag, 18 Uhr, Hansastraße, Bergkamen

„Wir wollen versuchen die Punkte in Overberge mitzunehmen. Da muss aber eine Steigerung her“, sagt Trainer Björn Grüter. Der Coach konnte unter der Woche das Training nicht leiten, da er krank war. In enger Absprache übernahm Dominik Titz das Training. „Overberge hat eine routinierte Truppe, die diese Saison unter ihren Ansprüchen spielt. Overberge benötigt noch Punkte gegen den Abstieg. Deshalb erwarte ich ein enges Spiel trotz der deutlichen Tabellensituation“, so Grüter. Beim SuS Oberaden II werden Yannick Schwinger, Vincent Vetter und Simon Rodefeld ausfallen.

Frauen-Verbandsliga 2 RSVE Siegen - VfL Kamen Samstag, 17 Uhr, Höllenwaldstraße, Siegen

Für Trainer Uli Richter ist diese Partie die letzte an der Seitenlinie der VfL-Frauen. Nach 18 Jahren hört der Coach bekanntlich auf. „Ich möchte das letzte Spiel natürlich noch einmal genießen und hoffe, dass wir die Saison mit einem Sieg beenden werden“, sagt er. Richter wurde bereits letzte Woche beim Heimspiel würdig verabschiedet.

Für beide Mannschaften geht es im letzten Saisonspiel um nichts mehr. Siegen ist Schlusslicht, mit gerade einmal drei Punkten der Absteiger. Brambauer hingegen ist Siebter, kann weder oben noch unten eingreifen. Für beide Teams steht also im Vordergrund, dass sich niemand mehr verletzt. Von Verletzungen können die VfL-Frauen ein Lied singen. Denn auch in Siegen werden wieder einige ausfallen. So können die beiden Langzeitverletzten Anna Juchems und Michelle Holz nicht auflaufen. Hinzu kommt der Ausfall von Lisa Karau, die sich am Fuß verletzt. Auch Angelina Pötter (gesundheitlich) wird nicht spielen können. 

Frauen-Landesliga 3 HSG Recklinghausen - Lüner SV Sonntag (7. Mai), 15 Uhr, Theodor-Körner-Straße 35, Recklinghausen

Jetzt steht für den LSV das letzte Saisonspiel bevor. Lünen muss dieses auswärts bei der HSG Vest Recklinghausen bestreiten. Die HSG steht bereits als Absteiger fest. „Wir wollen unseren Platz behalten und wollen unbedingt einen Sieg“, fordert Trainer Marcel Mai, der auf Michelle Schröder und Alina Fetting verzichten muss. Erfreulich ist aber, dass es keine Abgänge geben wird und es somit zu keiner Verabschiedung kam. Dem gegenüber stehen aber in Mona Geisler und Hannah Rempe zwei neue Gesichter für die neue Saison: Beide kommen vom ASC 09 Dortmund. Geisler ist für die Mitte und Rempe für Außen vorgesehen. „Beide könnten noch Jugend spielen und passen somit in unser Profil“, freut sich auch Mai. 

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