BVB-Ersatzkapitän Köse: "Wir stehen zurecht dort"

Fußball: Bezirksliga

Nach vier Niederlagen in Serie ist der BV Brambauer-Lünen auf Rang 13 der Fußball-Bezirksliga abgerutscht. Die Mannschaft von Trainer Dirk Bördeling, die zweimal in Folge abgestiegen ist, steht nur noch einen Platz und vier Punkte vor den Abstiegsrängen. Im Interview spricht er über die aktuelle Situation der Mannschaft.

BRAMBAUER

, 02.11.2015, 16:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Ersatzkapitän Köse: "Wir stehen zurecht dort"

Dennis Köse (l.), hier gegen Kamens Sven König, verpasste am Donnerstag, 29. Oktober, vom Elfmeterpunkt das 3:0.

Dennis Köse, aktuell Ersatzkapitän für den verletzten Dennis Stolzenhoff, war in den ersten elf Saisonspielen einer der wenigen Brambauer, der zu überzeugen wusste. Fünf Saisontore hat der Sechser bereits erzielt – kein BVB-Spieler hat mehr. Beim 2:3 am Donnerstag, 29. Oktober, gegen Kamen war der 28-Jährige dennoch die tragische Figur. Denn beim Stand von 2:0 verschoss er einen Foulelfmeter.

Wie kann die Mannschaft einen 2:0-Vorsprung noch aus der Hand geben? Erst einmal war es trotz des Ergebnisses ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wir haben 60 Minuten lang als Team agiert. Nach dem ersten Gegentor war aber gleich die Angst zu spüren, das Spiel zu verlieren. Das hat einigen die Sicherheit genommen.

War Ihr verschossener Elfmeter der Knackpunkt? Für mich persönlich schon. Mache ich den rein, gibt Kamen sich wohl auf. Das hat uns sicher einen kleinen Knacks gegeben. Dennoch dürfen wir eine 2:0-Führung nicht hergeben.

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Ihr Trainer Dirk Bördeling hat es auch mit konditionellen Mängeln erklärt. Stimmen Sie zu? Zu 100 Prozent. Seit der Vorbereitung sind wir beim Training im Schnitt acht oder neun Spieler. Unsere aktuelle Platzierung ist das Ergebnis der Trainingsbeteiligung- und leistung. Wir arbeiten nie mit der Mannschaft, die sonntags spielt. Es entsteht nie Wettkampfmodus beim Training, die Aufstellung ergibt sich von alleine. Da ist der Trainer die ärmste Sau.

Wie ist die Trainingsbeteiligung zu erklären? Gerade zu Beginn hatten wir viel Verletzungspech. Vielleicht denken aber auch einige, in der Bezirksliga reicht ein Training pro Woche. Der Zahn sollte mittlerweile aber allen gezogen worden sein. Die Gegner laufen und kämpfen über die komplette Spieldauer.

Sollte der Brambauer Kader nicht eine bessere Platzierung ermöglichen? Natürlich hatten wir bei der Präsentation des Kaders andere Gedankengänge. Wir stehen aber zurecht dort, wo wir stehen.

Dabei haben Sie die Top-Teams Wethmar und Overberge geschlagen, in Werne zudem unentschieden gespielt. Vielleicht liegen uns diese Mannschaften aber auch eher. Wir mussten nicht das Spiel machen. Unsere direkten Konkurrenten überlassen uns häufig den Ball und versuchen es über den Kampf.

Befinden Sie sich im Abstiegskampf? Es wäre völliger Quatsch, was anderes zu behaupten. Es bringt uns ja nichts davon zu reden, wo wir stehen könnten. Schließlich warten wir ja auch schon seit Wochen darauf, dass die Trainingsbeteiligung besser wird.

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