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Darum fehlen bei der Stadtmeisterschaft der TuS Niederaden und die SG Gahmen

rnFußball-Stadtmeisterschaften

Der Ball rollt bei den Feldstadtmeisterschaften der Junioren und acht Lüner Teams rennen ihm hinterher. Acht? Eigentlich gibt es in Lünen zehn Fußballvereine. Zwei fehlen also gänzlich.

Gahmen, Niederaden

, 24.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Wer sich die Spielpläne der Jugendfußball-Stadtmeisterschaften detailliert anschaut, der wird merken: Da fehlen zwei der insgesamt zehn Lüner Fußballvereine. Die SG Gahmen stellt in allen acht Altersklassen keine einzige Jugendmannschaft. Der TuS Niederaden meldete nur seine B-Juniorinnen an - und vor dem ersten Spiel wieder ab.

Zwar nehmen auch in anderen Vereinen die gemeldeten Mannschaften mit steigendem Alter der Jugendfußballer ab. Gar kein Team zu melden, davon sind andere Vereine allerdings weit entfernt. Wer in Gahmen und Niederaden nachfragt, bekommt eine eindeutige Erklärung dafür.

Asche und Naturrasen bei der Jugend unbeliebt

Beide Vereine nennen ihren Spieluntergrund als maßgebliche Ursache für den Schwund an Jugendmannschaften. Die SGG spielt an der Kaubrügge auf Asche, der TuS an der Kreisstraße auf Naturrasen. Alle anderen Vereine in Lünen sind mit einem Kunstrasenplatz ausgestattet - mit Ausnahme des FC Brambauer.

Darum fehlen bei der Stadtmeisterschaft der TuS Niederaden und die SG Gahmen

So sieht der Platz der SG Gahmen an der Kaubrügge aus. Junge Sportler lockt man damit offenbar nicht an. © Foto: Goldstein

„Wir merken tatsächlich, dass die Asche ein großer Faktor ist“, sagt Tolga Demir, Geschäftsführer und Sportlicher Leiter bei der SG Gahmen. Auch Sascha Holz, Vorsitzender des TuS Niederaden, sagt: „Das Hauptproblem ist der Platz.“

Winter bedeutet auch in Niederaden Asche

Wo es noch verständlich scheint, dass Kinder und Jugendliche nicht ständig auf Asche trainieren wollen, erstaunt es allerdings, dass auch der Naturrasen in Niederaden nicht auf Zustimmung stößt. Für die Älteren gebe es wohl „nichts schöneres“, sagt Holz. Aber: „Es gibt auch einen Winter. Und der heißt bei uns: Es geht auf Asche.“ Auf Kunstrasen gibt es solche Probleme nicht in diesem Ausmaß.

Entsprechend muss Holz feststellen: „Bei uns ist die Jugend in den letzten Jahren sehr zurückgegangen.“ Das liegt aber auch an der Lage der Niederadener. Schließlich ist es nicht weit bis zu den Plätzen des SV Preußen oder des SuS Kaiserau. Die spielen jeweils - Überraschung - auf Kunstrasen.

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Auffällig ist, dass der TuS im weiblichen Jugendbereich zuletzt eine Mannschaft stellen konnte. Die B-Juniorinnen beendeten die abgelaufene Saison in der Kreisliga A immerhin auf Rang acht. Holz erklärt: „Wir waren einer der ersten Vereine, die den Frauen- und Mädchenfußball ernstgenommen haben.“ Da habe der TuS auch engagierte Leute, die den Fußballerinnen zeigen, dass sich gleichwertig mit dem Männerfußball sind, so Holz.

Gahmen meldet eine B-Jugend

Bei der SG Gahmen scheint es sogar realistisch, dass die Blau-Gelben schon bei der nächsten Stadtmeisterschaft - die Hallentitelkämpfe im Winter - wieder eine Mannschaft stellt. Für die kommende Spielzeit hat Demir eine B-Jugend gemeldet, die aus Spielern besteht, die die Spiele der Herren an der Kaubrügge regelmäßig verfolgte. „Da ist der Wettkampfgedanke noch im Hintergrund“, sagt Demir. Die ersten Einheiten laufen bereits.

Für die SGG, die zuletzt mit den Herren in die Kreisliga A aufgestiegen ist und sich scheinbar im Aufwind befindet, ist der Aufbau einer Jugendabteilung der nächste Schritt. „Definitiv“, sagt Demir. Er schickt direkt eine Kampfansage an die Konkurrenz hinterher: „Wenn wir einen Kunstrasen hätten, sehe es für den einen oder anderen Verein sehr schlecht aus.“ Die aktuellen Stadtmeisterschaften müssen allerdings noch gänzlich ohne Beteiligung Gahmens auskommen.

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