BWA-Trainer Hermes: „Es fehlt noch die Routine“

Fußball: Kreisliga

Im Sommer hat Andreas Hermes (51) den Trainerjob beim Fußball-A-Ligisten BW Alstedde übernommen. Nach 13 Partien scheint sicher: Der Tabellensiebte wird in dieser Saison mit dem Auf- und Abstiegskampf nichts zu tun haben. Im Interview hat er über die Entwicklung seines Teams und mittelfristige Ziele gesprochen.

ALSTEDDE

, 09.11.2016, 16:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
BWA-Trainer Hermes: „Es fehlt noch die Routine“

Die Entwicklung seiner Mannschaft stimmt Alsteddes Trainer Andreas Hermes zuversichtlich.

14 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter Phönix Eving, 16 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Ist es schwierig, da die Motivation aufrecht zu erhalten?

Nein. Man muss sehen, mit welcher Zielsetzung wir in die Saison gegangen sind. Es wäre sehr ambitioniert gewesen, um den Aufstieg mitspielen zu wollen. Wir haben einen Umbruch vollzogen, viele Jugendspieler integriert und uns kleine Ziele gesetzt.

Zum Beispiel?

Wir wollten weniger Gegentore bekommen und mehr Treffer erzielen. Wir haben fast vier Tore im Schnitt pro Spiel geschossen. Das ist sehr positiv. Die vergangene Saison hat Alstedde auf Rang elf beendet. Spielen wir in diesem Jahr um den vierten oder fünften Platz mit, wäre das eine sehr gute Ausbeute.

Welche Spieler haben sich besonders gut entwickelt?

Junge Spieler wie Tim Kirchhoff und Patrick Röll bekommen immer mehr Einsätze. Kevin Röll kam aus der dritten Mannschaft von Wethmar und hilft uns enorm mit seiner Schnelligkeit. Pierre Katarzynski hat schon 18 Tore erzielt. Ihm tut es gut, die klare Nummer 9 zu sein.

Was fehlt dieser Mannschaft noch nach ganz oben?

Zu Beginn hatten wir vermeidbare Punktverluste. Es fehlt noch ein bisschen die Routine. Viele haben reichlich Potenzial, müssen in gewissen Situationen aber noch abgewichster sein. Was die fußballerischen Fähigkeiten angeht, fehlen uns Linksfüße. Da haben wir nur Benedikt Kuhne, der spielt aber meist in der Verteidigung.

Innerhalb der Mannschaft scheint es zu stimmen. Ein richtiger Eindruck?

Ja. Wir haben die Spieler ja nicht nur nach Leistung geholt. Die meisten Jungs kannte ich schon. Das ist eine gute Truppe. Am Sonntag haben wir uns noch zusammen das Regionalliga-Spiel zwischen Oberhausen und Essen angeschaut und anschließend ein paar Bier getrunken.

Die Dortmunder A-Liga wird meist als stark eingeschätzt. Sehen Sie das auch so?

Definitiv. Einige Teams sind sehr ambitioniert, es wird viel investiert. Ich würde auch lieber in Unna-Hamm spielen. Wir hätten viele Derbys. Ich denke, dort könnten wir jetzt schon unter den besten drei oder vier Teams stehen.

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