Handball-Länderpokal: Dieses Team ist nicht zu stoppen

HAMM/LÜNEN Die weibliche Auswahl des Handballverbandes Westfalen (HVW) steht in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Nach acht Jahren gehört die Mannschaft damit wieder zu den bundesweit fünf besten Verbänden. Neben dem großen Erfolg für die ganze Mannschaft hatten die Lüner Zwillinge Carina und Jana Püntmann noch mehr Grund zum Jubeln.

von Von Heinz Krampe

, 20.01.2009, 18:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diese Mädchen stehen mit der Westfalen-Auswahl in der Endrunde des deutschen Länderpokals.

Diese Mädchen stehen mit der Westfalen-Auswahl in der Endrunde des deutschen Länderpokals.

Denn Jugend-Bundestrainerin Ute Lemmel nominierte zusammen mit Bundestrainer Arnold Manz ein Allstar-Team. Linkshänderin Jana (Rechtsaußen) und Carina (Spielführerin, Rückraum-Mitte) erhielten dafür ein Trikot sowie ein Poster vom Bundesligisten Provital Blomberg-Lippe. Der HVW richtete die Vorrunde zusammen mit Kreis Hellweg und dem ASV Hamm in der neuen Maxipark-Arena in Hamm aus. Und es ging knapp zu. Erst durch den direkten Vergleich mit Rheinland-Pfalz zog Westfalen in die Endrunde ein.Niederlage gegen Bayern zu Beginn Dabei sah es anfangs gar nicht danach aus: Der Gastgeber musste zum Auftakt gegen Bayern eine 26:27-Niederlage einstecken. Dabei rannten die Westfalen ständig einem Rückstand von einem Tor hinterher. Jana Püntmann gelang das Tor zur ersten Führung (21:20), die hielt jedoch nicht lange. Bayern spielte vor allem in der Deckung aggressiver und war am Ende der verdiente Sieger. Rheinland-Pfalz gewann gegen Schleswig Holstein mit 28:20, nach einer Pause stand dann Westfalen den Nordlichtern gegenüber. Dabei siegte der Ausrichter knapp, aber verdient 30:29. Carina Püntmann war mit zehn Treffern erfolgreichste Schützin. Zwillings-Schwester Jana erzielte vier Tore.  In der letzten Partie des ersten Spieltages setzten sich die Pfälzerinnen 26:24 gegen Bayern durch. Richtiges Endspiel am zweiten Spieltag Das Turnier gewann am zweiten Spieltag noch an Spannung. Da Bayern zu Beginn gegen Schleswig-Holstein deutlich verlor, kam es zu einem richtigen Endspiel, das über den Einzug in die Endrunde entscheiden sollte: Rheinland-Pfalz gegen Westfalen. Von Beginn an standen Püntmann und Co. in der 3-2-1-Deckung aggressiver und ließen den Pfälzerinnen nur wenig Tormöglichkeiten. Bis zur Pause setzte sich der Gastgeber auf 12:7 ab. Trainer Barnhusen war noch etwas skeptisch, denn seine Mannschaft musste nach der Pause auch mal 60 Sekunden in doppelter Unterzahl spielen. Aber es brannte nichts an, vielmehr wuchs der Vorsprung auf 18:11 und 19:12 an. Diese Führung ließen sich die Westfalen-Mädels nicht mehr nehmen und gewannen 34:29. Entscheidenden Anteil daran hatte auch Torhüterin Jennifer Weste. Sie stärkte ihrer Mannschaft mit zwei gehaltenen Siebenmetern und einigen Paraden den Rücken. STATISTIKWestfalen - Bayern  26:27 Tore: Carina Püntmann 7, Jana Püntmann 3, Alena Knicker 7, Leonie Wöbking 2, Ann-Cathrin Kamann 5, Nina Bargel 1

Westfalen - Schleswig-Holstein  30:29 Tore: Knicker 4, Wöbking 1, Groos 2, Kamann 6, Bargel 1, Jasmin Barz 1, Hohloch 1, J. Püntmann 4, C. Püntmann 10

Westfalen - Rheinland-Pfalz  34:29 Tore: Groos 2, Kamann 4, Barz 1, Knicker 7, C. Püntmann 9, J. Püntmann 5, Knicker 6

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