Digitale Tennisplätze: In Westfalen sind bereits zehn smarte Courts in Betrieb

Tennis

Wer außerhalb von offiziellen Tennis-Matches Spiele absolvieren möchte, die in die LK-Wertung aufgenommen werden, kann auch in Westfalen demnächst auf digitale Tennisplätze zurückgreifen.

Westfalen

27.06.2021, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Heiko Sobbe (l.), Geschäftsführer der Tennisabteilung des TuS Ickern, und Verbandstrainer Peter Weiß freuen sich über die neuen Möglichkeiten der WTV-Wingfield-Anlagen.

Heiko Sobbe (l.), Geschäftsführer der Tennisabteilung des TuS Ickern, und Verbandstrainer Peter Weiß freuen sich über die neuen Möglichkeiten der WTV-Wingfield-Anlagen. © WTV

Smarte Wingfield-Tennisplätze – ein Ausdruck, der hochmodern und gleichzeitig durchaus kompliziert klingt. Für die Tennisspieler könnte sich dahinter allerdings eine Neuerung verstecken, die den Betrieb auf den Tennisplätzen nachhaltig verändert.

Im Mannschaftsspielbetrieb, beim WTV-Vereinspokal sowie auf Turnieren messen sich die vielen wettkampforientierten Tennisspieler regelmäßig. Der Deutsche Tennis Bund (DTB) und das Tech-Unternehmen Wingfield treiben jetzt die Digitalisierung des offiziellen Wettspielbetriebs voran. Seit dem 15. Juni können Spieler smarte Wingfield-Tennisplätze nutzen, um auch außerhalb von offiziellen Mannschaftsspielen oder Turnieren Matches zu bestreiten, die für die Wertung der persönlichen Leistungsklasse (LK) relevant sind.

Mehr als 100 Vereine verfügen bereits über diese Technologie

Die neuen Courts können dabei zur Validierung von LK-Matches genutzt werden und Ergebnisse so für die Wertung der persönlichen Leistungsklasse Berücksichtigung finden.

Ambitionierte Spieler können sich so spontan auf dem Platz verabreden und mit Wingfield ihre LK verbessern. Mehr als 100 Klubs haben deutschlandweit ihre Plätze bereits mit der neuen Technologie aufgerüstet. Dazu haben einige Landesverbände bereits jetzt offizielle LK-Standorte ausgewiesen, auf denen auch ohne Vereinszugehörigkeit gespielt werden kann.

Aber wie genau funktioniert denn jetzt der digitale Tennisplatz? Mit dem Wingfield-Court lassen sich Tennisplätze unkompliziert digitalisieren. Die

Technologie kann dabei als smartes Spielfeld verstanden werden, das auf Basis Künstlicher Intelligenz und moderner Bildverarbeitungstechnologie alle tennisbezogenen Aktivitäten während des Spiels trackt.

Vergleichbar zu Fitness-Trackern oder Running-Apps werden den Spielern vielfältige Match-Statistiken oder automatisch generierte Highlight-Videos in einer App bereitgestellt. Das System analysiert dabei die regelgerechte Durchführung der Matches und übermittelt die Ergebnisse direkt an den DTB und das LK-Wertungssystem.

Im Gebiet des Westfälischen Tennis-Verbandes sind bereits zehn Anlagen bei Vereinen oder kommerziellen Anbietern in Betrieb:

WTV-Vereine mit Wingfield-Courts:

  • TC Grün-Weiß Ahaus
  • Baumberger Tennis-Verein Nottuln
  • TG Bochum 1949
  • TC Südpark Bochum
  • TuS Ickern, Castrop-Rauxel
  • TC Blau-Weiß Hemer

Kommerzielle Anbieter mit Wingfield-Courts:

  • Pro Court Tennis-Center, Albersloh (bei Münster)
  • MTA Sportcenter, Dorsten
  • Tennis Event Center, Herdecke
  • Sport Center Brambauer, Lünen
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