Brambauer geschwächt / VfB gegen Letzten

Fußball: Bezirksliga

Das erste Spiel der Rückserie für BV Brambauer-Lünen am Sonntag gegen Union Lüdinghausen ist zugleich der Auftakt der Abschiedstour von Trainer Thorsten Nitsche. Und die beginnt wohl mit seinem eigenen Einsatz. Der VfB Lünen will unterdessen seine Misere beenden: Die letzten sechs Spiele vor der Winterpause wurden allesamt verloren. Das sind mehr, als Westfalia Wethmar in der ganzen bisherigen Saison hinnehmen musste.

LÜNEN

, 17.02.2017, 15:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Thorsten Nitsche (l.), hier auf Ascheberger Asche, wird am Sonntag wohl zum Spielertrainer.

Thorsten Nitsche (l.), hier auf Ascheberger Asche, wird am Sonntag wohl zum Spielertrainer.

BV Brambauer-Lünen – Union Lüdinghausen Sonntag (19. Februar), 15 Uhr, Am Freibad, Lünen-Brambauer

Noch hat Trainer Nitsche alle Chancen, sich mit einem Titel zu verabschieden. Vier Punkte Rückstand hat der BVB auf Spitzenreiter Werne, alle weiteren Verfolger sind abgeschlagen. Von einem Fernduell will Nitsche aber nichts wissen: „Das Augenmerk liegt allein auf uns. Wir haben Probleme genug.“ Dennis Köse, Osman Kumac, Akin Bayrakli, Marcel Bieber und Nitsches Co-Trainer und Nachfolger Jascha Keller haben allesamt nur Teile der Vorbereitung absolvieren können. „Ich kann noch nicht sagen, wer es in den Kader schafft“, erklärt Nitsche. „Nach nur einer Woche Training ist man kein Kandidat für die Startelf.“

Stattdessen wird der Coach wohl selbst die Schuhe schnüren. „Dann haben wir zumindest einen erfahrenen Spieler auf dem Platz“, sagt Nitsche, betont aber auch: „Die anderen können sich jetzt beweisen.“ Den Tabellenzehnten Lüdinghausen beschreibt Nitsche als „sehr aggressiv und zweikampfstark“. Union-Coach Mahmoud Abdul-Latif wäre mit einem Remis zufrieden: „Es ist ein sehr wichtiges Spiel für beide Mannschaften. Für Brambauer geht es um die Spitze, für uns um den Abstiegskampf.“ Fraglich ist bei Lüdinghausen der Einsatz von Chidera Odum.

VfB Lünen – SC Husen-Kurl Sonntag, 15 Uhr, Karl-Kiehm-Weg, Lünen

Trainer Steven Koch weiß um die Situation. „Das ist ein Heimspiel. Das müssen wir unabhängig vom Gegner gewinnen.“ Husen-Kurl ist sieglos, hat erst vier Punkte und schon 17 Zähler Rückstand aufs rettende Ufer. Für den Tabellenletzten ist die Partie an der Dammwiese die letzte Chance, eine spektakuläre Rettung einzuleiten. „Die werden alles reinwerfen, was sie haben“, sagt Koch. „Vielleicht können wir mit einer Führung im Rücken und der nötigen Kompaktheit etwas holen“, sagt Husens Trainer Andreas Edelstein.

Zumal hinter dem VfB laut Koch „eine beschissene Vorbereitung“ liegt. „Teilweise habe ich mit nur sieben Spielern trainiert. Da bist du machtlos. Da kannst du taktisch gar nichts machen.“ In ihren drei Testspielen kassierten die Süder 14 Gegentore. „Alle wissen, worum es geht.“ Und das ist nicht weniger als der Klassenerhalt im zweiten Bezirksliga-Jahr. Keeper Jörg Lemke ist wieder fit. Die Einsätze von Kapitän Philipp Scheuren und Stürmer Andre Richter entscheiden sich allerdings erst kurzfristig. Neuzugang Ismail Yilmaz, Maik Garcia, Marius Mantei und Marcel Riepert fehlen dem Tabellen-13., der zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge hat.

Westfalia Wethmar – Viktoria Kirchderne Sonntag, 15 Uhr, Wehrenboldstraße, Lünen

„Wir haben damals nicht gut ausgesehen“, sagt Nehling. Es war eines der Spiele, in denen die Wethmarer defensiv zu sorglos agierten – so wie auch in den Vorbereitungsspielen zur Rückserie. „Daran müssen wir unbedingt arbeiten“, so Nehling, für den es als Nachfolger von Alexander Lüggert (Co-Trainer Hammer SpVg) das erste Pflichtspiel als Cheftrainer ist.

Offensiv muss er sich keine Gedanken machen: Wethmar stellt den besten Angriff der Liga. Aktuell hat das Team sechs Punkte weniger als der Tabellenzweite Brambauer. „Wir werden versuchen, dranzubleiben“, sagt der Coach und setzt auf die Heimstärke: Am Cappenberger See ist das Team ungeschlagen, seit dem 25. September hat es kein Spiel mehr verloren. Doch vor dem Spiel gegen Kirchderne gibt es personelle Sorgen im ohnehin schmalen Kader: Robin Jaszmann fällt aus, Kai Schinck und Paul Giesebrecht sind angeschlagen. 

Die Partien der heimischen Bezirksliga-8-Teams gibt es am Sonntag, 19. Februar, ab 15 Uhr bei uns im Liveticker. 

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