BV Brambauer nimmt Training auf: „Wir haben harte Arbeit vor uns“

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Von vielen Dingen, die man verbessern muss, spricht Neu-Coach Frank Bidar beim Trainingsauftakt des BV Brambauer. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um Bidars erste Trainingseinheit.

Brambauer

, 09.07.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Bezirksliga-Fußballer des BV Brambauer sind zurück. Am Sonntag trainierte der BVB erstmals unter Neu-Coach Frank Bidar. Wir beantworten die dringendsten Fragen rund um den Trainingsstart, Ziele und den Eindruck, den Bidar von seinem neuen Verein bisher gewonnen hat.

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? Welchen Eindruck hat Frank Bidar bislang vom BV Brambauer gewonnen?

„Man hat sofort gemerkt: Die zwei größten Vereine in Lünen sind der LSV und der BV Brambauer“, sagt Bidar selbst. Als Anfang des Jahres bekannt wurde, dass Jascha Keller dem BVB nicht weiter als Trainer zur Verfügung stehen wird, präsentierten die Brambaueraner mit Bidar schnell einen Nachfolger. Der will den Ex-Westfalenligisten nun - trotz bescheidener Mittel - wieder nach oben orientieren. „So muss man sich hier auch verhalten und es als Ehre annehmen, diesen Verein wieder in die richtige Richtung zu fahren“, sagt Bidar.

Frank Bidar hat das Traineramt beim BV Brambauer von Jascha Keller (r.) übernommen.

Frank Bidar hat das Traineramt beim BV Brambauer von Jascha Keller (r.) übernommen. © Günther Goldstein

? Kontroverse Testspiele: Wie steht der BV Brambauer zum Testspiel-Verbot durch den Fußballkreis Dortmund und was hat das Team in den kommenden Wochen geplant?

Wirklich verstehen kann Frank Bidar das Testspiel-Verbot des Fußballkreises Dortmund, dem auch der BVB angehört, nicht: „Das ist ein bisschen merkwürdig. Wenn, dann sollte man schon alle über einen Kamm scheren.“ Aber: Die Brambaueraner sind zunächst nicht betroffen, haben ihr erstes Freundschaftsspiel mit Teutonia Waltrop für den 2. August verabredet. „Mich stört das im Moment gar nicht so wirklich. Wir wollen erstmal reinkommen und uns an die Belastung gewöhnen“, erklärt der spielende Co-Trainer Dennis Köse.

? Die Staffeleinteilungen sind durch die Corona-Pandemie ungewiss wie selten zuvor. Was wünscht sich der BV Brambauer?

Bidar nimmt Abstand von jeglichen Gedankenexperimenten und weiß, dass er die Zusammensetzungen ohnehin kaum beeinflussen kann. „Wir warten erstmal, wie die Einteilungen sind. Wir nehmen es so, wie es kommt“, so der BVB-Coach. Köse ist da persönlich voreingenommener, kennt die anderen Bezirksligisten schließlich auch seit Jahren. Letztlich ist der Verteidiger aber zwiegespalten. Die bisherige Staffel mit vielen Spielen gegen Dortmunder Teams sei aufgrund der kurzen Wege und entsprechender Zuschauerzahlen natürlich attraktiv für die Brambaueraner. „Zuschauermäßig ist es in den letzten Jahren ja auch eher rückläufig“, merkt Köse an. Aber: „Die Staffel ist auch sehr stark. Mannschaften wie Mengede, Roj und Hannibal haben sich sehr, sehr gut verstärkt und viel investiert. Das sind Mannschaften, die natürlich oben mitspielen wollen und uns finanziell auch einfach voraus sind.“

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? Die Frage nach den Zielen ist obligatorisch. Die Corona-Saison beendete Brambauer als Tabllenzehnter. Wo soll es nun hingehen?

Bidar gibt offen zu: „Ich habe die letzten Meisterschaftsspiele gesehen. Das eine oder andere ist mir schon aufgefallen. Wir haben harte Arbeit vor uns, das muss man ganz klar sagen. Hier sind viele Dinge, die man verbessern muss, um den Fußball so zu spielen, wie ich ihn möchte.“ In der Vergangenheit definierte sich der BVB aufgrund von fehlenden Optionen im Spiel nach vorne vor allem über seine defensive Disziplin. Bidar will nun zunächst Strukturen entwickeln und sein Team richtig kennenlernen. „Ein Platz im gesunden Mittelfeld wäre schon sehr erfreulich für mich“, sagt Bidar mit Blick auf das erste Jahr. Köse findet ähnliche Worte: „Wir müssen gucken, dass wir uns schnellstmöglich finden und uns mit der Philosophie von Frank schnellstmöglich anfreunden werden.“ Tabellarisch bedeutet das: Schnell von der Abstiegszone entfernen und dann möglichst zwischen Platz vier und acht landen.

? Drei Mal pro Woche will der BVB trainieren. Wie groß ist die Freude, dass es endlich wieder losgeht?Seit der Unterbrechung aufgrund der Corona-Pandemie hat der BV Brambauer nicht als Team trainiert. Nun starten die Brambaueraner ihre mehr oder weniger klassische Saisonvorbereitung. „Wir sind alle sehr froh, dass es wieder losgeht, weil ein Stück weit Normalität wieder reinkommt. Man ist einfach froh, sich wiederzusehen“, sagt der 32 Jahre alte Dennis Köse. Bidar: „Ich finde es angenehm, dass man endlich wieder seinem liebsten Hobby nachgehen kann: dem Fußball.“

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