Fußball: Sieben Verletzte nach Schlägerei in Lünen

Spiel wurde abgebrochen

Rund 30 Personen waren am Sonntagnachmittag in eine Schlägerei auf dem Fußballplatz an der Kaubrügge in Lünen-Gahmen verwickelt. Mindestens sieben Jugendliche wurden verletzt. Die Kreisliga-B-Partie zwischen der SG Gahmen und Viktoria Kirchderne II wurde abgebrochen.

GAHMEN

, 02.10.2017 / Lesedauer: 2 min

Wie die Polizei in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, seien am Sonntagnachmittag mindestens sieben Jugendliche verletzt worden. Zuschauer hatten gegen 16.30 Uhr den Polizeinotruf angerufen und eine Massenschlägerei unter rund 30 Personen auf dem Fußballplatz an der Kaubrügge in Lünen gemeldet. Als die Beamten am Fußballfeld eintrafen, hatte sich der Tumult bereits gelöst, so die Polizei

Laut erster Zeugenaussagen soll der Auslöser ein Foulspiel zwischen zwei Spielern (21 Jahre aus Dortmund / 18 Jahre aus Lünen) gewesen sein. Tolga Demir, Trainer der Gahmener, schildert den Vorfall wie folgt: „Wir haben fünf Minuten vor Schluss einen Freistoß bekommen. Die Spieler sind in den Sechzehner reingelaufen und plötzlich schlug Kirchdernes Nummer 22 meinem Spieler Yakub Arslan mit dem Ellenbogen ins Gesicht“, so Demir.

Gahmener mit Platzwunde

Der Schiedsrichter Marvin Dempke bemerkte diese Aktion allerdings nicht und ließ sie ungeahndet. Arslan soll eine Platzwunde erlitten haben.

Daraufhin sollen nach Zeugenaussagen drei Männer das Spielfeld gestürmt und den Dortmunder Spieler verletzt haben. Hieraus habe sich dann nach ersten Ermittlungen ein Tumult entwickelt, bei dem sich noch fünf weitere Menschen verletzen. Ein 22-jähriger Lüner musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Hauptverdächtiger floh mit dem Auto

Dempke brach das Spiel beim Stande von 3:2 für Kirchderne sofort ab. Einem der Haupttatverdächtigen gelang die Flucht mit dem Auto. Gegen ihn und mindestens vier weitere Männer ermittelt nun die Kriminalpolizei. „Die Leute, die an der Rangelei beteiligt waren, kamen von beiden Seiten. So etwas gehört nicht auf den Platz und ich hoffe, dass sie bestraft werden“, sagt Tolga Demir.

Karsten Knossalla, Trainer Kirchderne, wollte sich auf Anfrage nicht zu den Vorfällen äußern. „Es wird von unserer Seite aber eine Gegendarstellung geben, sechs der sieben Verletzten sind Leute von uns“, so Knossalla.

Polizisten notierten Sonntag über 70 Personalien, um eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls zu gewährleisten. Die umfangreichen Ermittlungen der Kripo dauern daher an.

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