Der Lüner SV verliert im Sommer einen Neuzugang aus Iserlohn, der nie wirklich angekommen ist

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Der Lüner SV hat seinen nächsten Sommerabgang bestätigt. Nach Dominik Deppe verlässt auch ein zweiter Sommerneuzugang vom FC Iserlohn den Verein aus Schwansbell nach dieser Spielzeit.

Lünen

, 24.02.2020, 11:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Lüner SV hat den Rückrundenauftakt am Sonntag positiv gestaltet. Mit dem 2:1-Heimerfolg gegen den TuS Sinsen feierte der vom Abstieg bedrohte Westfalenligist ein echtes Erfolgserlebnis im Kampf um den Klassenerhalt. Ein Spieler stand dabei wegen einer Sperre nicht im Kader und wird auch in der kommenden Spielzeit nicht mehr für die Rot-Weißen auf dem Platz stehen.

Daniel Dreesen, Keeper beim Lüner SV, der im Sommer vom FC Iserlohn nach Schwansbell gewechselt war, verlässt die Mannschaft von Trainer Christian Hampel nach dieser Saison wieder. Für den 32-jährigen Schnapper geht es zurück zum FCI. Diese Nachricht vermeldete der FC Iserlohn vor dem vergangenen Spieltag. Hampel bestätigte den Wechsel am Sonntagabend.

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„Ja, Daniel wird zum FC Iserlohn zurückkehren“, sagte Hampel. „Er ist beim LSV nie so richtig angekommen und für ihn ist alles unglücklich gelaufen zu Beginn der Saison“, so Hampel weiter. Konkret meint Hampel damit, dass Ex-LSV-Trainer Marc Woller Dreesen zur vorläufigen Nummer zwei ernannte und auf Keeper Michel Josch zwischen den Pfosten baute.

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Daraufhin äußerte Dreesen öffentlich seinen Unmut und beklagte sich über seine Reservistenrolle, indem er Woller kritisierte. Die Folge war für Dreesen alles andere als zufriedenstellend. Hampel entschied, Dreesen in die Bezirksliga-Reservemannschaft der Lüner zu schicken. Dort zeigte Daniel Dreesen starke Leistungen, rückte schließlich auch wieder in die erste Mannschaft hoch und erkämpfte sich einen Stammplatz, als der LSV und Marc Woller getrennte Wege gingen. „Das unglückliche Interview hätte er so nicht machen sollen“, sagte Hampel am Sonntag.

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Den Tiefpunkt erlebte Dreesen dann aber in Dortmund - und zwar nicht auf dem Feld, sondern auf dem Hallenparkett bei den Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften. Beim wilden Spiel zwischen dem LSV und Türkspor Dortmund kassierte Dreesen die Rote Karte, nachdem er Türkspor-Zuschauer provoziert hatte. Eine Sperre von drei Monaten muss der Keeper nun absitzen.

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Nun der Wechsel nach Iserlohn: Christian Hampel sieht die Situation rein personell nicht dramatisch. „Wir haben mit Mitch (Michel Josch, Anm. d. Red.) einen sehr guten Torwart. Iserlohn hat hingegen große Probleme auf der Torhüterposition, ist dort nicht gut aufgestellt“, sagt Hampel, der sich nun ganz entspannt nach neuen Torhütern umschauen wolle.

Daniel Dreesen verlässt den Lüner SV im Sommer.

Daniel Dreesen verlässt den Lüner SV im Sommer. © Patrick Schröer

Am Sonntag gegen Sinsen standen übrigens weder Dreesen noch Josch im Tor. Während Dreesen wie gesagt gesperrt fehlte, weilte Michel Josch bei einem Bundeswehr-Spezialeinsatz. Im Kasten stand dafür Alexander Ruscher, der auch dafür sorgte, dass die Lüner sich über den Dreier freuen durften.

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