Ein bewegtes Leben im Handball-Tor

Sportlerporträt

OBERADEN Der Oberadener Zweitliga-Handball-Torwart Lutz Dickmann hat im Kasten der SG Massen III jetzt seine Laufbahn beendet. Im Spiel der 2. Kreisklasse gegen den VfL Brambauer II kam er letztmals zu einem Kurzeinsatz. Mehr macht die Bandscheibe nicht mehr mit. Doch er hat eine bewegte Laufbahn hinter sich. Ein Porträt.

05.05.2009, 17:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein bewegtes Leben im Handball-Tor

Torwart Lutz Dickmann stand schon in der 2. Liga im Tor. Jetzt hört er auf.

Bald vier Jahrzehnte stand der heute 53-Jährige zwischen den Pfosten und erarbeitete sich einen legendären Ruf. Vor allem in seiner Zeit beim HC TuRa Bergkamen, sorgte er für Furore. Nicht zuletzt dank Dickmanns starker Paraden starteten die Bergkamener von der Oberliga in die Bundesliga durch.

Im entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die Regionalliga parierte er gegen den TV Emsdetten vor 1000 Zuschauern sechs Siebenmeter. Noch besser in Erinnerung ist aber das Bundesliga-Spiel gegen den VfL Gummersbach, der damals mit den Nationalspielern Wunderlich, Thiel, Brand und Fitzek antrat. Viele Angebote von anderen Klubs Der Außenseiter siegte überraschend 14:7. Da machte es auch nichts, dass Dickmann hinter Georg Welzel auf der Bank saß. Natürlich erhielt Dickmann auch Angebote von anderen Klubs. "Vor allem TuSEM Essen, TV Hüttenberg und DSC Wanne-Eickel waren interessiert. Ich habe aber alle Angebote ausgeschlagen. Ich bin eben ein bodenständiger Typ", erinnert sich der Torhüter.

In seiner Laufbahn lernte er verschiedene Trainer-Typen kennen. Unter Klaus Soth gelang Dickmann der Sprung aus der Oberliga in die Bundesliga. Auch an Wolfgang Stracke aus Oberadener Zeiten hat er gute Erinnerungen. Besonders seine Knochen erinnern sich aber an Peter Neuhaus aus seiner Zeit bei Schwerte/Westhofen: "Wir haben dreimal pro Woche trainiert. Jedes Mal mussten wir zuvor 5000 Meter laufen. Der hat uns ganz schön lang gemacht."Im Vorjahr gelang ihm der letzte Aufstieg

Zum Schluss ließ Dickmann seine Laufbahn in Massen ausklingen. Er feierte im Vorjahr seinen letzten Aufstieg in die Landesliga. Doch in dieser Spielzeit ging es sofort wieder herunter. "Uns hat die letzte Konsequenz gefehlt. Ich kann nicht verstehen, dass Leute in der Saison in den Urlaub fahren", ärgert sich der Schlussmann über den Abstieg.   Eine Laufbahn als Trainer schließt der Routinier jedoch aus; "Ich habe lang genug Handball gespielt, irgendwann reicht's." Anstatt Handball steht nun Nordic-Walking auf dem Programm. Dennoch versicherte Dickmann, dass er weiter die Spiele der SG Massen verfolgen werde. Vielleicht kann er sich dann in der nächsten Saison über den Wiederaufstieg freuen...Die Stationen seiner Handball-Laufbahn

  • Lutz Dickmann begann seine Laufbahn in der B-Jugend des VfL Kamen.
  • Nach seinem ersten Seniorenjahr in der Oberliga für den VfL wechselte er zum Liga-Konkurrenten HC TuRa Bergkamen und startete mit dem Team aus der Nachbarstadt bis in die Bundesliga durch.
  • Dann wechselte er zum Zweitligisten SuS Oberaden.
  • Schließlich schloss er sich der HSG Schwerte/Westhofen an.
  • Nach drei Jahren kehrte er zum Römerberg zurück. Er ließ seine Karriere bei der SG Massen ausklingen. Dort lief er zuletzt für die 3. Mannschaft in der 2. Kreisklasse auf.
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