Dariusz Lassottas großer Traum ist Olympia 2020

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Er ist jung, ehrgeizig und lässt sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen. Der 20-jährige Dariusz Lassotta ist leidenschaftlicher Boxer des BC Gahmen - und hat sich große Ziele gesetzt.

Lünen

, 13.03.2019, 14:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der 20-Jährige ist eines der größten Nachwuchstalente Deutschlands und hat einen großen Traum: Olympia 2020 in Tokio. Dafür trainiert er hart. Sechsmal die Woche stehen Trainingseinheiten in verschiedenen Bereichen an. Neben dem Kraft- und Ausdauertraining sowie dem Techniktraining stehen auch Einheiten zur Regeneration an. „Ich gehe zweimal die Woche schwimmen. Das dient der Entspannung“, sagt Lassotta.

Der Lehramt-Student für Haupt- Real- und Gesamtschulen ist zum Boxsport unter anderem aufgrund seiner Hautfarbe gekommen. „Mama und Papa wollten immer, dass ich einen Sport ausübe, wo ich mich selbst verteidigen kann. Die Selbstverteidigung stand also im Vordergrund“, berichtet er. Lassotta, der nigerianische Wurzeln hat, ist dunkelhäutig, hat aufgrund dessen schon einige negative Erfahrungen in der Schule und Freizeit gemacht. „Durch den Sport habe ich ein noch stärkeres Selbstbewusstsein bekommen“, erzählt er.

Von Bergkamen zum BC Gahmen

Das Boxen hat ihn auf einen guten Weg gebracht. Sowohl persönlich als auch schulisch hat Lassotta sich bestens entwickelt. Er hat sein Abitur am Lippe Berufskolleg Lünen absolviert und hat ein Lehramt-Studium mit den Fächern Sport und Sozialwissenschaften an der TU Dortmund begonnen.

„Durch den Sport habe ich ein noch stärkeres Selbstbewusstsein bekommen.“
Dariusz Lassotta

Mit zwölf Jahren ging es zum ersten Boxtraining zum Boxsportclub Bergkamen. Ein Jahr lang war er dort aktiv, hörte dann aber auf, weil ihm das nicht so gefiel. Mit 15 Jahren probierte er es erneut in Bergkamen. Doch der Verein gefiel ihm einfach nicht. 2014 ist er schließlich zum BC Gahmen gekommen, wo er sich pudelwohl fühlt. „Ein toller Verein, der sehr familiär ist“, sagt Lassotta.

Dariusz Lassotta war Deutscher Vize-Meister

Der Wohlfühlfaktor spiegelt sich auch in seinen sportlichen Leistungen wider. Er wurde 2016 Deutscher U12-Vizemeister und Dritter bei der U19. Seine Gewichtsklasse ist plus 91 Kilogramm. Dort boxt er am besten. Zwischenzeitlich versuchte er es bis 91 Kilogramm, nahm in kurzer Zeit viele Kilogramm ab. Doch diese Klasse war für ihn nichts. „Da lief es nicht so gut. In der Klasse plus 91 Kilogramm fühle ich mich einfach viel wohler“, berichtet er.

Am 31. März stehen die Westfalenmeisterschaften an. Dort will er Meister werden, um an den NRW-Meisterschaften und letztendlich auch in diesem Jahr im Sommer bei der Deutschen in Berlin antreten zu können. Dort will er es ins Finale schaffen. Denn nur die Finalisten haben Chancen auf die internationalen Quali-Turniere für Olympia. Lassotta hat sein Ziel fest vor Augen.

Lassotta startet bei Turnier in Australien

Er will alles geben, will hart trainieren, um vielleicht bei Olympia 2020 dabei sein zu können. Internationale Erfahrung sammelt er auch in diesem Jahr bei einem großen Turnier in Australien, das Mitte August stattfindet. Dort ist er zwei Wochen lang im Einsatz.

Sein großes Vorbild ist der britische Boxer Anthony Joshua, der amtierender Weltmeister im Schwergewicht nach Version IBF, WBA, WBO und IBO ist. Auch er hat nigerianische Wurzeln. „Das inspiriert mich sehr“, sagt Lassotta. Der 20-Jährige liebt das Boxen. Er liebt den Gang in den Ring, genießt ihn immer wieder aufs Neue: „Das gibt einem den richtigen Kick. Man weiß, man geht die Treppen hoch und in dem Ring ist die Luft ganz anders. Man weiß, da ist der Gegner und man kommt da jetzt nicht raus.“

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