Der Lüner SV verliert Spiel und Adjany Ibeme

Fußball-Westfalenliga

Ein Wochenende zum Vergessen für den Lüner SV. Der Westfalenligist kassierte am Sonntag bei der Spielvereinigung Erkenschwick eine 0:3-Niederlage. Daneben verlor der LSV auch einen Spieler.

Lünen

, 24.03.2019, 22:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Lüner SV verliert Spiel und Adjany Ibeme

Adjany Ibeme (2. v.l.) flog in Erkenschwick nach einer Notbremse gegen Timo Conde vom Platz.

Die schwache Auswärtsbilanz des Fußball-Westfalenligisten Lüner SV setzte sich am Sonntag auch bei der SpVg Erkenschwick fort. Anders als in Neheim spielte der Westfalenligist im Stimberg-Stadion schwach.

Westfalenliga 2

Erkenschwick – Lüner SV 3:0 (0:0)

Beide Teams tasteten sich zunächst ab. LSV-Spieler Marcel Ramsey hatte nach einem Ellenbogencheck gegen Dennis Weißendorf auf den Solarplexus Glück, noch auf dem Platz zu sein. Die Zuschauer waren fortan dabei und forderten bei zahlreichen Aktionen der Lüner eine Karte. Erkenschwick erspielte sich nach und nach einige gute Chancen. David Sawatzki schoss aus einem Meter aufs Tor. Florian Fischer lenkte den Ball noch drüber (11.). Auch beim Kopfball-Heber von Phillip Mandla (17.) passte Fischer auf. Als sich Adjany Ibeme nicht gegen Timo Conde durchsetzen konnte, war wieder Sawatzki zur Stelle und setzte das Leder knapp über den Querbalken.

Erkenschwicks Bernad Gllogjani probierte sein Glück aus der zweiten Reihe. Sein 24-Meter-Schuss berührte noch leicht die Latte (34.). Kurz vor der Pause wartete Gllogjani völlig freistehend zu lange, sodass Fischer den Winkel verkürzte und klärte (42.). Halbzeit-Fazit: Erkenschwick war klar besser. Der LSV hätte sich über einen Rückstand nicht beklagen können.

Nach dem Wechsel folgte die spielentscheidende Szene. Bei einem Tackling von Ibeme gegen Conde kam der Linksfuß der Spielvereinigung zu Fall. Der Schiedsrichter wertete die Aktion als Notbremse und zeigte Ibeme Rot (50.). Den anschließenden Freistoß hämmerte Gllogjani aufs Tor. Fischer ließ zur Seite abprallen. Die LSV-Abwehr schlief und Conde staubte zur Führung ab (70.)

Nur eine LSV-Chance

Nach einer Ecke von Lünens Lars Rustige eröffnete sich Stürmer Fabian Pfennigstorf die erste und letzte Chance der Lüner (59.). In Überzahl hatte Erkenschwick leichtes Spiel. Nach einem LSV-Angriff kamen nicht alle schnell genug zurück. Pass Sawatzki, Schuss Gllogjani aus kurzer Distanz – 2:0 (70.). „Die Messe war gelesen. Da muss Viktor Siljeg vorher schon klären“, sah Mario Plechaty die Szene.

Erkenschwicks Flügelflitzer Skandar Soltane besorgte mit seinem Schuss den 3:0-Endstand (76.). Erkenschwick beschränkte sich danach darauf, den Ball zu halten. Beim LSV hingen die Köpfe und das Spiel plätscherte bis zum Abpfiff dahin.

„Mit dem Spiel bin ich nicht zufrieden. Die beiden letzten Spiele waren wir besser. Erkenschwick war cleverer, galliger, wollte den Sieg und hat verdient gewonnen“, sagte Lünens Coach Mario Plechaty. „Wir hatten uns vorgenommen, stabil zu stehen. Das haben wir überragend gemacht und offensiv auch drei, vier Chancen erarbeitet. Wir haben Geduld bewiesen. Der Matchplan ging auf“, sagte Ahmet Inal, Trainer der Erkenschwicker, zum Spiel.

Erkenschwick: Kunz – Konarski, Gökdemir (80. Heine), Ilias, Gllogjani, Weßendorf (73. Tottmann), Mandla (59. Binias), Sawatzki, Conde, Soltane, Große-Puppendahl

Lüner SV: Fischer – Denizci (46. Lahr), Siljeg (73. Basic), Drees, Acar, Ramsey, Ibeme, Memic, Pfennigstorf, Rustige (73. Reis), Temur

Tore: 1:0 Conde (51.), 2:0 Gllogjani (70.), 3:0 Soltane (77.)

Rote Karte: Ibeme (Notbremse/50.)

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