Der nächste „Horstmarer Jung“: SV Preußen verstärkt sich mit Abwehrtalent

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Jung, talentiert und mit lokalem Bezug: Fußball-A-Ligist SV Preußen Lünen gibt die nächste Verstärkung für die kommende Spielzeit bekannt. Der Neuzugang passt exakt zur Philosophie des Teams.

von Thies Adam

Horstmar

, 05.05.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SV Preußen Lünen bastelt weiter an seinem Kader für die neue Saison. Das Team von Trainer Stefan Urban bleibt seiner Philosophie, junge Spieler entwickeln zu wollen, treu und holt nach Gianluca Kösling einen weiteren echten „Horstmarer Jung“.

Der 21-jährige Thomas Orfanidis kommt vom B-Ligisten TuS Niederaden an den Alten Postweg. Orfanidis ist in der Viererkette flexibel einsetzbar und hat auch in Niederaden bereits sämtliche Positionen bekleidet. Schon vor der Saison bemühte sich Urban um den Defensivspezialisten, Orfanidis hatte aber dem TuS schon zugesagt.

Thomas Orfanidis (l.) macht ab nächster Saison für den SV Preußen gegnerischen Stürmern das Leben schwer.

Thomas Orfanidis (l.) macht ab nächster Saison für den SV Preußen gegnerischen Stürmern das Leben schwer. © Foto: Günther Goldstein

Als dem Coach der Preußen aber zu Ohren kam, dass Orfanidis sich einen Tapetenwechsel vorstellen könnte, kam ein Kontakt schnell wieder zustande. „Thomas hat einen tollen Eindruck bei mir hinterlassen, rein menschlich. Ein junger Spieler, der sich auch schon bei den Senioren bewiesen hat. Er wohnt um die Ecke, kann zu Fuß zum Platz kommen. Ich bin froh, dass es geklappt hat“, freut sich Urban schon auf seinen neuen Schützling.

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Auch Orfanidis nennt das Engagement von Urban einen wichtigen Faktor für den Wechsel zum SV und zählt weitere Gründe auf: „Viele Freunde und bekannte Gesichter gibt es beim SVP, und die haben alle nicht locker gelassen, bis ich zugesagt habe. Zuletzt haben meine Leistungen auch verletzungs- und berufsbedingt stagniert und ich erhoffe mir in Horstmar einen Neuanfang und neuen Ansporn. Auch die Aussicht, wieder A-Liga zu spielen, hat mir zugesagt.“

Emotionaler Abschied vom TuS Niederaden

Trotzdem betont er auch, wie wohl er sich in seinen zwei Jahren in Niederaden trotz Abstiegs in die B-Liga und teilweise durchwachsenen Leistungen in der Corona-Saison gefühlt hat. „Die Moral der Mannschaft war ein wichtiger Faktor, warum ich trotz des Abstiegs geblieben bin. Auch wenn ich mich nicht auf dem Platz vom TuS verabschieden konnte, war es doch sehr emotional für mich. Bedanken möchte ich mich bei allen Mitspielern und Verantwortlichen des TuS für die geile Zeit und die netten Worte“, sagt er und fügt dann noch mit einem Schmunzeln hinzu: „Wenn es zeitlich passt, werden die Jungs vom TuS bei Bier und Bratwurst von mir unterstützt.“

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Niederadens Trainer Amel Mesic hatte mit einem Wechsel von Orfanidis gerechnet: „Der Wechsel von Thomas ist ja nicht ganz überraschend, und ob es der richtige Schritt ist, wird sich zeigen. Er ist ein sehr talentierter Junge, der aber auch noch viel lernen muss. Ich wünsche ihm alles Gute.“

Stefan Urban freut sich auf Verstärkung für die Viererkette

Stefan Urban möchte aus dem Hoffnungsträger „noch ein paar Prozent“ herausholen und hat bereits Pläne: „Wir brauchten Verstärkung in der Viererkette. Er mag es, in der Innenverteidigung zu spielen und das ist das, was uns gefehlt hat. Da erwarte ich, dass es bei uns fruchtet, so wie er auch in Niederaden ein wichtiger Spieler war.“

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Die aktuelle Saison, die nach der Empfehlung des FLVW abgebrochen werden soll, beendet der SVP auf Platz acht im gesicherten Mittelfeld. Die Abbruchs-Entscheidung findet Urban richtig und hofft, dass man ohne Verzögerung in die neue Spielzeit starten kann. Und auch für die teilweise verzwickten Entscheidungen im Aufstiegsrennen hat er einen Lösungsansatz: „Es wird Diskussionen und Härtefälle geben. Das Fairste wäre eine Quotenregelung oder so etwas Ähnliches, wie Playoffs und Entscheidungsspiele. Ich bin froh, dass wir unter den Entscheidungen nicht zu leiden haben und diese Entscheidungen auch nicht treffen müssen. Ich hoffe, dass es sowas in den nächsten hundert Jahren nicht mehr geben wird.“

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