Drei Platzverweise! Westfalia Wethmar dominiert BW Alstedde im Derby

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Im Derby zwischen BW Alstedde und dem TuS Westfalia Wethmar setzte sich der Gast deutlich und verdient durch. Zum Schluss gab es sogar noch drei Platzverweise.

Alstedde

, 10.10.2020, 21:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Etwas unwirklich wirkte es schon. Ab Sonntag, 0 Uhr, gilt die neue Allgemeinverfügung des Kreis Unna. Spiel- und Trainingsbetrieb ist dadurch in allen Sportarten nicht mehr möglich.

Dennoch spielten BW Alstedde und der TuS Westfalia Wethmar im Derby gegeneinander am Samstagnachmittag, viereinhalb Stunden nach Veröffentlichung der Verfügung. Mit etwas mehr als 400 Zuschauern.

Dabei war es der Gast aus Wethmar, der dieses Derby von Beginn an annahm, dominant gestaltete und Alstedde so das ganze Spiel über ausknockte. Der 3:1-Sieg ging vollkommen in Ordnung.

Voß nimmt das Geschenk dankend an

Bereits nach vier Minuten gab es die Führung: Ein langer Ball auf Wethmars Spitze Kai Schinck entblößte, wie überfordert Alsteddes Verteidigung in den ersten Minuten des Derbys aussah. Schinck dribbelte Richtung Tor, legte auf Dominik Voß ab, welcher das Geschenk annahm.

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Wethmar wirkt im Anschluss sowie das ganze Spiel über spritziger, schien im Derby-Modus dauerhaft angekommen zu sein. Immer wieder sorgt die linke Offensivseite der Westfalia für Probleme in Alsteddes Hintermannschaft. Ausgenutzt werden die Chancen nicht. Alstedde hat lediglich einen Tim-Hermes-Freistoß aus dem Halbfeld, den TWW-Keeper Florian Fischer wegfausten muss.

„Ich denke, die erste Halbzeit war eigentlich nichts. Kein Druck von hinten raus, nicht mal in die Halbräume gespielt, Angst gehabt. Das reicht heute nicht“, resümierte Spielertrainer Hermes deutlich.

Thomas Westrup, Co-Trainer von BW Alstedde, sieht fassungslos aus während der Partie gegen Wethmar.

Thomas Westrup, Co-Trainer von BW Alstedde, sieht fassungslos aus während der Partie gegen Wethmar. © Timo Janisch

„Wir wollten in der zweiten Halbzeit unser Gesicht aus dem Brambauer-Spiel zeigen und dann ist die Sache erstmal im Eimer“, erklärte Hermes den Beginn des zweiten Abschnitts. Denn während die ersten fünf Minuten für reichlich Hektik sorgten - auf beiden Seiten - ließ Wethmar diese nach acht Minuten verstummen.

Lukas Nagel staubte nach einer Ecke ab (53.) - 2:0 für Wethmar!

„Wir haben den besseren Matchplan ausgearbeitet und der ist von Minute eins an aufgegangen“, erklärte Wethmars Übungsleiter Steven Koch die Leistung seines Teams und war nach Abpfiff voll des Lobes: „Die Jungs haben ganz klare Aufgaben gespielt, die wussten, was Aufgabe ist. Die waren sehr intensiv drauf vorbereitet, haben Spiele vom Gegner analysiert.“

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Wethmar spielte im Anschluss weiterhin dominant, Alstedde verunsichert und zu verhalten. Ein Fehlpass der Alstedder Viererkette im Spielaufbau legte Dominik Voß rüber zu Kai Schinck, der per Picke das 3:0 erzielte (61.). Die Vorentscheidung.

Im Anschluss gelang Alstedde kaum was. Der erste vernünftige Angriff ging dann aber ins Tor - deutlich zu spät. Über die rechte Seite kombinierte sich Dawid Surmiak durch, legte auf den ansonst abgemeldeten Hermes ab, der noch mal verkürzte.

Ratloser Hermes

Mit lediglich drei Minuten noch auf der Uhr war der Anschlusstreffer zu spät und zu wenig für Alstedde, um Wethmar an diesem Samstagnachmittag noch gefährlich werden zu können.

Hermes war ratlos: „Wir hatten eine riesige Besprechung, hatten Schaum vor den Mund und mit Anpfiff ist irgendwie alles verflogen. Keine Ahnung, woran das liegt. So kannst du kein Derby spielen und wir haben zu Recht verloren.“

Zu allem Überfluss sah Dennis Gerleve, der bereits eine Gelbe Karte hatte, wegen Diskussionen mit Wethmar-Keeper Florian Fischer die Gelb-Rote Karte. Ebenfalls mit Rot verwarnt wurden nach Abpfiff noch Dominik Hennes und Jannik Audehm.

Wethmar jubelte auf dem Platz, Alstedde diskutierte untereinander vor der Kabine. Ein intensives erstes Derby nach acht Jahren ohne Pflichtspiel zwischen den beiden Teams.

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