Ihr Vater und Bruder sind in Lünen aktiv – deshalb sagte Malina Hermes einem Lüner Klub ab

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Ihr Vater und Bruder sind im Fußball aktiv. Da bekam Malina Hermes vom PSV Bork auch Lust auf Fußball. Für etwas anderes hat sie während des Lockdowns aber gar keine Motivation.

Lünen, Bork

, 19.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn es im Duden zum Wort „fußballverrückt“ ein Bild geben würde, könnte da das der Familie Hermes zu sehen sein. „Zuhause wird viel über Fußball geredet“, sagt Malina Hermes. Denn auch ihr Vater und Bruder sind im Fußball aktiv.

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Ihr Bruder Tim spielte in der Jugend bei Borussia Dortmund, später bei Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen. Jetzt ist er Spielertrainer bei BW Alstedde in der Bezirksliga. Assistiert wird Tim dabei von seinem Vater Andreas, von dem er das Traineramt im Januar 2019 übernahm.

Malina Hermes begann mit 16 Jahren in Cappenberg

„Das klappt sehr gut mit den Beiden“, sagt Malina Hermes. Da sie früher schon bei ihrem Bruder und Vater zugeguckt habe, habe die 26-Jährige irgendwann auch selbst Fußball spielen wollen. Mit 16 Jahren fing sie bei den Frauen von GS Cappenberg an.

Später ging es für die Lünerin dann zum TuS Niederaden. Im August 2019 wurden die beiden Frauen-Teams aber abgemeldet. „Es kamen nur wenige Spielerinnen. Dann hat unser Trainer aufgehört und mit dem neuen haben wir uns nicht verstanden, aber die Situation war schon vorher schlecht.“

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Bei der Vereinssuche habe sie nach Mannschaften in der Nähe gesucht. Da standen der PSV Bork und BV Lünen zur Wahl. „Ich war auch bei Lünen zum Probetraining, aber bei Bork haben mich der Verein, die Mannschaft und der Trainer direkt überzeugt.“ Bereut habe Hermes ihre Entscheidung nicht.

„Wir haben hier zwei Teams und genug Leute. Selbst bei schlechtem oder heißen Wetter kommen viele. Die Lust ist da, aber das liegt vielleicht auch daran, weil es gut läuft. Vor Corona hatten wir einen guten Lauf.“ Alle drei Saisonspiele gewannen die Frauen und liegen auf dem vierten Platz in der Bezirksliga. Der Aufstieg sei trotzdem nicht das Ziel. „Wir peilen die ersten Fünf an.“

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Die Freizeitgestaltung bereitet Hermes während des Lockdowns Schwierigkeiten. „Ich weiß gar nicht, was ich sonntags machen soll.“ Draußen laufen gehen, komme für sie eher nicht in Frage. „Ich bin in der Mannschaft nicht als Laufwunder bekannt.“

Immerhin kann sie zuhause viel über Fußball reden.

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