Dennis Gerleve vom BV Lünen 05 gibt sich kämpferisch: „Der Aufstieg ist noch möglich.“

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Es scheint sich richtig was zu tun, bei den 05ern. Anfang Januar wurde der A-Liga-Aufstieg schon sicher abgeschrieben und nun scheint neue Euphorie an der Moltkestraße zu entstehen.

von Nico Ebmeier

Lünen

, 12.02.2020, 12:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wirkte schon fast wie Resignation, als Dennis Gerleve den Aufstieg Anfang Januar schon endgültig abschrieb. Knapp einen Monat später gibt sich der BV Lünen-Coach völlig kämpferisch: „Es ist noch alles drin. Wir werden bis zum Ende Vollgas geben.“

Die 05er hatten vor Saisonbeginn extra die Staffel gewechselt und gehen nun als Zweitvertretung in der Kreisliga B4 Dortmund an den Start. Das Ziel ganz klar: Der Aufstieg. Doch zumindest in der Hinrunde konnte dieses Ziel nicht wirklich erreicht werden. Fünf Punkte stehen die Lüner hinter Ligaprimus SV Körne, der dazu sogar noch ein Nachholspiel machen muss. Auch zu Platz 2, der zur Aufstiegsrelegation berechtigen würde, sind es noch vier Punkte Abstand.

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In der Winterpause jedoch scheint Spielertrainer Gerleve genau die richtigen Worte gefunden zu haben. Bei den Lüner-Stadtmeisterschaften gewann der BV die starke Gruppe A mit den überkreislich spielenden Mannschaften aus Wethmar und vom LSV und auch die Testspiele draußen verliefen erfreulich aus Sicht des Ligafünften. Drei Spiele, drei Siege, 16 Tore. „Wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden“, sagt auch Gerleve. „Es verlief weitaus besser, als ich es mir vorgestellt habe.“

Drei Siege in drei Vorbereitungsspielen beim BV Lünen

Gegen die geballte B-Liga-Konkurrenz vom PSV Bork (5:1), vom BV Brambauer II (5:0) und von Phönix Eving (6:5) ging die Mannschaft von der Moltkestraße stets als verdienter Sieger vom Platz. „Wir waren in jedem Spiel die bessere Mannschaft. So können wir in die Liga starten“, sagt Dennis Gerleve.

Dabei hatte der BV-Coach im Training kaum spielerische Akzente im Training gesetzt: „Wir sind von der Qualität her mit Sicherheit eine der beiden besten Mannschaften der Liga. Deshalb sind die Jungs in der Winterpause ordentlich laufen gegangen. Die Kondition war unser großes Problem.“ Kondition, die es bei der Lüner-Spielweise eben braucht. „Wir würden gerne 90 Minuten lang Vollgas-Fußball spielen und hoch anpressen. Dafür brauchen wir die nötigen Körner.“

Generell sieht Gerleve den Aufstieg noch absolut im Bereich des Möglichen, denn direkt am ersten Spieltag nach dem Winter können die Lüner im Spitzenspiel gegen Körne (16.02., 13 Uhr) die Liga wieder ordentlich auffrischen. „Gewinnen wir das Ding, sind wir nur noch zwei Punkte hinter der Spitze. Und falls nicht, können wir immer noch den zweiten Rang angreifen.“

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Dabei hatte die Gerleve-Truppe zum Jahreswechsel eine Hiobsbotschaft erreicht: Leistungsträger Andreas Ost verließ die Lüner überraschend und wechselte zum Bezirksligisten BW Alstedde. „Das ist eine absolute Vollkatastrophe, er ist einer unserer wichtigsten Spieler“, sagte der Coach damals. Doch mit Patrick Fischer scheint wunderbarer Ersatz gefunden zu sein. Der 25-jährige Allrounder kam vom Landesligisten TuS Wiescherhöfen und scheint sich bestens auf der Ost-Position eingefunden zu haben.

Robin Hagemeyer sticht heraus

Zu Fischer hat sich aber auch ein anderer Spieler in der Vorbereitung ins Rampenlicht gespielt. Robin Hagemeyer „hat gefühlt zehn Tore in drei Spielen gemacht. Das ist Wahnsinn“, so Gerleve. Auch, wenn es „nur“ acht Tore waren, scheint der BV dennoch trotzdem ein neues Sturmjuwel zu haben.

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