Es ist erst ein Spieltag gespielt, da feiert ein Klub aus Lünen schon die Rettung

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Ein Spieltag ist in dieser Saison erst rum, da gibt es für den ersten Klub in Lünen bereits eine Rettung zu feiern.

Brambauer

, 11.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Spieltag Nummer eins ist Geschichte im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW). Die Erleichterung, das es endlich wieder richtig losgeht, ist bei allen Vereinen und Spielern spürbar.

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Auch der FC Brambauer hat am ersten Spieltag gespielt, trat in der Kreisliga B gegen den FC Roj II an. Am Ende gab es eine Packung. 12 Gegentore, kein einziges geschossen und trotzdem war die Laune unter der Woche gut beim B-Ligisten.

Am Mittwoch ging es für die Vertreter des Klubs vor das Sportgericht des FLVW, da es ein Verfahren wegen eines Verbandsausschlusses gab. Der Verbandsausschluss konnte abgewendet werden, der Klub hat seine Schulden beglichen.

FCB will komplett neu starten

„Der Verbandsausschluss ist aufgehoben“, teilte Geschäftsführer Serdar Akpinar mit. Innerhalb weniger Wochen hat der Verein einen hohen vierstelligen Geldbetrag aufgetrieben und so die Schulden beglichen.

„Viele haben es nicht geglaubt, aber wir haben es hinbekommen. Der FC Brambauer startet komplett neu“, sagte Akpinar, der am vergangenen Sonntag im Tor stand. Aktuell hat er die Fäden als Geschäftsführer in der Hand, ab kommende Woche wird auch wieder Ahmet Elikalfa dazukommen, der wegen einer Funktionssperre momentan gesperrt ist.

Alexander Lüggert, der für den FLVW tätig ist, hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten gleich mehrmals mit dem FC Brambauer beschäftigt. Ein Ausschluss wäre seiner Ansicht nach die letzte Variante gewesen: „Man ist immer gewillt, die Vereine zu halten. Ein Ausschluss wäre die letzte Konsequenz.“

Lüggert betont, das der FC Brambauer auch eine wichtige Rolle in Sachen Integration im Stadtteil Brambauer spiele und deshalb wichtig wäre.

„Bevor wir Fußballer verlieren, versuchen wir sie irgendwie wieder in die richtige Richtung zu führen“, sagt er.

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Beim FC Brambauer ist die Message wohl angekommen. Nach viel hin und her in den vergangenen Monaten soll nun alles anders werden. „Wir haben vieles zugelassen als Vorstand, haben vielen Leuten immer wieder eine Chance gegeben. Wir können uns da nicht frei reden. Das darf und wird nicht mehr passieren.“

Das erste Spiel am Sonntag ging ohne Probleme über die Bühne trotz der 0:12-Klatsche. So soll es weitergehen - mit Fokus auf das Sportliche. „Den Verein muss es weiterhin geben“, sagt Akpinar. „Wir machen Integration.“

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