Brambauer im Verfolgerduell – Die Vorschau

Fußball: Bezirksliga

Die Tabellenspitze hat der BV Brambauer ein wenig aus den Augen verloren. Vor dem Verfolgerduell mit Kirchderne am Sonntag gibt es aber gute Nachrichten: Der spielende Co-Trainer Dennis Köse kehrt zurück. Der TuS Westfalia Wethmar steht derweil gegen den Tabellenführer TuS Hannibal vor einer schwierigen Aufgabe.

LÜNEN

, 13.10.2017, 15:18 Uhr / Lesedauer: 3 min
Brambauer im Verfolgerduell – Die Vorschau

Das gemeinsame Coaching vom Seitenrand hat bald ein Ende. Trainer Jascha Keller (l.) hat künftig nicht mehr Dennis Köse an seiner Seite, der Sechser kehrt nach seiner Knieverletzung zurück auf den Platz.

Bezirksliga TuS Hannibal - Wethmar Sonntag, 15 Uhr, Kirchderner Straße 35-43, Dortmund

Seit Donnerstagabend ist klar: Maik Küchler (27) wird im Winter ein Wethmarer. Bereits am Freitagabend hat der Angreifer, der in den vergangenen 2,5 Jahren 87 Tore für Fußball-Kreisligist SV Preußen erzielt hat, sein erstes Training am Cappenberger See absolviert. Wenn Bezirksligist Wethmar am Sonntag bei Spitzenreiter TuS Hannibal in Dortmund zu Gast ist, muss das Team von Trainer Simon Erling aber ohne Küchler auskommen. 

„Maik soll zum 1. Januar spielberechtigt sein“, sagte am Freitag Rolf Nehling, Sportlicher Leiter der Wethmarer. Dafür muss es zu einer Einigung zwischen den Preußen und Wethmar kommen. Im Winter sind Ablösesummen frei verhandelbar.

Diskrepanzen mit Oliver Harder

Küchler und Wethmar standen schon im Sommer in Kontakt. „Mein Cousin (Ilesanmi Ojo) und ich haben uns aber entschieden, noch ein Jahr in Horstmar zu bleiben“, sagte Küchler, dessen Diskrepanzen mit Trainer Oliver Harder kein Geheimnis mehr waren. Nach seinem plötzlichen Abschied aus Horstmar habe Wethmar laut Trainer Simon Erling wieder schnell Kontakt aufgenommen.

Zumal der Stürmer mit seinen künftigen Mitspielern Tim Holz und Fabian Hillmeister aus gemeinsamen Südkirchener Zeiten noch gut befreundet ist. Erling und Nehling verglichen Küchlers Spielweise am Freitag mit der des früheren TWW-Topstürmers Robin Möller. „Ich freue mich auf das neue Kapitel“, so Küchler.

Sein neues Team habe nichts im Tabellenkeller zu suchen. Das untermauerte der Tabellen-13. zuletzt durch zwei klare Siege. Am Sonntag geht es allerdings zum noch ungeschlagenen Tabellenführer. „Hannibal hat richtig viel Qualität“, sagte Erling, der dabei nicht nur an Angreifer Samir Zulfic (schon 13 Tore) denkt. „Die Mannschaft spielt geduldig. Wir müssen aufpassen“, so Erling, der wieder mit Christian Wantoch von Rekowski planen darf.

"Können befreiter aufspielen"

Patrick Schöpf (5. Gelbe Karte), Tim Holz (Urlaub), Nico Stork, Gianluca Kösling und Alex Podszuck (alle verletzt) werden ausfallen. Till Kowalski hat sein Comeback gut verkraftet, wird aber wohl auf der Bank Platz nehmen. „Für einen Startelfeinsatz reicht es leider noch nicht“, sagte Erling, der betonte: „Wir können nach den zwei Siegen etwas befreiter aufspielen.“

BV Brambauer - Viktoria Kirchderne  Sonntag, 15 Uhr, Am Freibad, Lünen

Der spielende Co-Trainer Dennis Köse ist zurück beim BVB. Köse hatte sich in der Vorbereitung eine Knieverletzung zugezogen. Schon vor Wochen hatte er sich den 15. Oktober als Ziel für das Comeback gesetzt. „Am Sonntag werden die Fußballschuhe geschnürt“, sagte er am Freitag. Allerdings zunächst im Vorspiel der U23 gegen Scharnhorst. „Da brenne ich schon drauf“, sagte der 30-Jährige. „In den vergangenen zwei Wochen habe ich einiges wieder mitgemacht im Training. Das Knie hält sehr gut bis jetzt.“

Bei 100 Prozent sei er aber „noch lange nicht“. Sollte das Comeback aber gut verlaufen, will Köse schon am kommenden Mittwoch im Pokal gegen Liga-Konkurrent Sölde wieder für die erste Mannschaft auflaufen. „Dann über 90 Minuten“, sagte er.

Jascha Keller, Trainer des Fußball-Bezirksligisten, freut sich über die Rückkehr seines Führungsspielers. „Dennis macht einen guten Eindruck im Training“, sagte Keller. Gegen Kirchderne, mit drei Punkten mehr als der Vierte Brambauer aktuell Tabellenzweiter, muss er aber noch einmal ohne den Sechser auskommen. Umso erfreulicher für Keller, dass die Mittelfeldspieler Bastian Ehrentraut und Markus Poczkaj wieder zur Verfügung stehen. Fehlen wird diesmal Mark Fluder. Den Gästen fehlt der gesperrte Patrick Kramer, der Einsatz von Nigel Behrends ist noch fraglich.

Diesmal nur Außenseiter

Respekt hat Keller durchaus vor den Dortmundern. „Neben Kaiserau die stärkste Mannschaft der Liga“, sagte er. Kirchderne hat die vergangenen fünf Partien gewonnen, verfügt über starke Einzelspieler wie Christian Fröse, Noureddien El Yahyaoui und Mario Bunk. „Wir sind ein wenig der Außenseiter diesmal“, sagte Keller. „Vielleicht tut uns das mal ganz gut.“ Denn zuletzt in Unna tat sich Brambauer bei der 1:2-Niederlage sehr schwer. „Wir haben ein paar Grundtugenden vermissen lassen, den letzten Willen“, befand der Trainer. „Rückschläge gehören zur Entwicklung aber dazu.“

Volker Bolte, Trainer der Kirchderner Viktoria, hat trotz der jüngsten Ergebnisse eine hohe Meinung vom BV Brambauer: „Brambauer ist eine richtig gute Mannschaft mit einem stark besetzten Kader. Wir stellen uns auf eine kampfbetonte Auseinandersetzung ein.“

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