Die Kampfmaschine auf links: Wethmars Jonas Allefeld überzeugt im Derby mit großem Ehrgeiz

rnJonas Allefeld

Jonas Allefeld lief und lief und lief und lief. Im Derby spulte der Flügelspieler von Westfalia Wethmar viele Kilometer ab - leitete den Wethmarer Treffer ein und trat einmal ins Leere.

von Patrick Schröer, Niklas Dvorak

Wethmar, Lünen

, 09.09.2019, 15:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Andreas Przybilla, Coach des Fußball-Bezirksligisten TuS Westfalia Wethmar, lenkte auf der Pressekonferenz nach dem Derby schnell ab, als er auf die Leistung von Jonas Allefeld angesprochen wurde. „Ich spreche ungerne über einzelne Personen. Das gesamte Team steht in der Öffentlichkeit. Ich kann aber sagen, dass ich mit der Leistung von Jonas Allefeld und der Mannschaft einverstanden war“, ließ sich Przybilla zumindest ein kleines Lob noch entlocken.

Allefeld, gerade einmal junge 19 Jahre alt, hatte sich dieses Lob verdient. Der Wethmarer Neuzugang, der im Sommer aus der A-Jugend des TWW in die erste Mannschaft kam, legte am Sonntag im Derby gegen den Lüner SV II einen starken Auftritt hin. Dynamisch und mit hohem Tempo beackerte er immer wieder die linke Flügelseite der Westfalia, leitete vor allem im ersten Durchgang mehrere gefährliche Angriffe ein und legte den Führungstreffer zum 1:0 auf. In der zehnten Minute setzt sich Allefeld dabei gegen den LSV-Verteidiger Emanuel Lucau durch und passte den Ball in den Strafraum. Dort stand Sören Dvorak, der zunächst an LSV-Keeper Daniel Dreesen scheiterte. Den Nachschuss setzte Arne Neuhäuser dann in den Kasten.

Die Kampfmaschine auf links: Wethmars Jonas Allefeld überzeugt im Derby mit großem Ehrgeiz

Gab kaum einen Ball verloren: Jonas Allefeld präsentierte sich auf der linken Seite stark. © Patrick Schröer

Von diesen Szenen gab es noch mehrere im ersten Durchgang. Allefeld war im Spiel - und das gefiel ihm. „Ich denke, das war eine ganz gute Leistung von mir und von der Mannschaft. Ich hätte aber lieber drei Punkte mitgenommen“, sagte Allefeld nach dem Spiel schon ganz abgeklärt. Mit seiner Rolle in der Mannschaft ist der 19-Jährige zufrieden. „Ich bekomme viel Spielpraxis und viel Vertrauen. Das ist nicht selbstverständlich“, so Allefeld, der sich bedingt durch „gute Vorbereitung“ auf einem ordentlichen Fitnesslevel steht.

Jetzt lesen

In der zweiten Halbzeit jedoch verließen Allefeld einmal die Kräfte. Das war kurz vor seiner Auswechslung in der 66. Minute. Zunächst zog Allefeld einen Sprint an, schlug kurz danach aber ein Luftloch. „Ja, da habe ich den Ball nicht getroffen, weil die Luft am Ende weg war“, sagte der 19-Jährige nach Schlusspfiff und lachte. Bevor es zu seiner Auswechslung kam, grätschte Allefeld aber noch einmal beherzt gegen den Ball und verhinderte einen LSV-Konter. Danach war für den linken Mittelfeldspieler ein aufregender Fußballnachmittag zu Ende, der mit einem Zähler belohnt wurde.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt