Befreiungsschlag für die Cobras, VfL-Frauen setzen Siegesserie fort, LSV-Teams staucheln

Handball in Lünen

Dem SuS Oberaden gelang am Samstag ein wichtiger Sieg im Kellerduell. Auch die Handballerinnen aus Brambauer erkämpften sich einen Sieg. So haben die Lüner Handballer am Wochenende gespielt.

18.11.2018, 17:21 Uhr / Lesedauer: 3 min
Befreiungsschlag für die Cobras, VfL-Frauen setzen Siegesserie fort, LSV-Teams staucheln

Oberadens Alexandros Katsigiannis (l.) erzielte am Samstag sieben Tore. © Günther Goldstein

Handball-Oberligist SuS Oberaden hat im Kellerduell gegen den TuS Möllbergen zwei wichtige Punkte eingefahren. Der Jubel kannte keine Grenzen.

Oberliga

SuS Oberaden – Möllbergen 31:27 (14:14)

Das Publikum feierte die Cobras, ließ sie während des Spiels nie im Stich. „Man hat gemerkt, dass wir uns danach richtig gesehnt haben. Dieser Sieg tut richtig gut“, beschrieb Spielertrainer Alex Katsigiannis. Es war das erwartete Spiel mit viel Krampf. Beide Mannschaften lieferten sich keinen Handball-Leckerbissen. Die Lockerheit fehlte. Es wurden viele Fehler gemacht. „Man musste ständig überlegen, wie man was am besten macht. Keiner wollte einen Fehler machen. Aber es sind einige Fehler unterlaufen, auch von erfahrenen Spielern“, sagte Katsigiannis. Insgesamt war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Führung wechselte. In der 45. Minute lag Möllbergen noch mit zwei Toren vorn (22:20). Dann aber zeigte sich der SuS sehr diszipliniert und clever. Nico Wagner, der an diesem Abend sein bestes Spiel für die Cobras machte und sechs wichtige Treffer zum Sieg beisteuerte, glänzte darüber hinaus mit tollen Anspielen an den Kreis.

Bastian Herold erwies sich als Vollstrecker, markierte ebenfalls acht wichtige Treffer. Auch Bastian Stennei zeigte seine Qualität und netzte von der für ihn ungewohnten Außenposition ein. Der SuS spielte in dieser Phase seine Überzahl stark aus. „Wir machen aus drei Überzahl-Situationen und fünf Angriffen vier Tore. Dadurch haben wir uns auf 28:23 abgesetzt“, so Katsigiannis.

Siebter Feldspieler war keine Gefahr

Seine Mannschaft überstand auch die Phase, als Möllbergen noch den siebten Feldspieler brachte. „Das hat alles wirklich super funktioniert. Ich bin sehr zufrieden. Wir haben unsere Chancen gesucht und auch gefunden. Ein entscheidender Faktor war sicher Nico Wagner, der über seinem Limit gespielt hat“, lobte Katsigiannis.

Der Spielertrainer selbst erwies sich auch wieder einmal als Spielgestalter und führte gut Regie. Seine sieben Tore waren ebenfalls wichtig. Ein Lob verdiente sich auch Keeper Marvin Makus. „Marvin hat ebenfalls ein starkes Spiel gezeigt und glänzte mit tollen Paraden“, so Katsigiannis. Der SuS kletterte damit auf Rang elf hoch, ist punktgleich mit dem Tabellenzwölften TuS Möllbergen. Der TuS Bielefeld/Jöllenbeck und die TSG Harsewinkel stehen mit drei bzw. zwei Punkten dahinter auf dem vorletzten und letzten Tabellenplatz.

SuS Oberaden: Klepping/Makus – Lauber, Hajduk, Noe, Herold (8/1), Stock, Katsigiannis (7), P. Stennei (4), Roth (1), B. Stennei (5), Rossfeldt, Wagner (6)

Die Siegesserie geht weiter: Auch bei Schlusslicht HSG Schwerte-Westhofen blieben die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer am Samstag in der Erfolgsspur. Damit fuhr der VfL seinen sechsten Sieg in Folge ein.

