Die neue Saison ist nicht mal terminiert, da steht schon das erste Finale an

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Die kommende Wasserball-Saison ist noch nicht einmal konkret terminiert, da steht schon das erste Finale an. Inklusive neuem Trainerteam und einem besonderen Treffen.

Lünen

, 24.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Im Juli teilte der Schwimmverein Lünen 08 mit, dass Olaf Bispinghoff als Trainer zurückgetreten ist und die Geschicke bei der Konkurrenz von Blau Weiß Bochum übernimmt. Bispinghoff wolle damit den nächsten Schritt in seiner Trainerlaufbahn machen.

Die Trennung erfolgte auf einer freundschaftlichen Basis nach acht gemeinsamen Jahren für Bispinghoff und den SVL. Zu Beginn noch als Spieler, seit der Saison 2015/2016 als Trainer.

Dreiergespann übernimmt beim SVL die erste Mannschaft

Intern schauten sich die SVL-Verantwortlichen um und haben ein Dreiergespamnn gefunden, was die Geschicke von Bispinghoff übernehmen soll. Daniel Mennes, Frank Lewark und Martin Slamena werden am Beckenrand für den SVL in der 2. Bundesliga stehen.

Mennes steht dabei an vorderster Front, kennt das Team ganz genau, da er bereits seit einiger Zeit auch unter der Regie von Bispinghoff das Athletik- und Krafttraining dirigiert hat.

Der neue Chef am Beckenrand: Daniel Mennes.

Der neue Chef am Beckenrand: Daniel Mennes. © Günther Goldstein

Lewark wird als Co-Trainer von Mennes fungieren, ist aber auch überhaupt kein Unbekannter, da er viele der Spieler bereits seit dem Kindesalter kennt.

Und Slamena wird - wie bisher auch schon - das Torwarttraining der ersten Mannschaft übernehmen.

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Ein Dreiergespann, was nun die Zügel in der Hand hält und bereits einen ersten Erfolg vorweisen kann.

Im Pokal der Männer standen die 3. und 4. Runde der vergangenen Saison an, die beide gewonnen wurden. Erst gegen das Team aus Solingen und Wuppertal Mitte August mit einem 8:7 und dann vor zwei Wochen mit einem deutlichen 23:9-Erfolg gegen Oberhausen.

Und nun steht an diesem Sonntag das Finale an und es geht, na klar, gegen den Ex-Trainer Olaf Bispinghoff und Blau Weiß Bochum.

„Wir wollen auf jeden Fall gewinnen“, kündigt der 36-jährige Mennes an. Den Kontakt zu Bispinghoff hält er immer noch, die beiden schreiben sich regelmäßig, auch schon zum Duell am Sonntag (11 Uhr, Vereinsbad Wiesental, Am Wiesengrund 18, Bochum), wie Mennes preisgibt: „Wir haben Kontakt, ein bisschen foppen gehört dazu. Ich kenne Olaf schon sehr lange.“

„Den Verein und die Mannschaft weiterbringen“

Es wird sich geneckt, es wird gesprochen über das Finale am Sonntag, doch die Verantwortlichen betonen, dass es seit Jahren ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Blau Weiß Bochum gibt. Beide Vereine schätzen sich sehr, fiebern dem Finale entgegen.

Seit fünf Jahren war Mennes, der früher in Werne, Hamm und Brambauer gespielt hat, beim SVL als Fitnesstrainer aktiv, ehe er nun Cheftrainer der ersten Mannschaft geworden ist.

Sein Ziel: „Ich möchte den Verein und die Mannschaft weiterbringen und denke, wir werden das ganz gut hinkriegen.“

Auch seine beiden Unterstützer wirken da optimistisch. Mennes, Lewark und Slamena flachsen viel miteinander, gehen als festes Dreiergespann durch, die die Werte des Schwimmvereins leben. Das Miteinander zählt.

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„Wir wollen aus den Jungs noch etwas rauskitzeln, wollen die noch etwas besser machen. Das ist unser Ziel“, kündigt Lewark an, der selbst etwas mehr im Hintergrund agiert. „Die Expertise hat Daniel, er ist genau der Richtige. Ich habe mich bereiterklärt, zu unterstützen“, sagt Lewark.

Frank Lewark wird Co-Trainer der ersten Mannschaft des SVL.

Frank Lewark wird Co-Trainer der ersten Mannschaft des SVL. © Günther Goldstein

Doch wie sieht das im Trainingsalltag aus? Vor den Trainingseinheiten besprechen sich Mennes und Lewark, gehen Taktiken durch, sprechen über Spieler und Teams. Lewark selbst ist aktiv, trainiert selbst mit, hat die erste Mannschaft auch bereits betreut, wenn Bispinghoff nicht konnte, ist keine unbekannte Komponente für das Team, was er lobend hervorhebt: „Für die in der 2. Bundesliga geringen Wasserzeiten hier in Lünen holt die Mannschaft da echt das Beste dabei raus. Wir haben wirklich talentierte Leute im Wasser und individuell super Spiel.“

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Das Trainerteam sieht sich gut aufgestellt, der Mix aus guten individuellen Spielern, die teils auch höher spielen könnten, aber sich für einen Verbleib in Lünen entschieden haben, sowie ein guter Teamspirit ist da, so das Trainerteam.

Familiärer Verein, enge Verbundenheit

Doch nicht nur Lewark bringt die Expertise innerhalb des Vereins mit in das Trainerteam, sondern auch Torwarttrainer Martin Slamena. Dieser kennt einige der Spieler bereits seit frühstem Kindesalter, hat mit den Vätern zusammengespielt und ist seit dem zwölften Lebensjahr Wasserballer.

Martin Slamena ist Torwarttrainer der ersten Mannschaft des SVL.

Martin Slamena ist Torwarttrainer der ersten Mannschaft des SVL. © Günther Goldstein

„Das macht es eben auch aus“, sagt Slamena. „Das Familiäre im Verein, der Zusammenhalt, dass das auch über Generationen hinweg funktioniert. Viele sind hier auch untereinander sehr gut befreundet und das machts auch aus.“

Die erste Härteprüfung gibt es deshalb an diesem Sonntag, doch zum Saisonstart ist es noch länger hin. Erst im kommenden Monat sollen die Spielpläne fixiert werden, ehe es wohl im November dann wieder losgehen soll.

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