Die Davids unter den Goliaths

rnHallen-Stadtmeisterschaften

Die Hallen-Stadtmeisterschaften im Fußball kommen immer näher. Für drei Teams ist das eine ganz besondere Chance. Ein Blick auf die B-Ligisten des Starterfelds.

Lünen, Brambauer, Gahmen

, 19.12.2018, 12:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Startberechtigt sind bei den Hallen-Stadtmeisterschaften am Freitag (ab 18 Uhr) und Samstag (ab 13 Uhr) alle ersten Fußballmannschaften Lünens. Als klassentiefste Teams gehen die B-Ligisten der Stadt in der Rundsporthalle an den Start. Die SG Gahmen, der BV Lünen und der FC Brambauer streiten sich im Meisterschaftsalltag in der Kreisliga B3 Dortmund um Punkte. Nun sind sie die Kleinen, die die Favoriten ärgern wollen.

SG Gahmen: Selbstbewusst geht die SG Gahmen ins Rennen - mit gutem Recht. Die SGG steht souverän auf Rang eins der B-Liga, hat in dieser Spielzeit noch nicht verloren. „In der Halle ist alles möglich. Wir nehmen das richtig ernst“, sagt Trainer Semistan Tikici.

Konkret heißt das: Gahmen war mehrere Male in der Halle, um die Fußballschuhe zu schnüren. Anders als viele Mannschaften traf sich die SGG dabei aber nicht nur für ein einfaches Trainingsspiel. „Taktische Elemente gab es auch“, so Tikici. Schließlich sei es ja bekannt, dass die Gahmener über gute Hallenspieler verfügen. Tikici sieht auch eine Chance für den gesamten Verein: „Wir wollen Werbung machen, dass der Kleine den Großen schlagen kann.“

Deswegen habe er seine Mannschaft auf die Stadtmeisterschaft eingestellt. Nicht einstellen kann er sich allerdings auf die Anstoßzeiten. Um 18 Uhr erfolgt am Freitag der Anpfiff zur ersten Partie, die Gahmener steigen direkt anschließend um 18.20 Uhr mit ihrer Partie gegen den VfB Lünen ins Turnier ein. „Die Anstoßzeiten gehen gar nicht“, sagt Tikici. Einige seiner Spieler seien dann noch beruflich unterwegs.

Die Davids unter den Goliaths

Semistan Tikici - hier als Trainer auf dem Feld - rechnet sich mit der SG Gahmen etwas aus. © Goldstein

BV Lünen: „Bock haben die Jungs auf jeden Fall“, sagt Dennis Gerleve, Trainer des BV Lünen. Die Motivation, darüber will sich der BV05 in der Halle definieren. Zwar traf sich der aktuelle Tabellenzweite der B-Liga auch im Vorfeld zum Hallentraining, „das war aber mehr just for fun“, sagt Gerleve.

Wichtiger sei es ihm, dass er den angesprochenen „Bock“ sehe. Denn: „Wir wollen irgendwie weiterkommen“, so Gerleve. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Die Geister haben die tendenziell etwas leichtere Gruppe mit dem Lüner SV, SV Preußen, BW Alstedde und FC Brambauer erwischt.

Vorbereiten auf das zu erwartende große Zuschauerinteresse müsse er seine Spieler allerdings nicht. „Das sollte kein Problem sein. Die allermeisten Jungs kennen das ja schon“, so Gerleve. Beeindruckt von den Zuschauerzahlen der Vergangenheit zeigte er sich ohnehin nicht. „So extrem war das ja auch nicht. Da muss man ehrlich sein.“ Der diesjährige Termin könne nun aber wieder mehr Schaulustige in die Halle ziehen, hofft Gerleve.

FC Brambauer: Der Aufsteiger in die Kreisliga B tritt mit einer besonderen Motivation in der Halle an. Trainer Serhat Kaplan kann sich nämlich nicht daran erinnern, dass ein Team des 2012 gegründeten Vereins jemals die Gruppenphase überstanden hätte. Entsprechend sagt Kaplan: „Die Vorfreude ist sehr groß. Wir wollen auf jeden Fall weiter kommen.“

Dazu sieht er seine Mannschaft auch in der Lage. Immerhin Siebter ist der FCB nach dem Aufstieg in der neuen Liga, hat unter anderem schon den BV Lünen besiegt. „Wir sind gut gerüstet, konditionell und spielerisch“, sagt Kaplan.

Um so wenig wie möglich dem Zufall zu überlassen, setzte auch er mehrere Trainingseinheiten in der Halle an, die der Verein extra mietete. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, so Kaplan. Er hofft auf den Überraschungseffekt: „Die Halle hat ihre eigenen Gesetze, wie im Pokal.“

Die Davids unter den Goliaths

Ob Erkan Tabakoglu (l.) und Mustafa Sisman mit dem FC Brambauer auch in der Halle jubeln können? © Goldstein

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