BW Alstedde ist auch von einem Dortmunder Top-Team nicht zu stoppen

Fußball-Kreisliga A

Alstedde bleibt das Maß aller Dinge und gewinnt das Top-Spiel mit 4:1. Auch in den Spielen des VfB Lünen, des SV Preußen und von Westfalia Wethmar II schießt der Sieger jeweils vier Tore.

Alstedde, Lünen-Süd, Wethmar, Horstmar

, 27.10.2019, 20:57 Uhr / Lesedauer: 5 min
BW Alstedde ist auch von einem Dortmunder Top-Team nicht zu stoppen

Hasan Ekici zeigte ein starkes Spiel und belohnte sich mit dem wichtigen Treffer zum 2:1. © Timo Janisch

Wer kann Blau-Weiß Alstedde noch stoppen? Am Sonntagnachmittag hat der Spitzenreiter der Fußball-A-Liga in seinem bisher schwierigsten Saisonspiel auswärts bei K.F. Sharri klar mit 4:1 gewonnen. Einmal mehr brachten Standardsituationen das Team vom Heikenberg auf die Siegerstraße. Doch auch Tormann Thorben Krause war in entscheidenden Situationen zur Stelle.

„Das war der bisher beste Gegner, den wir hatten, das erwartet schwere Spiel“, sagte Trainer Tim Hermes nach Abpfiff. „Ein super Ergebnis für uns.“ Das 4:1 war jedoch ein hartes Stück Arbeit für den Spitzenreiter. Die erste Hälfte war ausgeglichen. Krause konnte in den ersten 45 Minuten mehrmals für BWA parieren. Auf der anderen Seite hätten die Nordlüner ihre Konter besser ausspielen können. So musste es wieder einmal ein Standard richten: In der 25. Spielminute spielte Bastian Häckh eine Ecke auf den zweiten Pfosten. Dort schob Mario Linder zur 1:0-Führung ein.

Sharri kommt mit Feuer aus der Kabine

„Wir haben nach der Pause dann erwartet, dass Sharri mit Feuer aus der Kabine kommt. Und so war es dann auch“, so Hermes. Und weiter: „Es war eine 15-minütige Drangphase. Sharri hat uns kaum atmen lassen. Wir haben nicht schlecht verteidigt. Sharri hat vielmehr seine Stärken ausgespielt.“ Der Ausgleichstreffer (59.) war somit auch verdient.

Und Sharri machte weiter Dampf – bis zur 59. Minute. Dann nämlich brachte ein weiterer Standard BWA auf die Siegerstraße. Von der Strafraumgrenze traf Hasan Ekici direkt zum 2:1 ins Tor. „Von Sharri kam danach nicht mehr viel“, so Hermes. Der eingewechselt Albert Juric legte schnell zwei weitere Alstedder Treffer nach (65./67.). Und in der Schlussphase hätte BWA sogar noch höher gewinnen können.

Kreisliga A2 Dortmund

K.F. Sharri – BW Alstedde 1:4 (0:1)

BW Alstedde: Krause – Audehm (63. Knappmann), Rumpf, Hülsmann, Ekici (80. Berisha), Cicek (74. Stojak), Lindner, Arslan (52. Juric), Nowak, Häckh, Koczy

Tore: 0:1 Lindner (25.), 1:1 Braja (57.), 1:2 Ekici (59.), 1:3 Juric (65.), 1:4 Juric (67.)

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Fußball-A-Ligist VfB Lünen hat am Sonntagnachmittag einen ganz wichtigen wie knappen Heimsieg gegen SF Ay Yildiz Derne eingefahren. Mit 4:3 haben die Lünen-Süder den zweiten Tabellenplatz verteidigt. Zwischendurch sah es aber nach einem wesentlich deutlicheren Erfolg für die Schwarz-Weißen aus.

