Der Lüner SV holt die ersten Punkte

Handball in Lünen

Bis zum 13. Spieltag hat es gedauert, nun sind die ersten Punkte im Sack: Der Lüner SV hält seine Chance auf den Klassenerhalt am Leben. Auch der VfL Brambauer war erfolgreich.

Lünen, Brambauer

, 13.01.2019, 20:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Lüner SV um Benjamin Miehle bejubelte den ersten Saisonsieg.

Der Lüner SV um Benjamin Miehle bejubelte den ersten Saisonsieg. © Weitzel

Da ist der erste Punktgewinn! Die Handballer des Lüner SV haben am 13. Spieltag die ersten Zähler der Saison eingefahren. „Die Erleichterung ist sehr groß“, sagte ein überschwänglicher LSV-Spielertrainer Christian Neve nach dem 28:23-Erfolg über den TuS Eintracht Overberge am Sonntag.

Bezirksliga Hellweg
Lüner SV – Eintracht Overberge
28:23 (9:12)

Zur Pause lagen die Lüner noch mit 9:12 zurück, steigerten sich im zweiten Durchgang aber an beiden Enden des Feldes. Nach einer knappen Dreiviertelstunde lag der LSV meistens vorne und ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen – und das, obwohl die Rot-Weißen in der Schlussphase zumeist in Unterzahl agieren mussten. Rückkehrer Till Wildemann war mit sechs Treffern gleich ein Garant für den erste Saisonsieg. Durch den Erfolg springen die Lüner auf den 13. und vorletzten Platz der Bezirksliga – der könnte am Ende schon zum Klassenerhalt reichen.

Lüner SV: Karanski/Hangebrock – Mai (3), Gores, Wildemann (6), Droste (1), Höfler, Donat (3), Leder (2), Stroscher, Olschewski (1), Neve (1), Miehle (6), Schmidt (5)

Brambauer. Das hatte man nicht kommen sehen. Überraschend deutlich schlugen die Handballer des VfL Brambauer am Sonntagabend den HTV Recklinghausen in der Landesliga. Nach einem 40:27-Sieg sah die Leistung des VfL allerdings zunächst nicht aus.

Landesliga 3

VfL Brambauer – HTV Recklinghausen 40:27 (18:18)

Man war schon etwas verwundert, wenn man letztlich das 40:27 auf der Anzeigentafel erblickte. Zur Halbzeit stand dort mit einem 18:18 noch ein Unentschieden. Beide Teams zeigten im ersten Durchgang wenig Biss in der Abwehr und ließen leichte Tore aus dem Rückraum zu. Für den VfL agierte Kim Freitag stark, der zur Pause schon neun Tore auf dem Konto hatte und die HTV-Keeper andauernd in die falsche Ecke schickte. „Wir sind echt nicht ins Spiel gekommen. Das geht besser“, sagte Brambauers Trainer Nadim Karsifi.

Folglich richtete er in der Halbzeitpause deutliche Worte an seine Mannschaft. Zu sehr erinnerte die VfL-Leistung an die Reihe von Spielen vor der Weihnachtspause, als die Brambaueraner mehrere Spiele verloren, die sich eigentlich im Griff zu haben schienen. Doch dieses Mal schlug das Pendel nicht knapp zugunsten des Gegners aus, sondern überdeutlich zur VfL-Seite. Brambauer verteidigte auf einmal „bärenstark“, wie Karsifi sagte, und ließ nur noch neun weitere Gegentreffer zu. Auch vorne entfachte Karsifis Halbzeitansprache die nötige Leidenschaft, 40 Tore wirft der VfL selten. „Da sind wir geil mannschaftlich aufgetreten. Das war wieder mit Leidenschaft“, so Karsifi.

Durch den sechsten Saisonsieg springt seine Mannschaft auf Rang sechs. Der extrem eng gestaffelten unteren Tabellenhälfte entkommen die Brambaueraner so vorerst. Der Anschluss an Platz vier ist sogar plötzlich hergestellt. Zum letzten Tabellenplatz sind es allerdings auch nur vier Zähler Vorsprung.

VfL Brambauer: Sträde/Welski – Richter (1), Lüke (4), L. Langmann (6/3), Baggemann (1/1), Wißemann, Kurt (4), Gärtner, P. Langmann (6), Freitag (11), Eder (1), Pohl (6), Ziepel

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