Verbandsliga

HSG Schwerte-Westhofen – VfL Brambauer 19:25 (9:13)

Das Auswärtsspiel in Schwerte war für die Zuschauer kein ansehnliches. „Das war ein absolutes Kampf- und Krampfspiel“, sagte VfL-Coach Andre Schwedler. Insgesamt gab es etliche Zeitstrafen und viele Siebenmeter, wobei das Verhältnis auch eher fraglich ist. Schwerte erhielt gleich 16 Siebenmeter, die VfL-Frauen nur drei. Die HSG erzielte ihre Treffer fast nur vom Siebenmeter-Punkt. Aus dem Spiel heraus kam nicht viel zustande. Die VfL-Frauen leisteten sich auch ein paar Fehler.

Dennoch behielten sie das gesamte Spiel über die Oberhand. „Auch wenn die letzten Minuten sehr schleppend waren, war es wichtig, dass wir auch dieses Spiel für uns entschieden haben“, so Schwedler. Schwerte versuchte alles, zog alle Register, nahm zuerst eine Manndeckung vor, nahm dann zwei VfL-Spielerinnen in Manndeckung, am Ende sogar drei Akteurinnen. Aber kein System hat am Ende gefruchtet. Erfreulich für den VfL war, dass sich Sarah Bauer mit sechs Toren neben Sonja Plotek (sieben) treffsicher zeigte.

VfL Brambauer: Sindermann/Jaschewski – Ceylan (1), Holz (1), Sahage (1), Plotek (7/1), Trippe (5), Neumann (3), Bauer (6), Lasshof (1), Umbescheidt

Die Verbandsliga-Handballerinnen des Lüner SV haben am Samstag ihre Auswärtspartie beim Meisterschafts-Mitfavoriten SG TuRa Halden-Herbeck deutlich verloren.

Frauen-Verbandsliga 2

SG TuRa Halden-Herbeck – Lüner SV 37:29 (17:18)

Dabei hatte der LSV in der zweiten Halbzeit Probleme. „Zur Pause sah das alles noch ganz gut aus. Wir hatten das Spiel und vor allem Sabrina Richter im Griff“, sagte Trainer Marcel Mai. Die ehemalige National- und Bundesligaspielerin zeigte später aber wieder einmal auf der Rechtsaußen-Bahn eine Gala-Vorstellung, nutzte kleine Fehler des LSV zum Tempogegenstoß aus. „

Wir haben uns aber auch nicht clever angestellt, haben den Ball in die Arme gespielt. Natürlich hat Sabrina das stark gemacht. Trotzdem hätten wir den einen oder anderen Fehler minimieren müssen“, so Mai. Seine Mannschaft kassierte den Ausgleich und lag dann schnell zurück.

„Da haben wir auch nicht mehr die Kurve bekommen“, sagte Mai. Der Gastgeber nutzte jede noch so kleine Lücke in der LSV-Defensive und kam zu 37 Toren. „Uns fehlten oft der Zugriff und die nötige Aggressivität“, so Mai. Die LSV-Frauen rutschten tabellarisch etwas ab, sind aber immer noch im oberen Mittelfeld zu finden.

Lüner SV: Preuss/Klostermeier – Schroeder (1), Lieneke (3), Hülsewede (3), Koeppen, T.-C. Schmidt (3/3), Püschel (5), C. Schmidt (1), Rempe (3), A. Schmidt (4), Dressler (3), Geisler (1)

Und wieder kam Handball-Bezirksligist Lüner SV mächtig unter die Räder. In der harzfreien Sporthalle des TV Beckum kassierte der LSV am Samstag eine hohe Klatsche.

Bezirksliga Hellweg

TV Beckum – Lüner SV 35:24 (14:10)

Der LSV bleibt auch am achten Spieltag ohne Punkterfolg und ist nach wie vor Schlusslicht der Tabelle. In Beckum fehlten Trainer Christian Neve wieder wichtige Akteure wie unter anderem Marcel Mai, Benjamin Miehle oder auch Mathias Schmidt. Demnach fehlten auch wieder Alternativen. Die Personalsituation ist seit Wochen angespannt. Beckum, das seinen Heimvorteil gut nutzte, gab vor allem in der zweiten Halbzeit Gas. Der LSV ließ am Ende die Köpfe hängen.

Lüner SV: Karanski/Hangebrock – Wildemann (3), Dornseifer (2), Pein, Alshwikh (6), Donat, Rolle, Stroscher (10/2), Olschewski, Neve (3)

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