Denn in der ersten Hälfte brachte Tim Gehrmann die Süder mit einem Doppelpack 2:0 in Führung – zweimal nach schnellen Pässen in die Tiefe (9./43.). Auf der Gegenseite scheiterte Derne zweimal am Pfosten. In der 51. Spielminute marschierte Gehrmann dann wieder in den gegnerischen Strafraum. Kurz vor seinem dritten Treffer des Tages wurde der VfB-Torjäger jedoch von den Beinen geholt. Die Konsequenz: Rote Karte gegen Derne, Elfmeter für Lünen-Süd und das 3:0 durch Justin Schulze Weiling. Alles sah in diesem Moment nach einem deutlichen VfB-Erfolg in Überzahl aus.

Mark Bördeling: „Der Derner stand drei oder vier Meter im Abseits“

Doch nur 25 Minuten später stand es plötzlich 3:3. Was war passiert? Schnell nach dem 3:0 kassierten die Süder den 1:3-Anschlusstreffer. „Der Derner stand da drei oder vier Meter im Abseits“, so VfB-Trainer Mark Bördeling. „Als dann noch das 2:3 fiel, wurde es hektisch.

In der 78. Minute foulte Philipp Schulze-Twenhöven einen Derne im Strafraum – Gelb-Rot gegen den VfBer und der Ausgleich per Strafstoß. Bördeling: „Die doppelte Bestrafung mit der Gelb-Roten Karte ist hart.“ Doch die VfBer ließen die Köpfe nicht hängen, hielten dagegen. Gehrmann erzielte schließlich den Siegtreffer (81.). „Wir sind am Ende der glücklichere Sieger. Es war ziemlich viel los. Wir haben gegen eine super Mannschaft gespielt, die technisch sehr gut war“, resümierte Bördeling.

Kreisliga A2 Dortmund

VfB Lünen – Ay Yildiz Derne 4:3 (2:0)

VfB Lünen: Vorwick – Eichhorst (63. Hilkenbach), Gehrmann, Grass (46. Schulze Twenhöven), Hans, Serges, Garcia Rodriguez, Schulze Weiling (70. Scheuren), Maifeld, Kowalski, Seifert

Tore: 1:0 Gehrmann (9.), 2:0 Gehrmann (43.), 3:0 Schulze Weiling (52./Elfmeter), 3:1 Besevli (56.), 3:2 Uzum (60.), 3:3 Özcan (78./Elfmeter), 4:3 Gehrmann (81.)

Rote Karte: Gegen Ay Yildiz Derne wegen Notbremse (51.)

Gelb-Rote Karte: Gegen Schulze Twenhöven (VfB) wegen wiederholten Foulspiels (77.), gegen Ay Yildiz Derne wegen Foulspiels (88.)

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Der SV Preußen Lünen hat mit seinem klaren 4:1-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten der Dortmunder Kreisliga A2, Eving Selimiye Spor, Position drei für sich beansprucht.

„Der Verein und ich sind mega stolz auf unsere junge Truppe“, sagte Preußens Trainer Stefan Urban nach dem turbulenten Heimspiel gegen Eving Selimiye Spor. „Wir waren wacher, handlungsschneller und vor allem das ganze Spiel über ruhig.“ Sechs Gelbe und eine Gelb-Rote Karte (63.) kassierten die Gäste. „Bei der Gelb-Roten hält der Evinger Tom Meiers Bein einfach fest – mit beiden Händen“, sagt Urban. Generell hatte das Gespann, bestehend aus Schieds- und Linienrichter, einiges zu tun. Urban: „Das war vorgeschrieben. Wir hatten das nicht gefordert.“ Glücklich waren die Lüner dennoch über zusätzliche Unparteiische, denn die Gäste seien sehr laut und unruhig gewesen.

SV Preußen zeigt Mentalität

„Das ist halt eine Mentalität, die keine Gegentore zulässt“, sagt Urban. Seine Mannschaft blieb aber cool, bekam nur eine einzige Gelbe Karte. Und die holte sich der aus der zweiten Mannschaft kommende Portugiese Jefferson Roberto Hurtado Loayza in der Nachspielzeit „mit einem Lachen im Gesicht“ ab (93.). Er wurde erst kurz vor Schluss für Nico Kusserow eingewechselt (86.) und hielt seinen Gegenspieler am Trikot fest.

