BW Alstedde hat auf dem Weg zum Titel auch seinen bislang ärgsten Konkurrenten – VfB Lünen – aus dem Weg geräumt. Kurz mussten die Blau-Weißen am Sonntag aber bangen.

Alstedde

, 06.10.2019, 21:07 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der SV BW Alstedde marschiert in der Fußball-Kreisliga A2 Dortmund weiter. Auch der bislang hartnäckigste Konkurrent – Stadtrivale VfB Lünen – hatte am Sonntag im Derby keine wirklichen Mittel gegen die Alstedder. Mit 3:1 setzten sich die Blau-Weißen im Spitzenspiel gegen die Lünen-Süder durch – und haben nun neun Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten.

Kreisliga A2 Dortmund

BW Alstedde – VfB Lünen 3:1 (2:0)

„Derbysieger, Derbysieger – Hey, Hey“, schallte es am späten Sonntagnachmittag vom Kunstrasenplatz am Heikenberg in Alstedde. Die Blau-Weißen hatten soeben einen überzeugenden 3:1-Erfolg gegen den VfB Lünen eingefahren. Ein Sieg, den die Alstedder sich vor allem im ersten Durchgang erspielt und verdient hatten. „Es war ein super Spiel von unseren Jungs. Die erste Halbzeit war überragend“, resümierte BWA-Coach Tim Hermes nach dem Schlusspfiff – und er hatte recht.

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Die Alstedder starteten dominant und zielstrebig in das Spiel, wirkten galliger und auch aggressiver als der VfB. Nach sieben Minuten hatte der SV BWA schon zwei gute Möglichkeiten. Zuerst traf Pierre Katarzynski nur die Latte (5.), zwei Minuten später köpfte Can Cicek nach Vorlage von Mario Lindner knapp am VfB-Kasten vorbei. Glück für die Süder – zunächst. Doch Alstedde drückte weiter, kreierte vor allem über die Außenbahnen immer wieder gefährliche Möglichkeiten. Zu nennen ist hierbei der starke Can Cicek, der den VfB über rechts vor große Probleme stellte – so groß, dass VfB-Coach Mark Bördeling sich gezwungen sah, Maik Garcia Rodriguez, der Cicek decken sollte, vorzeitig vom Platz zu nehmen. Eben jenem Garcia Rodriguez entwischte Cicek in der 17. Minute, in der Alstedde erstmalig in Führung ging. Bei Ciceks Flachschuss ins lange Eck hatte VfB-Keeper Sebastian Vorwick keine Chance – 1:0, und die Blau-Weißen hatten noch lange nicht genug.

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Immer wieder rollte der BWA-Express zumeist über Cicek oder Mario Lindner mit Vollspeed auf das VfB-Tor zu. Vor der Pause ließ der Gastgeber noch drei gute Möglichkeiten liegen (zwei Mal Lindner, einmal Björn Kadlubowski), ehe Kadlubowski auf 2:0 erhöhte – und wie. Nach einem Freistoß von Mario Lindner landete der Ball direkt bei Kadlubowski, der die Kugel mit einem Volleyhammer zum 2:0-Pausenstand in die Maschen knallte. „Schief lief die erste Halbzeit. Es ist ein Derby und wir gehen überhaupt nicht in die Zweikämpfe. Wir geben nicht alles, dementsprechend lagen wir auch völlig zurecht 0:2 zurück. Insgesamt war die erste Halbzeit lächerlich“, sagte VfB-Trainer Mark Bördeling.

VfB Lünen kommt zu guten Chancen

Der zweite Durchgang verlief dann etwas anders. Alstedde kam zunächst zwar gut aus der Kabine, hatte sogar Chancen, auf 3:0 zu erhöhen, doch verpasste seine Möglichkeiten. Dies spielte dem VfB in die Karten, der nun noch einmal Morgenluft witterte. Die Süder erspielten sich mehrere Chancen und kamen tatsächlich noch einmal zum Anschlusstreffer durch den eingewechselten Marcel Eichhorst per Kopf (73.). „Da haben wir es uns selbst schwer gemacht und die Bälle nicht richtig geklärt. Nach dem 3:1 hat das dann wieder besser funktioniert“, so Tim Hermes.

Pierre Katarzynski macht alles klar

Der spielentscheidende Treffer zum 3:1 fiel zehn Minuten vor dem Abpfiff, als Pierre Katarzynski kurz vor dem Strafraum abzog. „So kann man kein Derby bestehen. Wir hätten drankommen können und sind jetzt verdientermaßen Lichtjahre weg“, so Mark Bördeling nach dem Spiel weiter.

Beide Teams beendeten die Partie übrigens nicht mit elf Mann. VfB-Spieler Leon Broda flog in der 83. Minute wegen groben Foulspiels vom Platz, Hasan Ekici kassierte fünf Minuten später die Ampelkarte.

BW Alstedde: Krause – Hülsmann, Rothe, Kadlubowski, Cicek, Lindner, Katarzynski (86. Berisha), Nowak, Häckh (74. Ekici), Schulz, Christiansen (66. K. Röll)

VfB Lünen: Vorwick – Gehrmann, Grass, Eisenbach (85. Schulze-Weiling), Weis (65. Kowalski), Hilkenbach (54. Broda), Serges, Garcia Rodriguez (36. Eichhorst), Salmen, Wagner, Seifert

Tore: 1:0 Cicek (17.), 2:0 Kadlubowski (45.), 2:1 Eichhorst (73.), 3:1 Katarzynski (80.)

Rote Karte: Broda (83.) wegen groben Foulspiels

Gelb-Rote Karte: Ekici (88.) wegen Meckerns

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