Das Derby beim FC Brambauer hat der BV Brambauer II mit 7:0 für sich entschieden. Das größte, nicht ganz ernstgemeinte, Ziel verpasste der BVB aber - und das hatte mit einem BVB-Spieler zutun.

Lünen, Brambauer

, 24.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Gott sei Dank, dass wir das hinter uns haben“, sagt Julian Schawaller vom Kreisliga-B-Ligisten BV Brambauer II über das mit 7:0 gewonnene Derby beim FC Brambauer. „In der ersten Halbzeit haben wir uns noch ein bisschen schwergetan, Ahmet (Elikalfa, Anm. d. Red.) hat aber auch zwei, drei Dinger mega gut gehalten.“

Julian Schawaller möchte raus aus der Kreisliga B.

Julian Schawaller möchte raus aus der Kreisliga B. © Patrick Schröer

Die Partie, die insgesamt drei Mal ausgefallen ist, konnte von Zuschauern in Durchgang zwei gar nicht mehr ernstgenommen werden: „Klar, die hatten zu wenig Spieler, aber da waren Spieler dabei, die - glaube ich - eigentlich gar keinen Fußball spielen“, sagt Schawaller.

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Aufgrund des fehlenden Spielniveaus erhielten beim BVB auch Akteure Einsatzzeiten, die sonst eher selten auf dem Platz stehen. Trotz zahlreicher Torchancen und größter Anstrengung gelangen den Brambaueranern nicht mehr als sieben Treffer. Schawaller selbst nutzte die Partie zu seinem Vorteil: Der 22-Jährige traf gleich drei Mal (48., 51., 73.). Eine Kiste Bier durch einen Treffer eines Mitspielers, der sein erstes Saisontor schießt, blieb Schwaller und dem BV Brambauer aber verwehrt.

Unruhe beim FC Brambauer im Griff

Schawaller glaubt, Staffelleiter, Spielebeobachter und „Schiedsrichteroberhäupter“ seien vor Ort gewesen, um die Partie genau unter die Lupe zu nehmen. Der 1,90 Meter große Abräumer auf der Sechserposition war froh, dass der Unparteiische das Spiel so gut unter Kontrolle hatte.

„Hut ab, er hat mega gut durchgezogen“, so Schawaller, der vermutet, dass der Schiedsrichter sich wohl auch ein anderes Spiel gewünscht hätte.

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Dabei habe es im Spiel, vor allem von FC-Seite kommend, viel Unruhe und Beleidigungen gegeben. Das 7:0 sei am Ende mehr als verdient, aber vor allem mehr als überfällig gewesen. „Wir waren mega im Derbymodus. Wir wussten zwar die ganze Zeit, dass wir als Favorit ins Spiel gehen, aber für das Auge ist es schön, dass wir wieder ganz oben stehen, wo wir hinwollen und wo wir hingehören“, sagt Schawaller.

Keine Lust mehr auf die B-Liga

Mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen der Rückrunde, nimmt der BV Brambauer II als Tabellenführer den Kampf um den Aufstieg an. Gefährlich nah lauert die SG Phönix Eving, die vom BVB im Hinspiel mit 3:1 geschlagen wurde. „Das Rückspiel wird auf jeden Fall der Kracher der Saison“, sagt Schawaller. Bis zum Auswärtsspiel am 5. April gilt es für seine Brambaueraner, möglichst viele Punkte zu erbeuten, um den Aufstieg in die Kreisliga A realistisch werden zu lassen.

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Schawaller: „Das Zeug dazu hätten wir. Wir gewinnen die Spiele nicht durch Einzelleistungen, sondern, weil unser Spirit im Team sensationell ist - das habe ich selten erlebt.“ Er wünsche sich den Aufstieg nicht nur für seine Mannschaft und den Verein, sondern auch für sich selbst als Spieler: „Ich möchte einfach raus aus der Kreisliga B. Die meisten Spiele haben wir in den letzten 20 Minuten gewonnen, weil wir konditionell einfach besser sind.“

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