Brambauer stoppt Negativtrend, LSV-Damen holen Punkt für den Klassenerhalt

Handball in Lünen

Für die Landesliga-Handballer aus Brambauer geht es bergauf, obwohl noch nicht alles rund läuft. Und Bezirksligist Lüner SV steckt weiterhin tief im Abstiegskampf.

24.02.2019, 17:08 Uhr / Lesedauer: 4 min
Brambauer stoppt Negativtrend, LSV-Damen holen Punkt für den Klassenerhalt

Jan Richter und sein VfL kamen am Samstag zu einem Remis gegen Herne. goldstein © Günther Goldstein


Die Landesliga-Handballer des VfL Brambauer haben ihren kleinen Negativtrend gestoppt. Die Brambaueraner haben gegen das Top-Team aus Herne am Samstagabend ein starkes Spiel abgeliefert und sich beim 31:31 mit einem Punkt belohnt.

Landesliga 3

VfL Brambauer – HC Westfalia Herne 31:31 (17:12)

Auch wenn in diesem Spiel sogar noch mehr drin war, war VfL-Trainer Nadim Karsifi nach Abpfiff stolz auf sein Team: „Wir haben uns endlich wieder nur auf uns konzentriert und alles andere ausgeblendet.“ Die Mannschaft kam unter der Woche zusammen und sprach über die Dinge, die zuletzt nicht gut liefen. „Wir haben uns als Ziel gesetzt, den Fokus nur auf uns zu legen“, sagt Karsifi.

Dies gelang dem VfL Brambauer bestens, bereits unter der Woche während der Trainingseinheiten herrschte eine ganz andere Stimmung. „Die Trainingseinheiten waren in allen Belangen besser. Die Einstellung war spürbar und das haben wir dann auch gegen Herne gezeigt“, so Karsifi. Seine Mannschaft dominierte in der ersten Halbzeit. Trotz anfänglichen Rückstands war der VfL im Spiel, glich erstmals beim 5:5 aus.

Polster reichte für Brambauer nicht

Dann hatte Brambauer eine starke Phase, stand in der Defensive stabil und erzielte im Angriff seine Tore. Somit drehte Brambauer das Spiel, führte auf einmal 10:6. Bis zur Pause behielt der VfL die Oberhand, ging mit einem 17:12 und somit mit einem Fünf-Tore-Polster in die Kabine. „Das, was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, war phänomenal. Herne ist ein bärenstarker Gegner, aber wir hatten ihn im Griff“, resümierte Karsifi.

Nach der Pause allerdings zeigte der VfL nicht mehr so eine starke Leistung. „Da haben wir etwas geschwächelt“, sagte Karsifi. Herne kam wieder heran, und glich beim 28:28 wieder aus. In den letzten Minuten verlief die Partie auf Augenhöhe. Am Ende trennten sich beide Teams remis. „Natürlich hätten wir gerne beide Punkte gehabt. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie Spaß hat“, so Karsifi.

VfL Brambauer: Sträde (1) – Richter (1), Lüke, L. Langmann (5), Baggemann (10/7), Ruch, Kurt, Gärtner, P. Langmann (4/3), Pape, Maurer, Pohl (8), Sporbeck (2)


Die Verbandsliga-Handballerinnen des Lüner SV sind zurück in der Erfolgsspur. Nach fünf Niederlagen in Serie erkämpfte sich das Team von Trainer Marcel Mai beim Spitzenteam SC Westfalia Kinderhaus einen wichtigen Punkt. Dabei zeigten die Rot-Weißen ein starkes Spiel.

Frauen-Verbandsliga 2

Westf. Kinderhaus – Lüner SV 24:24 (13:10)

„Das war mehr als verdient“, sagte LSV-Trainer Marcel Mai. Seine Mannschaft lag im Spiel zwischenzeitlich mit drei Toren hinten. „Da dachte man kurz, dass die Stimmung kippen würde. Aber wir haben uns da super gefangen“, sagte Mai. Gerade aus der Defensive heraus zeigte der LSV ein starkes Spiel und blieb so an Kinderhaus dran. Ärgerlich für den LSV war, dass er einige Siebenmeter ausließ und sich so selbst um die Chance brachte, das Spiel zu drehen. „Aber wir haben nie aufgegeben, sind immer wieder dran geblieben“, so Mai. Der LSV-Coach freute sich über die guten Leistungen von Vanessa Marre und Thia-Carolin Schmidt. Beide Nachwuchsspielerinnen übernahmen Verantwortung. „Die beiden müssen die Verletzung von Celina Schmidt und das Fehlen von Doreen Hülsewede in den nächsten zwei Wochen auffangen“, so Mai.

