Eishockey: 18:0 - Die Bärinnen zeigen gewaltigen Hunger

LÜNEN / BERGKAMEN Noch einen Tag vorher, um 20.30 Uhr in Grefrath, feierten die Gäste aus Bayern mit 4:2 ihren ersten Saisonsieg. Offensichtlich hatte dieses Spiel soviel Kraft gekostet, dass die Mannschaft gegen den EC Bergkamen nichts mehr im Akku hatte. Die Bärinnen siegten 18:0.

von Ruhr Nachrichten

, 13.10.2008, 18:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
18:0 - die Bärinnen schossen sich in der Bundesliga am Wochenende richtig in Fahrt.

18:0 - die Bärinnen schossen sich in der Bundesliga am Wochenende richtig in Fahrt.

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EC Bergkamen - ERSC Ottobrunn 18:0 (5:0, 6:0, 7:0)

Ottobrunn zeigte sich in jeder Phase absolut überfordert und war mit dem 18:0 sogar noch gut bedient. Des einen Schwäche war aber auch des anderen Teams Stärke. Trainer Robert Bruns musste ohne Inka Schlüter (krank), Andrea Lanzl (gesperrt), Nina Ziegenhals (Studium) und Maike Hanke (gesperrt) antreten. Aber auch ohne wichtige Leistungsträger zeigten sich seine Bärinnen von ihrer besten Seite. Angeführt von der überragenden Nicole Schmitten, die mit großer Spielübersicht und perfekten Anspielen glänzte, gingen sie torhungrig immer nach vorne.

Einziger Kritikpunkt - im Spielverlauf ging der direkte Weg zum Tor etwas verloren. Das Team versuchte "noch schöner", den "noch perfekteren Pass" zu spielen und ließ auf diese Art und Weise die ein oder andere Chance liegen.

Doppel-Torschützinnen en masse Trotzdem stand es nach dem ersten Drittel bereits 5:0. Torschützinnen waren je zweimal Traudel Maluga, und Jennifer Wieser sowie Caroline Sauer. Die sechs Tore im zweiten Drittel schossen Chantal Schneidereit (2) Britta Schröder (2), Sauer mit ihrem zweiten Tor, Meike Zöpnek und Rebecca Graeve.

Im letzten Drittel war Alina van der Kemp zweimal erfolgreich, Maluga und Schröder steuerten jeweils ihren dritten Treffer bei, Zöpnek ihren zweiten, Jana Kuß ihren ersten. Besonders freute sich die Mannschaft über die ersten beiden Tore von van der Kemp für die Bärinnen in ihrer zweiten Saison. Damit sollte für die sehr talentierte Stürmerin der Knoten geplatzt sein.

Trainer tauscht komplett durch Die 16-jährige Sarah Körber durfte ab der 49. Minute im Tor des ECB ihre ersten aktiven Bundesliga-Minuten schnuppern. Da Trainer Bruns zu diesem Zeitpunkt kräftig improvisierte, Stürmerinnen zu Verteidigerinnen und umgekehrt Verteidigerinnen zu Stürmerinnen machte, gab es für die junge Torfrau durchaus auch einige Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Ottobrunn nutzte die Verwirrung im System der Bärinnen zu einigen gefährlichen Kontern, fand aber in Körber ihren Meister.

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