Drees vergibt LSV-Sieg vom Elfmeterpunkt

Fußball: Westfalenliga

Matthias Drees ist ein sicherer Elfmeterschütze. Am Sonntag aber zielte der Sechser des Lüner SV zu hoch – und verpasste somit das 3:1. Der Gast aus Iserlohn kam acht Minuten nach dem Fehlschuss zum 2:2-Ausgleich. Es war ein gerechtes Remis in der Kampfbahn Schwansbell zwischen den beiden Fußball-Westfalenligisten.

LÜNEN

, 13.10.2017, 19:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Drees vergibt LSV-Sieg vom Elfmeterpunkt

Hochbetrieb im Iserlohner Strafraum: Yasin Acar (2.v.l.) brachte den Ball aber nicht an FCI-Schlussmann Daniel Dreesen (r.), der früher für den LSV zwischen den Pfosten stand, vorbei.

Fußball: Westfalenliga 2 Lüner SV - FC Iserlohn 2:2 (2:1)

Trotz eines 1:2-Rückstands zur Pause hatte Iserlohn um Ex-LSV-Coach Christian Hampel den ersten Durchgang bestimmt. Hampel hatte 9:3-Torschüsse für sein Team gezählt. „Ich habe die Jungs aufgemuntert in der Pause. Denn sie haben ein sehr gutes Spiel gemacht“, sagte er.

Sie ließen aber jene Effizienz vermissen, die der LSV zeigte. Alihan Kurgan zog nach 27 Minuten von der linken Seite nach innen und setzte den Ball sehenswert ins rechte Eck – 1:0. Ebenfalls schön anzuschauen war der Ausgleich durch Kingsley Nweke, der aus 20 Metern in den Winkel traf (32.). Zuvor war Nweke zweimal an LSV-Schlussmann Michel Josch gescheitert (13., 17.), auch Lukas Lenz, von Gianluca Reis sonst bestens bewacht, kam nicht an Josch vorbei (22.), der für den gesperrten Florian Fischer spielte.

Mit Ende des ersten Durchgangs wurde das Lüner Spiel zielstrebiger, zuvor hatte es immer wieder leichte Fehler im Aufbau gegeben. Coach Mario Plechaty reagierte bereits nach 37 Minuten und brachte Ersin Kusakci für den überforderten Rechtsverteidiger Ricardo Nagler. Kurz zuvor hatte Drees über das Iserlohner Tor geköpft (35.). Dann agierte Aboubakar Fofana zu eigensinnig (41.), ehe Fabian Pfennigstorf vorbeischoss (42.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde die Lüner Leistungssteigerung belohnt. Fofana verlängerte eine Kurgan-Ecke per Hacke über die Linie (45.). „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, sagte Plechaty.

Lünen wirkte nach dem Wechsel deutlich wacher. Iserlohn kam kaum noch in die Nähe des LSV-Strafraums. Plechaty stellte Mitte des zweiten Durchgangs auf 4-1-4-1 um, brachte Samet Akyüz für Pfennigstorf. Drees hatte nach einem Foul an Lukas Ziegelmeir die Entscheidung auf dem Fuß, sein Schuss ging aber weit über das FCI-Tor (76.). So kam Iserlohn doch noch zum „mehr als hochverdienten Ausgleich“ (Hampel): Einen Freistoß von Yannik Marks fälschte Samet Akyüz unglücklich ab (85.). „Schade“, sagte Plechaty. „Aber wir müssen auch mit einem Punkt leben können.“

Team und Tore LSV: Josch - Nagler (37. Kusakci), Malcherek, Reis, Hegngi, Ziegelmeir, Drees, Kurgan, Acar (85. Kodra), Pfennigstorf (66. Akyüz), FofanaTore: 1:0 Kurgan (27.), 1:1 Nweke (32.), 2:1 Fofana (45.), 2:2 Marks (84.)Bes. Vorkommnisse: Drees schießt Foulelfmeter übers Tor (76.).

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