BV Brambauer II und Preußen Lünen mit gelungenen Generalproben vor Ligastart

Fußball

Bei der Zweitvertretung des BV Brambauer spricht man vom besten Test der Vorbereitung, Preußen siegt hoch im Derby gegen den BV Lünen.

Lünen

, 31.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Niklas Urban (l.) bekam nach dem Test mit dem SV Preußen Lünen Extralob.

Niklas Urban (l.) bekam nach dem Test mit dem SV Preußen Lünen Extralob. © Jura Weitzel

Für die beiden Lüner Fußball-A-Ligisten vom BV Brambauer II und SV Preußen Lünen hätten die letzten Testspiele vor dem Ligauftakt kaum besser laufen können. Beide gewannen ihre Spiele, die Preußen siegten sogar im im Stadtduell.

„Wir haben schon um zwölf Uhr trainiert: das Spiel über die Außen und den Aufbau über den Sechser“, sagte Stefan Urban nach dem 7:2-Derbysieg über den Kreisliga-B-Ligisten BV Lünen. „Ich will nicht sagen, dass wir das trainiert haben und sofort alles geklappt hat, aber nach der schlechten Vorbereitung und der momentanen Personallage und dann auch noch Corona, ist das heute ein positiver Tag.“

Denn allein sieben Spieler seien bei ihm im Schichtdienst, stünden daher häufig nicht für Trainingseinheiten zur Verfügung. Die Beteiligung sei deutlich schlechter als noch in der Vorbereitung 2019/2020. Der Auftritt beim 7:2-Heimsieg sei für Urbans Team so kurz vor dem Ligastart gegen die SG Gahmen kommende Woche besonders wichtig.

„Man muss das jetzt nicht überbewerten, aber wir sind als geschlossenes Team aufgetreten. Das kommt zur rechten Zeit“, erklärt Urban. Gerade junge Spieler, die es zuletzt schwer hatten, konnten mit der Leistung für sich einen kleinen Befreiungsschlag landen. Der 19-jährige Kevin Klaudies traf gleich dreifach gegen den BV Lünen (29., 48., 57.). Auch Niklas Urban mit seinen 17 und Tom Stüwe mit seinen 19 Jahren zeichneten sich aus. Stüwe traf sogar in der Schlussphase zum 6:1 für die Preußen (79.). Pascal Broda, den Urban seit drei Spielen in der Innenverteidigung spielen lässt, habe ebenfalls eine gute Partie gemacht.

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Beim BV Lünen sei laut Trainer Marco Fischer seit etwa drei Wochen der Wurm drin. Auch heute habe sich seine Mannschaft nicht gut präsentiert, im Gegenteil. „Wir haben uns heute komplett blamiert“, sagt Fischer. „Alles, was wir uns am Anfang der Vorbereitung vorgenommen haben, was in den ersten zwei Wochen gut geklappt hat, funktioniert zuletzt nicht.“ Am heutigen Sonntag habe sein Team sieben Tore selbst verschuldet. Fischer: „Das waren alles Geschenke.“ Die beiden Treffer durch Kevin Kauschalek (68.) und Patrick Fischer (82.), erzielte der BV in den „2,5 Minuten von den 90, in denen wir ein bisschen Fußball gespielt haben“, so Fischer.

BV Brambauer II und SV Preußen gewinnen

Der BV Brambauer II hat sich im letzten Test vor dem Ligastart von seiner besten Seite gezeigt und den A-Ligisten SW Meckinghoven mit 2:0 nach Hause geschickt. „Das erste Testspiel, in dem alles umgesetzt wurde, was wir uns als Trainergespann vorgenommen haben“, sagte BVB-II-Trainer Patrick Botta nach dem Heimsieg. Besonders gut gefallen hat Botta, dass sein Team von Anfang bis Ende konzentriert und ruhig gespielt habe. „Ein Tor kann jederzeit passieren – auch kurz vor Schluss“, sagt Botta, der am heutigen Sonntag selbst in der Innenverteidigung der Brambaueraner Reservemannschaft auflief. Botta: „Ich spiele immer da, wo Bedarf ist.“

Ins Schmunzeln gerieten selbst die Gäste, als der Schiedsrichter in einer Situation kurz vor dem 1:0 für den BVB ein klares Handspiel übersah. Oliver Szewczyk hatte einen guten Schuss in Richtung Tor abgegeben, der Ball wurde allerdings noch auf der Linie von einem Feldspieler mit der Hand geklärt. „Es ist ja nur ein Testspiel“, sagt Botta und ergänzt: „In einem Pflichtspiel hätten wir uns mehr aufgeregt.“ Der Unparteiische hatte die illegale Heldentat übersehen und ließ die Partie weiterlaufen. „Dafür hat derselbe Spieler dann den Elfmeter verursacht“, sagt Botta.

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Aus elf Metern verlud Julian Schawaller mit seinem rechten Fuß Keeper Max Halberstadt, der von ihm aus nach links gesprungen war; Schawaller verwandelte das Spielgerät von sich aus mittig unten links (75.). Nach einer laut Botta tollen Kombination zwischen drei Brambaueranern, traf der eingewechselte Dennis Stolzenhoff allein auf den Torwart zulaufend unten rechts zum 2:0-Endstand (87.).

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