Der VfB Lünen ist der fairste Verein in der A-Liga

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Wie fair sind Lünens A-Ligisten? In den Kreisen Dortmund und Unna-Hamm ist eine Fairness-Tabelle öffentlich einsehbar. Ein Lüner Verein ist demnach sogar das fairste Team seiner Liga.

von Niklas Dvorak

Lünen

, 04.12.2018, 17:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oben auf in der Fairness-Tabelle, somit auch in der realen Tabelle im oberen Bereich? Bei den Kreisliga-A-Fußballern des VfB Lünen sieht es so aus, als wäre die Fairness ein Indiz für eine gute Platzierung in der Punktetabelle. Mit erst 20 Gelben Karten, einer Gelb-Roten Karte und einer Roten Karte stehen die Süder auf dem ersten Rang der Fairnesstabelle und sind gleichzeitig auf dem zweiten Platz der Ligatabelle.

„Dass wir in der Tabelle der Fairness so gut dastehen und in der Punktetabelle auf dem zweiten Rang sind, hängt vielleicht ein klein wenig zusammen. Aber die Fairness wirkt sich nicht groß auf die normale Tabelle aus“, sagt VfB-Coach Mark Bördeling.

Der Unterschied zwischen Fairness und Härte

Ligakonkurrent SV Preußen 07 Lünen spielt in der Saison mit einem jungen Kader und steht auf dem zehnten Rang der Fairness-Tabelle. In der Punktetabelle sind die Horstmarer Siebter. Mit 40 Gelben, zwei Gelb-Roten und zwei Roten Karten hat der SV Preußen doppelt so viele Karten gesammelt wie der VfB Lünen. „Man muss auch zwischen Fairness und Härte unterscheiden. Wir sind eine junge Mannschaft und müssen körperlich dagegenhalten. Viele Spiele gewinnt man eben auch nur durch den Kampf“, sagt SVP-Coach Steven Koch.

Den Gegensatz zum VfB Lünen stellt in der Kreisliga A Unna-Hamm der TuS Niederaden. Ist eine Mannschaft, die im unteren Tabellendrittel steht, auch gleichzeitig eine Tretertruppe? Ein klares Nein! Niederaden ist in der Fairness-Tabelle als Sechster zwar nicht auf dem ersten Platz, aber in der Punktetabelle auf dem letzten. „Wir sind definitiv keine Mannschaft, die dem Gegner nur Schaden zufügen möchte. Es ist sehr subjektiv, denn es hängt sehr viel vom Schiedsrichter ab. Einige lassen zwei bis drei Aktionen laufen, andere bestrafen das erste Foul direkt mit einer Karte“, sagt Niederadens Coach Amel Mesic.

Strafenkataloge für Karten

„Wir sind von der Fairness her besser als im letzten Jahr. Das war für mich vor der Saison wichtig. Mir ist generell sehr wichtig, fairen Fußball zu spielen. Die Fairness-Tabelle ist für mich aber nicht wirklich aussagekräftig. Wir haben am Anfang betont, dass wir aggressiv spielen müssen, aber nicht unfair. Es hängt auch von der Qualität einer Mannschaft ab. Gute Teams brauchen weniger Fouls. Mit harten Aktionen und unsportlichem Verhalten würden wir uns ja nur selber schwächen. Das bringt in der momentanen Situation absolut nichts“, sagt Mesic.

Seine Kollegen aus dem Dortmunder Kreis finden Fairplay ebenfalls wichtig und würden dies auch vor der Mannschaft ansprechen. „Wir legen großen Wert auf Fairness. Klar muss man ab und zu mal ein Zeichen setzen im Spiel, aber man muss es nicht übertreiben. Wir wollen jedes Spiel so wenig Karten wie möglich bekommen. Wenn sich jemand unsportlich verhält, wird das nach dem Spiel auf jeden Fall angesprochen“, so Bördeling. Auch beim SV Preußen legt Koch wert auf Fairness: „Unsportliches Verhalten wird bei uns groß bestraft, so wie bei anderen Vereinen auch.“ Was genau wie bestraft wird, steht im Strafenkatalog der jeweiligen Teams geschrieben. „Das sind mannschaftsinterne Strafen, die bei unsportlichem Verhalten eintreffen“, sagt Bördeling.

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