Coronavirus: Eine neue Lüner Mannschaft könnte den Aufstieg verpassen

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Eigentlich waren sie zu gut für ihre Liga, gewannen nur zwei Spiele nicht. Das Coronavirus könnte nun ihren Aufstieg verhindern. Auch Türkspor Dortmund spielt dabei eine Rolle.

Brambauer

, 16.04.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Basketballer oder Tischtennis-Spieler haben ihre Saison längst beendet. Viele andere Sportler, darunter Fußballer und Handballer, wollen sich dem Coronavirus allerdings noch nicht geschlagen geben. Doch solange weiter Unklarheit herrscht, bleiben viele Mannschaft im Ungewissen darüber, in welcher Spielklasse sie demnächst an den Start gehen werden. So auch einige Kreisliga-Fußballer aus Lünen.

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„Wir haben bis jetzt eine sehr gute Saison gespielt und ein Aufstieg würde das ganze natürlich krönend abschließen, bis zu der Pause hatten wir einen sehr guten Lauf“, sagt Yildiz Arslan. Arslan trainiert den BV Brambauer III. Vor der Saison meldete die Mannschaft neu in der Kreisliga C4 Dortmund. Dort erwies sich nur die Reserve des ambitionierten Bezirksligisten Türkspor Dortmund als konkurrenzfähig mit den Brambaueranern.

Das Duo führt die Liga mit großem Vorsprung an. Zum Zeitpunkt der Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie ergibt sich ein spannendes Tabellenbild. Türkspor steht an der Spitze, sammelte bis dato 39 Punkte. Mit 37 Zählern liegt der BVB unmittelbar dahinter - und hat ein Spiel weniger absolviert. Da beide Teams nur jeweils zwei Spiele nicht für sich entscheiden konnten, ist davon auszugehen, dass die Brambaueraner die zusätzliche zu absolvierende Partie wohl erfolgreich bestritten hätten und damit den direkten Aufstiegsplatz eingenommen hätten. Am Sonntag wäre es zum direkten Duell gekommen.

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Corona verhinderte das - vorerst. Noch immer haben DFB und FLVW nicht darüber entschieden, ob und wie es weitergehen könnte mit der Saison 2019/2020. Klar wurde in den vergangenen Wochen nur: Die Verbände tun sich mit einem Abbruch und einer möglichen Wertung schwerer als andere Sportarten.

BV Brambauer III spielt besonders diszipliniert

Beim BVB ist man angesichts des möglichen Aufstiegs allerdings entspannt. Arslan zollt dem großen Kontrahenten Respekt: „Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass wir mit Türkspor Dortmund einen hochwertigen Konkurrenten haben, der immer wieder auf starke Spieler aus der Ersten zurückgreifen kann und auch macht.“ Das bedeutet allerdings nicht, dass sich die Brambaueraner vor dem Gegner mit dem klangvollen Namen verstecken. „Wir haben eine sehr gute Truppe, die stark miteinander harmoniert. Das steht bei uns mehr im Vordergrund, wir wollen gemeinsam Spaß haben, und dass wir dabei noch erfolgreich sind, motiviert umso mehr“, so Arslan.

Besonders hervorheben möchte er, dass der BVB bislang ohne Platzverweis durch die Saison gekommen ist. Anderer Vereine sind laut Fairnesstabelle in dieser Kategorie längst in zweistelligen Gefilden angekommen. Arslan sei selbst über zehn Jahre als Schiedsrichter im Kreis Dortmund tätig gewesen und weiß daher um die Bedeutung dieser Disziplin. Das Umfeld beim BV Brambauer spiele dabei eine große Rolle, so Arslan.

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Darum, dass die große Rolle, die sein Team in der Kreisliga C spielt, auch am Ende mit einem Aufstieg belohnt wird, macht Arslan sich wenig Sorgen. Platz zwei berechtigt immerhin noch zur Teilnahme an einer Aufstiegsrunde. Aber auch eine Annullierung der Spielzeit steht im Raum. „Es wäre dann höhere Gewalt und jede Mannschaft hätte das gleiche Los gezogen. Damit müssten wir dann halt leben“, gibt sich Arslan unaufgeregt.

Yildiz Arslan unterbreitet Vorschlag fürs Saisonende

Einen Vorschlag, wie sein präferiertes Saisonende aussehen würde, unterbreitet er aber dennoch. „Wir würden gerne die Saison zu Ende spielen“, sagt Arslan. Das sei machbar, da durch die Absage der Europameisterschaft ein Spielbetrieb über den ganzen Sommer hinweg „machbar“ sei. „Doch die Gesundheit steht im Vordergrund“, so Arslan. Auch eine Regelung wie im Basketball hält er für möglich. Dort erhalten alle Mannschaft das Startrecht für die nächsthöhere Liga, die rechnerisch und realistisch noch aufsteigen könnten. Dazu würde dann auch der BV Brambauer III gehören - ebenso wie die Reserve des Vereins.

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