Coronakrise: Viele Lüner Fußballer stellen den Trainingsbetrieb ein - es gibt aber Ausnahmen

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Das Coronavirus hat auch die Stadt Lünen weiter im Griff. Der Spielbetrieb der heimischen Fußballer ist bis April eingestellt. Ruht deswegen auch der Trainingsbetrieb?

Lünen

, 15.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis Mitte April müssen die Lüner Fußballer und Co. auf ihr nächstes Spiel mindestens warten. Das Coronavirus zwingt auch die Kicker aus der Lippestadt zu diesen Maßnahmen. Doch Sportler wären nicht Sportler, wenn sie sich nicht fit halten wollen würden. Den Trainingsbetrieb haben viele Vereine allerdings ebenso als Schutzmaßnahme gegen das Virus eingestellt. Wir liefern einen Überblick.

Lüner SV: „Ich habe meinen Jungs erst einmal bis Montag freigegeben, damit die Spieler alles über das Wochenende sacken lassen können“, sagt LSV-Trainer Christian Hampel. Am Dienstag wolle Hampel sich mit seinen Spielern dann erstmalig wieder treffen, um die weiteren Pläne zu besprechen. „Mein Plan ist es, in den nächsten vier Wochen zwei Mal zu trainieren - dienstags und freitags“, so Hampel, der betont: „Ich werde aber keinen zwingen. Wenn ein Spieler damit aus gesundheitlichen Gründen Probleme hat, habe ich Verständnis dafür“.

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BV Brambauer Beim Bezirksligisten BV Brambauer ruht der Trainingsbetrieb vorerst. „Der Verein möchte so seine Mitglieder und die Angehörigen vor entsprechenden Infektionen schützen und kann so gegebenenfalls seinen Teil dazu beitragen, die Pandemie einzudämmen“, sagt BVB-Trainer Jascha Keller.

Westfalia Wethmar II: Der Trainingsbetrieb bei der Wethmarer Westfalia ruht ebenso wie der Spielbetrieb bis zum 19. April. „Es ist aber wichtig, dass sich die Jungs anderweitig fit halten. Vielleicht gehen wir in kleineren Gruppen zusammen laufen - jeder so, wie er Lust hat. Trotzdem ist aber jeder gefordert, damit der Einstieg nicht holprig verläuft“, sagt Trainer Paul Mantei.

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BW Alstedde: Der SV BW Alstedde verzichtet in der nächsten Woche komplett auf den Trainingsbetrieb. „Wie es danach weitergeht, kann man jetzt noch nicht sagen. So lange wie es in unserer Hand liegt, entscheiden wir von Woche zu Woche. Ich gehe aber stark davon aus, dass die Saison in den nächsten Wochen abgebrochen wird. Die Gesundheit steht über allem“, sagt Trainer Tim Hermes.

SG Gahmen: „Wir werden uns mit dem Vorstand zusammensetzen und gemeinsam entscheiden, wie wir vorgehen“, sagt SGG-Trainer Bülent Kara. In der kommenden Woche wolle sich Kara mit den Verantwortlichen beratschlagen. „Persönlich will ich, dass wir fit bleiben, aber es geht um die allgemeine Gesundheit. Das müssen wir alle zusammen entscheiden“, so Kara.

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SV Preußen Lünen: Die Anlage des SV Preußen Lünen ist bis zum 19. April gesperrt. „Wir wollen uns solidarisch zeigen. Das ist momentan eine absolute Ausnahmesituation. In den nächsten Tagen besprechen wir alles weitere“, sagt Trainer Stefan Urban. Die SVP-Spieler sollen sich allerdings selbstständig fit halten. „Wie sie es machen, bleibt ihnen selbst überlassen“, sagt Urban, der mit seinen Spielern per WhatsApp in Kontakt stehen.

VfB Lünen: Der Vorstand des VfB Lünen hat die Platzanlage bis auf Weiteres gesperrt. „Das war die einzig logische Entscheidung. Es wäre nicht zu rechtfertigen gewesen, den Trainingsbetrieb trotz aller Schutzmaßnahmen weiter aufrecht zu erhalten. Wir stellen somit den Trainingsbetrieb ein, werden aber von Tag zu Tag die Lage neu bewerten“, sagt Daniel Serges aus dem VfB-Trainerteam. Er verweist allerdings darauf, dass die Spieler individuell trainieren sollen.

TuS Niederaden: Der TuS Niederaden stellt den Trainingsbetrieb bis zum 31. März ein. „Wir wollen nichts riskieren. Wenn die Situation so ist, muss es schlimmer sein, als wir wissen. Ich wünsche allen Gesundheit“, sagt Coach Amel Mesic.

BV Lünen: Der BV Lünen trainiert aktuell nicht, die Sportanlage in der Geist ist gesperrt. „Wir sind keine Ärzte und halten uns natürlich an die Vorgaben“, sagt Spielertrainer Dennis Gerleve. Seine Spieler sollen pro Woche allerdings zwei Mal locker laufen gehen. „Wie genau die Auswirkungen aussehen werden, weiß aber noch kein Mensch. Das ist ja eine längere Pause als im Sommer“, so Gerleve.

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