Brambauer erwartet ein emotionales Stadtteilderby

rnFußball-Kreisliga B

FC Brambauer und BV Brambauer II - beide Mannschaften nehmen ihre ganz eigene Geschichte mit in das Lokalduell. Beim FCB will man seine Spieler emotional im Griff haben.

Brambauer

, 09.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum Saisonstart - wenn jede Mannschaft noch etwas gewinnen und verlieren kann - sind die Amateurfußballer ohnehin besonders motiviert. Wenn dann zum Auftakt gleich auch noch ein Derby ansteht, sammelt sich am frühen Sonntagnachmittag der letzte Funken Extra-Motivation. Dass es allerdings noch ein Stück weit emotionaler geht, könnten am Sonntag, 11. August, (13 Uhr, Am Freibad, Lünen) der BV Brambauer II und der FC Brambauer zeigen. Beide Teams gehen mit einer jeweils besonderen Geschichte in das Brambaueraner Derby.

Der FC hat turbulente Wochen hinter sich, zeitweise war der gesamte Verein vom Ausschluss aus dem Spielbetrieb bedroht. Das wendete Vorsitzender Ahmet Elikalfa zwar ab, sportlich musste die erste Mannschaft allerdings einige schmerzhafte Abgänge verkraften. Hinzu kommt der lange Ausfall von Baskim Gavazi (Schulter) und zahlreiche urlaubende oder gesperrte Spieler. „Halbwegs“ bereit sei seine Mannschaft, sagt der neue FCB-Trainer Akin Bayrakli. „Die Jungs, die da sind, haben die Vorbereitung gut durchgezogen.“

Akin Bayrakli: „Nichts mit Roten Karten zu tun haben“

Von einem besonders emotionalen oder hitzigen Derby will er allerdings nichts wissen. „Natürlich ist man da ein bisschen mehr motiviert als sonst“, sagt Bayrakli. An oberster Stelle stünde bei ihm aber die Disziplin. „Ich will, dass die Jungs nichts mit Roten Karten zu tun haben“, so Bayrakli.

Der BV Brambauer dagegen bekennt sich zur emotionalen Situation, in der er sich am Sonntag befinden wird. Schließlich ist der Tod von BVB-Betreuer Uwe Heimsoth, der auch zur Brambaueraner Reserve enge Kontakte pflegte, nach wie vor ein Thema. Das wird sich freilich nicht so schnell ändern, die BVB-Reserve läuft mit einem Trauerflor auf. „Wir wollen das Spiel für ihn gewinnen. Er wird immer bei uns bleiben und nie ganz weg sein“, sagt Brambauers Spielertrainer Patrick Botta. Seine Stimme senkt sich, als er auf den Tod Heimsoths angesprochen wird.

Nichtsdestotrotz sei seine Elf „auf jeden Fall“ bereit, so Botta. Das Lokalduell ganz zu Beginn ist auch eine Möglichkeit, Revanche zu nehmen. Schon in der Vorsaison trafen beide Mannschaften am ersten Spieltag in der Glückauf-Arena aufeinander. Damals kassierte der BVB in der Schlussminute den 2:2-Ausgleich.

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