Keeper Florian Fischer nach Remis: „Ich habe meine Kollegen mit scharfer Zunge kritisiert“

rnWestfalia Wethmar

Florian Fischer, Keeper beim TuS Westfalia Wethmar, avancierte am Sonntag in der Partie gegen den SSV Mühlhausen-Uelzen zum Helden des Spiels. Unter der Woche wählte er eine klare Ansprache.

Wethmar

, 18.11.2019, 11:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es lief die 49. Spielminute, als Florian Fischer, Torhüter beim Fußball-Bezirksligisten TuS Westfalia Wethmar, all seine Qualität präsentierte. Der Schlussmann zeichnete sich bei einer Doppelchance der Gäste des SSV Mühlhausen-Uelzen gleich zwei Mal bärenstark aus, parierte bei den Versuchen von Torben Gretzinger blitzschnell. Es war eine Szene, die der gesamten Mannschaft Auftrieb für das weitere Spiel gab. TWW-Coach Steven Koch bezeichnete Fischer, der insgesamt auch wieder eine starke Partie zeigte, nach Spielschluss gar als „Lebensversicherung“. Dabei war dem Rückhalt Anfang der Woche noch der Kragen geplatzt.

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Am Dienstag hatte Fischer länger zu seinen Teamkollegen gesprochen. Er wollte seine Mitspieler anpeitschen, pushen, ihnen klar machen, dass sie sich in einer brenzligen Situation befinden. „Es ist zwingend notwendig, sich der Situation zu stellen“, so der Torhüter, der im Sommer vom Westfalenligisten Lüner SV an die Wehrenboldstraße gewechselt ist.

Florian Fischer wählt klare Worte

Fischer machte seinen Mitspielern klar, dass sie, wenn die Saison nach der Halbserie bereits beendet gewesen wäre, abgestiegen wäre. „Das sollte einem mehr als zu denken geben. Ich habe mir sicherlich zwei, drei Dinger unnötig reingeworfen, aber meine Einstellung stimmte immer. Jeder einzelne Spieler hat die Verantwortung gegenüber der Mannschaft, sich in eine Verfassung zu bringen, dass er der Gruppe helfen kann. Da habe ich dann auch meine Kollegen mit scharfer Zunge kritisiert und in die Pflicht genommen“, so Fischer deutlich.

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Am Sonntag zeigte der Keeper gleich in mehreren Situationen, dass bei ihm sowohl Qualität als auch Einstellung stimmen. Beim einzigen Gegentor, das die Westfalia am Sonntag kassierte, war Fischer machtlos. Am Ende durften sich seine Mitspieler nach der Partie also auch bei ihrem Keeper für den Punkt bedanken.

Die Lage der Westfalia hat sich tabellarisch dennoch weiter verschärft. Nachdem der FC Roj im Kellerduell gegen die Reserve des Holzwickeder SC mit 2:0 gewonnen hat, haben die Dortmunder die Westfalia in der Tabelle überholt. Die Grün-Weißen stehen also trotz des Punktgewinns nun auf dem vorletzten Tabellenplatz, haben zum rettenden Ufer, das den Klassenerhalt bedeuten würde, allerdings auch nur zwei Punkte Rückstand.

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Fischer: „Die Frage ist, was will ich und was bin ich bereit dafür zu tun? Das habe ich den Jungs mit auf den Weg gegeben. Dies gilt es nun, Training für Training, Spiel für Spiel zu beantworten. Dafür müssen wir bereit sein zu leiden“, so der Keeper abschließend.

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