Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Duell der Top-Torjäger: Tim Gehrmann fordert im Lüner Derby Murat Büyükdere heraus

rnFußball-Kreisliga

Sie sind die Lebensversicherungen ihrer Vereine: Tim Gehrmann vom VfB Lünen und Murat Büyükdere vom Lüner SV II. Am Sonntag treffen der Goalgetter im Lüner Derby direkt aufeinander.

Lünen, Lünen-Süd

, 25.04.2019 / Lesedauer: 4 min

Wenn es am Sonntag, 27. April, um 15.15 Uhr (Karl-Kiehm-Weg, Lünen) zum Topspiel der Fußball-Kreisliga A2 Dortmund zwischen dem Tabellenzweiten VfB Lünen und dem Spitzenreiter Lüner SV II kommt, treffen auch die beiden besten Torjäger der Liga aufeinander. Tim Gehrmann (29 Jahre, 33 Tore) vom VfB Lünen empfängt Murat Büyükdere (35 Jahre, 35 Tore, Torjägerliste der RN-Torjägerkanone, Anm. d. Red.). Wir haben mit dem Duo über das anstehende Spiel gesprochen.

Herr Büyükdere, Herr Gehrmann, warum entscheidet Ihre Mannschaft am Sonntag das Derby für sich?

Büyükdere: Wir haben eine starke Saison gespielt und haben uns Platz eins verdient. Den Platz wollen wir auch nicht mehr abgeben und das bis zum Ende so durchziehen. Wir wollen die Bezirksliga auf Platz eins erreichen.

Gehrmann: Wir haben etwas gutzumachen. Gegen Preußen lief es zuletzt nicht ganz so besonders (3:4-Niederlage, Anm. d. Red.). Wir schulden es dem Verein, den Fans und uns selber, dass wir uns den Arsch aufreißen und eins der besten Spiele der Saison machen müssen. Das ist die letzte Chance, oben dranzubleiben. Wenn wir das Spiel verlieren sollten, wird der Lüner SV das mit dem Aufstieg machen.

Der Lüner SV II hat - genauso wie der VfB Lünen mit Ihnen - einen starken Stürmer. Welche Fähigkeiten von Murat Büyükdere hätten Sie gerne, Herr Gehrmann?

Gehrmann: Ich habe noch nicht häufig gegen Murat gespielt. Ich habe ihn ab und zu bei den Stadtmeisterschaften in der Halle gesehen. Die technischen Voraussetzungen hätte ich schon gerne von ihm. Die Technik ist bei mir nicht das, was entscheidend ist. Ich kann schießen und ich bin schnell, aber die Technik ist unterentwickelt. Als etwas älterer Stürmer steht er meistens richtig. Das fehlt mir - auch weil ich Außenstürmer bin.

Und Sie, Herr Büyükdere?

Büyükdere: Ich habe von Tim Gehrmann noch kein Spiel gesehen. Im Hinspiel war er ja auch nicht da. Ich habe ihn nur mal in der Halle gesehen. Ich weiß, dass er sehr schnell ist und dass er schon 33 Tore in der Saison hat. Er ist ein guter Stürmer. Die Schnelligkeit würde mir auch noch besser stehen. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.

Warum sind Sie trotzdem der bessere Stürmer, Herr Büyükdere?

Büyükdere: Normalerweise sollten andere Leute, die mich kennen, diese Fragen beantworten. Ich bin torgeil und will so viele Tore wie möglich schießen. Wenn man sich die letzten Jahre anguckt, dann habe ich immer mindestens 40 Tore geschossen. Wenn ich dieses Jahr mit meinen Toren beim Aufstieg mithelfen kann, wäre das perfekt.

Wie halten Sie dagegen, Herr Gehrmann?

Gehrmann: Ich denke, ich bin schneller. Ich glaube, dass meine Flügelqualitäten sich bezahlt machen. Von den 99 Toren habe ich 33 gemacht und bestimmt so 30 bis 35 Tore aufgelegt. Ich kann immer einen in der Mitte anschießen und dann passiert etwas.

Ist das Spiel am Sonntag das wichtigste des Jahres?

Gehrmann: Ja, das ist das wichtigste Spiel des Jahres. Wenn man direkt aufsteigen will, muss man das Spiel gewinnen. Es ist in etwa vergleichbar mit Dortmund gegen Bayern. Da hat auch die Mannschaft gewonnen, die geiler ist und hoffe, dass das am Sonntag genauso der Fall sein wird.

Büyükdere: Wir fahren als Tabellenführer zum VfB und haben zwei Punkte Vorsprung und ein Spiel weniger. Wir haben also nicht mehr den Druck aus den vergangenen Wochen. Ich glaube, der VfB hat mehr Druck. Auch wenn wir das Spiel verlieren, was ich nicht denke, ist für uns noch immer etwas drin. Wenn wir das Spiel gewinnen, ist das Ding durch.

Wenn Ihr Team Meister wird und der Rivale in die Relegation kommt, drücken Sie ihm dann die Daumen?

Büyükdere: Wenn wir Meister werden und der VfB Zweiter wird, werde ich auf jeden Fall die Daumen drücken und mir die Spiele auch anschauen. Ich hoffe, dass Lünen dann auch hochkommt. Dann hätten wir in der neuen Saison mit Wethmar, Brambauer und VfB dann auch mehr Derbys. Dieses Jahr haben die Lüner Mannschaften in der Kreisliga A etwas zu sagen.

Gehrmann: Ich bin dafür, dass Lüner Vereine etwas gewinnen oder aufsteigen. Sollten wir Meister werden, werde ich das Relegationsspiel in der Art und Weise gar nicht verfolgen, weil ich dann körperlich dann gar nicht mehr in der Lage sein werde, irgendwas verfolgen zu können - geschweige denn Daumen zu drücken. Wir werden die Meisterschaft innerhalb der Mannschaft dann so sehr feiern werden, dass die körperliche Fähigkeit, Daumen zu drücken, sehr massiv eingeschränkt wird.

Lesen Sie jetzt