Florian Gondrum tut dem Lüner SV doppelt weh

rnFußball-Westfalenliga

In der Fremde klappt es beim Lüner SV weiterhin nicht. Die Rot-Weißen kassierten am Sonntag die achte Saisonniederlage, springen in der Tabelle aber dennoch einen Platz nach oben.

Lünen

, 17.11.2019, 21:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Florian Gondrum hatte am Ende mit dem Lüner SV kein Erbarmen. Der Angreifer des Fußball-Westfalenligisten FC Brünninghausen, der aktuell den FCB gemeinsam mit Rafik Halim auch trainiert, schnürte gegen die Rot-Weißen am Sonntag beim 2:1-Erfolg einen Doppelpack. Beide Tore gehörten in die Kategorie „sehenswert“.

Die Brünninghausener, die seit dem Trainerwechsel eine starke Serie spielen, erwischten auch den besseren Start in das Derby. In den ersten 20 Minuten hatte der FCB mehrere gute Möglichkeiten, verpasste es allerdings, in Führung zu gehen. Daniel Dreesen war bei den Chancen der Gastgeber auf dem Posten. So sah auch Christian Hampel, Trainer der Schwansbeller, die Anfangsphase. „Brünninghausen ist deutlich besser reingekommen als wir. Da hat man gemerkt, dass sie sehr viel Selbstbewusstsein haben, letzte Woche schon ein Spiel gedreht haben. Eigentlich müssen sie 1:0 in Führung gehen. Wenn es ganz doof läuft, kann es sogar 2:0 stehen“, so der LSV-Coach.

In Führung ging allerdings der Gast – erneut durch den Spieler, der in den vergangenen Wochen die meisten Tore erzielte: Johannes Zottl. Der Angreifer verwandelte nach 25 Minuten einen Freistoß direkt. Der Treffer gab dem Lüner SV Auftrieb. Bis zur Halbzeit waren die Gäste nun die spielbestimmende Mannschaft, hätte einen Elfmeter bekommen müssen, als Fabian Pfennigstorf regelwidrig im Strafraum gelegt wurde. Der Pfiff blieb allerdings aus. Daneben hätte Johannes Zottl auf 2:0 erhöhen müssen. Laut Christian Hampel ließ der Stürmer eine „Tausendprozentige“ liegen, nachdem Domenico Palmieri über den Ball getreten hatte. So ging es mit einer 1:0-Gästeführung in die Pause.

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Nach Wiederanpfiff witterte der FCB dann aber plötzlich wieder die Chance auf drei Punkte. Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, als Florian Gondrum mit einem Distanzschuss, bei dem LSV-Keeper Daniel Dreesen keine Abwehrmöglichkeit hatte, den Ausgleich beisteuerte. Fortan war nun wieder Brünninghausen am Drücker, die Lüner agierten ihrerseits nicht mit dem größten Selbstbewusstsein, waren auf Sicherheit bedacht. Zudem mussten die Gäste verletzungsbedingt wechseln. Daniel Mikuljanac, dieses Mal als Rechtsverteidiger, hatte Leistenprobleme. Dominik Deppe kam für ihn auf den Platz.

Christian Hampel: „Das kann man besser verteidigen“

Den späten Siegtreffer konnten dann aber weder Deppe noch seine Mitspieler verhindern. Amadeus Piontek schlug einen hohen langen Ball in den Strafraum, die Lüner waren in dieser Szene zu weit herausgerückt, und Gondrum nahm die Kugel volley – 2:1 und ein Traumtor. In der Nachspielzeit scheiterte Zottl mit einem Freistoß nochmal an FCB-Keeper Leon Broda, dann war Schluss.

„Es ging immer hin und her. Am Ende des Tages wäre für mich das Unentschieden gerecht gewesen. Dann ist der Sonntagsschuss zwar überragend, aber das kann man auch besser verteidigen, weil es einfach nur ein langer Ball war, der lange unterwegs war. Das müssen wir besser verteidigen und dann geht es 1:1 aus“, so Hampel.

Westfalenliga 2

FC Brünninghausen – Lüner SV 2:1 (0:1)

Lüner SV: Dreesen –Rudolf, Drees, Ramsey, Ernst, Pfennigstorf, Zottl, Reis, Bozlar, (88. Ayaz) Mikuljanac (59. Deppe), Göke

Tore: 0:1 Zottl (25.), 1:1 Gondrum (49.), 2:1 Gondrum (85.)

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