Diese elf Neuzugänge spielen künftig für die SG Gahmen in der Kreisliga A

rnSG Gahmen

Am Rande der Meisterfeier stellte die SG Gahmen elf Neuzugänge für die kommende Spielzeit vor. Dabei hatte der Gahmener Kader schon in der zurückliegenden Saison A-Liga-Reife bewiesen.

Gahmen, Lünen

, 10.06.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gahmen lebt – das ist die zentrale Botschaft, die am Samstag von der Aufstiegsfeier der Fußballer der SG Gahmen ausging. Nach dem Abstieg aus der A-Liga vor fünf Jahren und dem zwischenzeitlichen Absturz in die C-Klasse kehren die Blau-Gelben ab diesem Sommer zurück ins Kreisliga-Oberhaus. Und dort darf man einiges erwarten vom Team von der Kaubrügge.

Gleich elf Neuzugänge stellte der Verein am Samstag vor. Brisant: Sechs Spieler stoßen vom Bezirksliga-Aufsteiger Lüner SV II zu den Blau-Gelben. Der wohl stärkste Akteur dieses Sextetts vom LSV ist Hakan Uzun. Der Mittelfeldspieler kam in der zurückliegenden Spielzeit auf 13 Westfalenliga-Einsätze für die LSV-Erste. Mit ihm kommen die Brüder Ramazan Kiymaz (Abwehr) und Furkan Kiymaz (Mittelfeld), für das Zentrum Ahmet Karaduman und Ali Özkan und Defensivspieler Onur Cirak.

Diese elf Neuzugänge spielen künftig für die SG Gahmen in der Kreisliga A

Hakan Uzun kommt vom Lüner SV. © Weitzel

Osman Kumac kommt

Ein weiteres Kaliber unter den Gahmener Neuzugängen ist Osman Kumac. Der 32-jährige Stürmer kommt vom Bezirksliga-Aufsteiger Türkspor Dortmund. Der frühere Brambaueraner trug in der Saison 2017/18 maßgeblich zum Aufstieg von Türkspor Dortmund in die A-Liga bei. Beim Durchmarsch des Klubs in dieser Saison in die Bezirksliga kam er aufgrund einer längeren Verletzung nur auf zwei Einsätze. In den Aufstiegsspielen spielte er jedoch eine tragende Rolle. Nun will Kumac bei seiner Rückkehr nach Lünen für die Gahmener wieder voll angreifen. „Er ist ein Wunschspieler“, sagt Gahmens Geschäftsführer Tolga Demir. „Er ist ein Messi, bringt gewisse Klasse auf das Feld. Und er lockt auch viele Zuschauer.“

Diese elf Neuzugänge spielen künftig für die SG Gahmen in der Kreisliga A

Als einen Typ wie "Messi" bezeichnet Tolga Demir Neuzugang Osman Kumac. © Weitzel

Einige Rückkehrer sind dabei

Von Türkspor kommt auch Torwart Emre Ekici. Der Lüner kam in der Meistersaison für die Dortmunder auf immerhin acht Einsätze. Abwehrmann David Surmiak, früher BV Lünen, kommt vom TV Brechten. Der kürzlich nach Lünen gezogene Ismail Uysal vom TSC Hamm wird ihm im defensiven Bereich zur Seite stehen. Mit Rasit Tekin kehrt ein weiterer Akteur nach Lünen zurück. Der 25-jährige Stürmer spielte zuletzt für den SC Osmanlispor und erzielte dort in der vergangenen Spielzeit acht Tore in fünf Einsätzen.

SG Gahmen verfügt über 27-Mann-Kader

Aktuell hat die SG Gahmen damit einen 27-Mann starken Kader für die erste A-Liga-Saison seit 2013/14. Sowohl bei den Neuzugängen als auch beim bisherigen Gahmener Aufgebot finden sich Spieler, die durchaus das Potential für höhere Ligen besitzen. Erst im vergangenen Jahr war schließlich Halil Elitok vom Westfalenligisten Lüner SV an die Kaubrügge gewechselt. Muhammed Vurucu ließ mit 41 Saisontoren aufhorchen. Da stellt sich die Frage, welche sportlichen Ziele die Blau-Gelben verfolgen. Geschäftsführer Demir bleibt da auffällig bescheiden. „Mit unserem Trainer und Vorstand haben wir lange diskutiert“, sagt er. „Wir wollen die Klasse halten und ins gesicherte Mittelfeld. Gegen alles, was darüber hinaus kommt, wollen wir uns nicht wehren. Man sollte aber realistisch bleiben. Es ist eine Mannschaft, die zusammen so das erste Mal auftauchen wird. Es muss Schritt für Schritt gehen, sonst kann man ganz schnell tief fallen.“

Demir zieht Vergleich zum Lüner SV

Den Vergleich zum Lüner SV II sucht er dennoch, verweist darauf, dass die Rot-Weißen im Jahr nach dem Aufstieg zunächst im gesicherten Mittelfeld standen und nun aufgestiegen seien. „Klar möchte man das in Zukunft auch angehen“, sagt Demir. „Doch den Aufstieg als Ziel auszugeben, wäre allen gegenüber nicht fair. Es darf nicht zu schnell gehen. Ich bin mehr der Deutsche bei uns, der Disziplinierte. Es gibt viele, die wollen sofort auf die zehnte Etage hoch, ich dämpfe da immer!“

Tikici bleibt gelassen

Und auch Trainer Semistan Tikici bleibt in Sachen Saisonziele gelassen: „Wir müssen erst einmal spielen und gucken, was uns wirklich dargeboten wird. Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen.“ Ambitioniert ist man in Gahmen dennoch. Der Trainingsauftakt ist bereits für den 30. Juni terminiert. Nur drei Wochen nach der Meisterfeier wird dann in Gahmen also bereits für die neuen Ziele gearbeitet.

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