BW Alstedde verändert vor dem Derby gegen Gahmen die Trainingsarbeit - aus diesen Gründen

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Zum großen Topspiel der Fußball-Kreisliga A kommt es am Sonntag zwischen der SG Gahmen und BW Alstedde. Die Alstedder haben sich auf dieses Duell speziell vorbereitet.

Lünen, Gahmen, Alstedde

, 08.11.2019, 14:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf Tim Hermes, Trainer beim Fußball-A-Liga-Spitzenreiter BW Alstedde, wartet am Sonntag, 10. November, die vielleicht schwierigste Aufgabe des bisherigen Saisonverlaufs. Der Tabellenführer ist beim Tabellenzweiten - SG Gahmen - zu Gast und hat sich auf die Partie am Sonntag speziell vorbereitet. Der Grund dafür ist die Beschaffenheit des Platzes, auf dem sich die beiden Lüner Spitzenteams duellieren werden.

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Die Blau-Weißen, die normalerweise Kunstrasen gewöhnt sind, erwartet am Sonntag ein heißer Tanz auf der Gahmener Asche. Die SGG trägt ihre Heimspiele nämlich auf dem roten Ascheplatz an der Gahmener Straße aus: eine Umstellung für die Alstedder. Daher hat Tim Hermes zu besonderen Maßnahmen gegriffen und zwei der drei Trainingseinheiten in dieser Woche modifiziert.

Training auf Asche

Am Mittwoch und am Freitag ließ Hermes seine Jungs auf den Ascheplätzen des TuS Niederaden und des FC Brambauer trainieren, damit sich die Kicker an den ungewohnten Untergrund gewöhnen. „Asche und Kunstrasen ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Dementsprechend werden wir unser Spiel auch etwas umstellen. Wie das genau aussehen wird, entscheiden wir am Sonntag. Wir haben mehrere Varianten im Kopf. Allen voran wird aber am wichtigsten sein, dass wir das Spiel zu 100 Prozent annehmen, dass wir um jeden Ball kämpfen, aggressiv in den Zweikämpfen sind und konsequent verteidigen“, so Hermes.

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Der TuS Niederaden trainierte also am Mittwoch beim SV BW Alstedde. Amel Mesic, Trainer des TuS, betont, dass diese Aktion nicht gegen Gahmen gerichtet sei. „Wir wollen keinen bevorteilen. Für uns ist es aber auch mal schön, auf Kunstrasen zu trainieren, von daher hat sich das super angeboten. Ich kenne Andreas Hermes (Co-Trainer BW Alstedde, Anm. d. Red.) auch sehr gut und wir haben ein gutes Verhältnis zu Alstedde“, so Mesic.

Eine clevere Vorgehensweise

Bülent Kara, Trainer der SG Gahmen, bezeichnet die Vorgehensweise der Alstedder, den Trainingsplatz zu wechseln, als clever. „Ich hätte es genauso gemacht. Das zeigt aber auch, dass Alstedde Respekt vor uns hat“, so Kara, der betont, dass auch seine Jungs „brandheiß“ seien und das Spiel herbeisehnen. Dass das Spiel am Sonntag schon fast die letzte Chance für Gahmen ist, den Titelkampf noch einmal richtig spannend zu machen, ist Kara bewusst. Aktuell trennen beide Teams in der Tabelle zwölf Punkte, wobei die Gahmener noch ein Spiel mehr absolvieren müssen. „Wir werden für die letzte Chance alles geben. Ganz Gahmen brennt auf das Spiel. Die Favoritenrolle gebe ich aber trotzdem gerne ab. Alstedde hat ein Ziel und einen sehr akribischen Trainer, der die Mannschaft sehr gut einstellt“, so Kara weiter, der nicht ins offene Messer laufen wolle.

Tim Hermes ist der angesprochene „akribische Trainer“, der ein schwieriges Spiel erwartet. „Gahmen will und muss gewinnen. Es wird mit Sicherheit ein kampfbetontes Spiel, wo vor allem Moral und Hingabe wichtig sein werden. Für uns gilt nochmal alles rauszuhauen. Es ist das letzte Hinrunden Spiel. Danach haben wir erstmal zwei Wochen Verschnaufpause. Natürlich fahren wir nach Gahmen, um die gute Hinrunde zu krönen“, so Hermes abschließend.

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