Urban und seinen Mannen war schon vor dem Spiel klar, was sie auf heimischem Kunstrasen erwarten würde. „Wir haben den Tabellenzweiten mit dem aktuell besten Stürmer der Liga empfangen“, sagte Urban. Aber genau diesen Anil Can Mert (16 Tore) hatten die Lüner im Griff. Keinen einzigen Treffer durfte er erzielen, dafür aber Preußens Maik Frenzel gleich drei (34., 66., 56.) und auch Lukas Goetz traf (56.).

Ein einfaches Spiel erwartet die Lüner auch in der kommenden Woche nicht. Dann fahren Urban und sein Team zum ungeschlagenen Spitzenreiter, BW Alstedde, der vor dem Spieltag den zweit-besten Knipser der Liga in ihren Reihen hatte. „Dabei ist Mario Lindner gar kein Stürmer“, sagt Urban. „Der gehört auch nicht in die Kreisliga.“

Preußens Maik Frenzel ist mit seinen drei Toren jetzt mit Lindner gleichgezogen (13 Tore). Tim Gehrmann vom VfB Lünen drängte sich dazwischen, auf Platz zwei (14 Tore).

BW Alstedde ist auch von einem Dortmunder Top-Team nicht zu stoppen

Lukas Goetz (r.) und der SV Preußen drehten nach dem 0:1-Rückstand auf. © Günther Goldstein

Kreisliga A2 Dortmund

SV Preußen – Eving Selimiye Spor 4:1 (1:1)

SV Preußen Lünen: Südmeyer – Stauch, Kusserow (86. Loayza), Meier, Hans, Adamsky, M. Frenzel (89. Broszio), Pommerin, Goetz (62. Katlun), Vom Hofe (81. Gomulka), L. Frenzel

Tore: 0:1 Güvenates (18.), 1:1 M. Frenzel (34.), 2:1 Goetz (56.), 3:1 M. Frenzel (66.), 4:1 M. Frenzel (86.)

Gelb-Rote Karte: Gegen Eving (63.)

Die A-Liga-Fußballer des TuS Westfalia Wethmar II verloren ihre Partie gegen SuS Oberaden am Sonntag mit 0:4.

Bis zur 23. Spielminute hielt die Wethmarer Defensive die Null. Doch dann kassierte die Wethmarer Reserve nach einer Flanke den ersten Gegentreffer der Partie. „Bei einer Flanke aus dem Halbfeld muss Maurice Hartmann eigentlich rauskommen. Dadurch kassieren wir dann den Gegentreffer“, so TuS-Spielertrainer Benjamin Fasse.

Flemming Orlowski fliegt vom Platz

Oberaden ging mit einer 1:0-Führung in die Pause. „Wir wollten nicht aufstecken und weitermachen. Wir wollten ein bisschen mehr ins Risiko gehen“, so Fasse. Kurz nach dem Wiederanpfiff bekam Wethmars Flemming Orlowski wegen Meckerns die Ampelkarte und der Gast musste in Unterzahl spielen. „Nach dem Platzverweis war das Spiel so gut wie durch“, sagte Fasse.

Ein Strafstoß brachte das 2:0 für die Oberadener. Niclas Beckerling traf in der Schlussphase doppelt zum 4:0-Endstand.

„Wir haben wieder eine solide erste Halbzeit gespielt und wenig zugelassen. Die Gegentore waren alle vermeidbar. Es war aber dennoch eine verdiente Niederlage“, sagte Fasse abschließend. Die Wethmarer stehen weiterhin mit nur drei Punkten auf dem letzten Platz. Vier Punkte sind es bis zum Nichtabstiegsplatz. In der nächsten Woche geht es für die Westfalia zu Hause gegen VfL Kamen, den Tabellenachten der Liga.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

SuS Oberaden – Wethmar II 4:0 (1:0)

Wethmar: Hartmann – Hunschede, Fasse, Resch, Orlowski, Fitzon, Jankort, Preuß, Anderson, Pohl (67. Dvorak), Pella (31. Falkenberg)

Tore: 1:0 Berisha (23.), 2:0 Yilmaz (68.), 3:0 Beckerling (68.), 4:0 Beckerling (86.)

Gelb-Rote Karte: Gegen Orlowski (Wethmar) wegen Meckerns (48.)

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