Für die LSV-Frauen war der Punkt in Kinderhaus mit Blick auf die Tabelle und den frühzeitigen Klassenerhalt sehr wichtig. Nach dem Karnevals-Wochenende spielt Lünen gegen den TuS Bommern. Dann will das Team den Klassenerhalt perfekt machen.

Lüner SV: Preuss/Klostermeier – Schröder (4/1), Lieneke, Hülsewede (1), T.-C.

Schmidt (3/1), Püschel (1), Lohölter (4), Krause (2), Marre (3), Rempe (1), Dressler (1), Geisler (1)


Und wieder kassierten die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV eine deutliche Niederlage. Diesmal mussten sie sich am Samstag gegen den HC TuRa Bergkamen II mit 17:32 geschlagen geben.

Bezirksliga Hellweg

Lüner SV – TuRa Bergkamen II 17:32 (8:17)

Wie auch schon in der Vorwoche gegen den HC Heeren-Werve war die Partie zur Pause entschieden. Diesmal lief der LSV einem Neun-Tore-Rückstand hinterher. Auch in diesem Spiel zeigte der LSV hinten und auch vorne Fehler. „Das war insgesamt eine spielerisch schwache Leistung. Das hatte mit Handballsport auf Bezirksliga-Niveau nichts zu tun“, sagte LSV-Co-Trainer Falk Wildemann.

Aber auch die Konkurrenz um den Klassenerhalt, die Ahlener SG III, verlor ihre Partie mit 23:34 beim Soester TV II, sodass der LSV punktgleich mit Ahlen bleibt. Doch aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs und des schwächeren Torverhältnisses bleibt der LSV Schlusslicht. Am 10. März geht es für Lünen mit dem Auswärtsspiel bei der HSG Unna-Massen weiter.

Lüner SV: Karanski/Hangebrock – Hadac (4), Gores (2), Droste, Dornseifer (4), Donat, Leder (1), Stroscher (1), Neve (3), Schmidt (2)


Die Aufgabe beim Tabellenletzten TuS Bommern war bereits im Vorfeld aufgrund der personellen Situation der Gäste schwierig. Hinzu kam aber, dass die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer am Samstag-Abend kein gutes Spiel ablieferten.

Frauen-Verbandsliga 2

Bommern – VfL Brambauer 21:20 (12:10)

„Das war ein absolutes Murksspiel. Diese Leistung nur auf den kleinen Kader zu schieben, wäre zu einfach“, sagte VfL-Trainer Andre Schwedler. Seine Mannschaft hätte einen Punktgewinn auch nicht verdient, zeigte während des gesamten Spiels zu viele technische Fehler und zu viele Pfosten- und Lattenwürfe. In Halbzeit eins lag der VfL bereits hinten. „Da ging es aber noch einigermaßen“, so Schwedler.

Nach der Pause gelang dem Team sogar der Anschluss. Doch dann leistete es sich wieder eine fünfminütige Auszeit. Diese nutzte das Schlusslicht aus, zog auf 16:11 und auf 18:13 davon. Dann kam der VfL besser ins Spiel und verkürzte auf ein Tor. Brambauer hatte sogar die Chance auszugleichen, doch diese nutzte die Mannschaft nicht.

„Am Ende war es eine verdiente Niederlage“, so Schwedler und weiter: „Es wäre einfach unverdient gewesen, wenn wir am Ende noch punkten.“ Dem Coach fehlte die Galligkeit, die sein Team noch in der Hinrunde zeigte. Die VfL-Frauen haben am kommenden Wochenende spielfrei, wo sich die Spielerinnen weiter auskurieren können. Schwedler hofft, dass die Personaldecke danach besser aussieht.

VfL Brambauer: Sindermann(Jaschewski – Holz, Sahage (1), Trippe (6), Leismann (3), Neumann (1), Bauer (6/1), Lasshof (2/1), Umbescheidt, Rohr (1)

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