Benjamin Gillner: „Ich wurde teilweise alleine für Misserfolge verantwortlich gemacht“

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Benjamin Gillner und der TuS Niederaden trennten sich in der vergangenen Saison nicht geräuschlos. Bei der Rückkehr mit seinem neuen Team verletzte sich ausgerechnet Gillners Nachfolger im TuS-Tor schwer.

von Thies Adam

Alstedde

, 19.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Benjamin Gillner ist in seiner Karriere schon viel herumgekommen. In Lünen schnürte er schon für den BV Lünen, Westfalia Wethmar, TuS Niederaden und BW Alstedde die Fußballschuhe. Zur neuen Saison steht der Routinier für die Zweitvertretung der Alstedder im Kasten. Von besonderer Brisanz war das Testspiel der Blau-Weißen bei Gillners Ex-Klub Niederaden am Sonntag.

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Sein Abgang beim TuS vergangene Saison ging nicht geräuschlos über die Bühne und dementsprechend motiviert waren Gillner und seine ehemaligen Teamkameraden.

Benjamin Gillner: Emotionale Rückkehr zum TuS Niederaden

„Natürlich war es eine emotionale Rückkehr für mich“, sagte ein sichtlich bewegter Gillner. „Mit meinen ehemaligen Teamkollegen hatte Ich keine Probleme, hatte

nur das Gefühl, dass ich teilweise alleine für Misserfolge verantwortlich gemacht wurde. Auch war ich oft verletzt und konnte nicht mehr wirklich trainieren“, nannte der Torhüter die Gründe für seinen Abschied.

Marius Schmidt (M.) und der TuS Niederaden empfingen am Sonntag BW Alstedde II.

Marius Schmidt (M.) und der TuS Niederaden empfingen am Sonntag BW Alstedde II. © Günther Goldstein

Sogar mit dem Karriereende kokettierte Gillner. Doch Kevin Helmrich, Spielertrainer bei BW Alstedde II, überzeugte Gillner von einem Engagement.

Nico Hackmann verletzt sich

Im Testspiel stand aber erstmal sein Gegenüber Nico Hackmann im Fokus. Bei einem eigentlich harmlosen Flugball blieb der ehemalige Basketballer im Rasen hängen, verdrehte sich das Knie und ließ den abgefangenen Ball fallen. Nico Brand schob den Ball ins verwaiste Tor zur Führung ein (39.).

Für Hackmann ging es nicht mehr weiter, Pierre Goldhahn ging zwischen die Pfosten. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Niederadens Trainer Amel Mesic sprach von einer „Hiobsbotschaft“ für die gesamte Mannschaft.

Auch zu seinem ehemaligen Torwart, der im letztlich erfolglosen Abstiegskampf 2019 zur Höchstform auflief, hatte Mesic seine Meinung: „Gille hatte Höhen und Tiefen bei uns und sein Abgang ist nicht so schön gelaufen. Trotzdem ist er ein fantastischer Torhüter und hat uns damals überhaupt erst in die Abstiegsrelegation gebracht.“

Befriedigend war für Mesic das Testspiel in der zweiten Hälfte, Tobias Müller (83.) und Kevin Vehring (89.) drehten den Rückstand mit zwei späten Treffern in einen 2:1-Erfolg.

Auch Benjamin Gillner sah ein gerechtes Resultat: „Der Sieg der Niederadener war auf jeden Fall verdient, ich hatte ordentlich was zu tun. Am Ende war es mit den späten Toren auch etwas glücklich.“

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Und sein Ziel mit seinem neuen Team für die neue Saison in der Kreisliga B? „Ich möchte unter die Top Fünf in der Liga und dem Team mit meiner Erfahrung weiterhelfen.“

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