FLVW gibt Entscheidung bekannt: Mehrere Lüner Teams können endlich aufatmen

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Endlich ist die Entscheidung der Delegierten da. In Lünen dürfen einige Teams endlich aufatmen. Für einen Verein verhindert die Corona-Pandemie den möglichen Super-GAU.

Lünen, Wethmar

, 10.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange hatten die Fußballer aus dem gesamten Gebiet des Fußball-und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) auf diesen Tag gewartet. Seit Dienstag, 13 Uhr, haben sie nun Gewissheit: Die Fußballsaison 2019/2020 wird abgebrochen. Die nun feststehende Wertung rettet vor allem einem Verein den Sommer.

Die Delegierten der 29 Kreise des FLVW stimmten klar für den Vorschlag, den der Verband vorgelegt hatte. Im schriftlichen Umlaufverfahren des Verbandstages haben 144 der 149 Delegierten ihre Stimme fristgerecht eingereicht. 142 davon stimmten dem Vorschlag zu, jeweils ein Delegierter lehnte ihn ab und enthielt sich.

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Nun haben die Vereine zehn Tage Zeit, um Einspruch gegen die Regelung des FLVW einzulegen. Die kontrovers diskutierten Aufsteiger der Corona-Saison 2019/2020 werden deshalb wohl nicht vor dem 26. Juni verkündet, heißt es vom Verband. Andere Vereine haben dafür schon Gewissheit.

In Lünen kann vor allem der TuS Westfalia Wethmar aufatmen. Der Vorschlag, dem die Delegierten mit so überwältigender Mehrheit zugestimmt haben, beinhaltet nämlich, dass es in dieser Saison keine sportlichen Absteiger geben wird. Nur Mannschaften, die bereits zurückgezogen haben oder noch zurückziehen werden, treten den Gang eine Liga tiefer an.

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Das ist bei Wethmar nicht der Fall. Die Grün-Weißen standen mit ihrer ersten Mannschaft in der Bezirksliga und ihrer Reserve in der Kreisliga A jeweils auf einem Abstiegsplatz. Die Chance auf den Klassenerhalt wäre bei einer sportlichen Beendigung der Saison zumindest für die zweite Mannschaft minimal gewesen.

Rolf Nehling: „Es ist eine wichtige Sache“ für Westfalia Wethmar

Entsprechend groß ist die Erleichterung an der Wehrenboldstraße. „Im Moment sind wir die Gewinner“, sagt Rolf Nehling, Sportlicher Leiter des Vereins. „Es ist eine wichtige Sache für uns“, so Nehling weiter.

Ein Abstieg der beiden ersten Seniorenmannschaften hätte die Westfalia deutlich zurückgeworfen. Das ist nun abgewendet. „Sportlich ist es hypothetisch, ob wir den Klassenerhalt noch geschafft hätten. Ob es tatsächlich gereicht hätte“, weiß man nicht.

Rolf Nehling ist erleichtert, dass die beiden Mannschaften des TuS Westfalia Wethmar die Klasse halten.

Rolf Nehling ist erleichtert, dass die beiden Mannschaften des TuS Westfalia Wethmar die Klasse halten. © Patrick Schröer

Relativ sicher weiß man dagegen, dass die Bezirksliga-Fußballer des Lüner SV II die Klasse wohl nicht mehr gehalten hätten. Nur zehn Punkte aus 20 Spielen und ebenso viele Zähler Rückstand auf das rettende Ufer standen für den LSV zum Zeitpunkt der Unterbrechung zu Buche.

Doch die Rot-Weißen sind nun ebenfalls offiziell gerettet und spielen in der kommenden Saison auch im zweiten Jahr in Serie Bezirksliga.

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Anders ergeht es BW Alstedde IV, dem Lüner SV IV und dem FC Brambauer II. Die Vereine haben diese Mannschaften schon vor der Corona-Unterbrechung aus den jeweiligen Dortmunder Kreisligen zurückgezogen. Sie stehen damit als Absteiger fest.

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