Der Lüner SV empfängt seinen Ex-Trainer

Fußball: Westfalenliga

Über drei Jahre hat Christian Hampel den Lüner SV trainiert. Am Sonntag kehrt er an seine alte Wirkungsstätte in Schwansbell zurück. Die Lüner wollen es ihrem Ex-Trainer aber nicht zu leicht machen und lieber ihre starke Heimbilanz weiter ausbauen. Auf dem Papier stehen die Chancen des LSV dafür gar nicht schlecht.

LÜNEN

, 13.10.2017, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Lüner SV empfängt seinen Ex-Trainer

Lukas Ziegelmeir (l.) hat sich fit gemeldet. Der Sechser des Lüner SV ist nach Schulterproblemen zurück im Training und wird am Sonntag gegen Iserlohn auflaufen können.

Fußball: Westfalenliga 2 Lüner SV - FC Iserlohn Sonntag, 15 Uhr, Schwansbeller Weg 7a, Lünen

Den Saisonstart mit dem Fußball-Westfalenligisten FC Iserlohn hatte sich Hampel anders vorgestellt. Nach zwei vierten Plätzen in den beiden vorangegangenen Spielzeiten galt sein Team als Mitfavorit. Stattdessen holte Iserlohn aus den ersten sechs Spielen ein mageres Pünktchen. Mittlerweile steht der Tabellenzwölfte bei sieben Zählern.

„Unsere Leistungen standen in keinem Verhältnis zu den Ergebnissen. Das hat dann auf Selbstvertrauen gedrückt“, erklärte Hampel am Freitag. Mit bereits 28 Gegentoren stellt Iserlohn die schlechteste Defensive der Liga. „Natürlich haben wir uns das anders vorgestellt. Mir fehlen aber seit Wochen acht Abwehrspieler. Das kann keine Mannschaft der Welt kompensieren“, sagte der 47-Jährige, der aus dem aktuellen Kader des Lüner SV nur mit Matthias Drees zusammengearbeitet hat. „Ein Top-Junge. Ich habe ihn damals aus der Jugend zu den Senioren geholt“, sagte Hampel, der betonte: „Ich bin immer gerne zu Gast beim Lüner SV. Mit einigen Vorstandsmitgliedern habe ich noch Kontakt.“

Die Entwicklung in Schwansbell hat Hampel im Blick. „Die Mannschaft hat Individualisten wie Ekici und Ribeiro verloren, kommt jetzt eher übers Kollektiv. Das schadet dem Team aber nicht.“ Zumindest nicht bei Heimspielen. Deren vier haben die Lüner bislang bestritten, dabei zehn ihrer insgesamt 14 Punkte geholt. „Auswärts läuft es noch nicht. Umso wichtiger ist, dass wir zu Hause punkten“, sagte LSV-Coach Mario Plechaty, für den das Aufeinandertreffen mit seinem Vorgänger, den er im September 2013 nach einem Fehlstart in die Landesliga beerbt hatte, „ein ganz normales Spiel“ ist.

Der Iserlohner Tabellenstand verwundert Plechaty auch: „Ich hatte sie weit vorne gesehen.“ Das sei jedoch nicht seine Baustelle. Für ihn gehe es darum, die richtige Formation zu finden. Sicher scheint: Fabian Pfennigstorf und Aboubakar Fofana bilden einen Zwei-Mann-Sturm, Lukas Ziegelmeir kann trotz Schulterproblemen spielen, Ersatzkeeper Michel Josch läuft für den gesperrten Florian Fischer auf. 

Matthias Göke ist im Urlaub, Ali Bozlar erkrankt. „In der Viererkette müssen wir uns noch was einfallen lassen“, sagte Plechaty, der besonders vor den Iserlohner Angreifern Lukas Lenz und Kingsley Nweke warnt. Plechaty: „Iserlohn hat defensiv offensichtlich Probleme. Also sollten wir sie dort auch beschäftigen.“

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