Kein Geld, kein Ausrichter: Größtes europäisches Jugendfest fällt flach

Ruhr-Olympiade

Die traditionsreiche Ruhr-Olympiade wird in diesem Jahr erstmalig seit 1963 nicht stattfinden. Auf der Mitgliederversammlung des Trägervereins „Ruhrolympiade e. V.“ wurde einstimmig beschlossen, dass das größte regionale Jugendsportevent Europas finanziell nicht unterstützt werden soll und kann.

LÜNEN

03.01.2011, 13:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kein Geld, kein Ausrichter: Größtes europäisches Jugendfest fällt flach

Grundlage der Entscheidung war erstens, dass sich bis zu diesem Termin noch keine ausrichtende Sportjugend gefunden hatte, zweitens für 2011 eine finanzielle Unterdeckung von 15.000 Euro besteht und drittens, dass der Trägerverein Zeit gewinnen will, um die seit zehn Jahren andauernde Diskussion zur Neukonzeption der Spiele zu einem Ende zu bringen. Bettina Winnig, Vorsitzende der Sportjugenden im Arbeitskreis der Ruhr-Olympiade, bedauert diese Entscheidung zutiefst, zumal sich die Sportjugenden des Ruhrgebiets für eine dezentrale Ausrichtung stark gemacht hatten.Für Kreis Unna Entscheidung nur schwer zu akzeptieren Die Sportarten sollten an den besten Sportanlagen des Ruhrgebietes ausgetragen werden. „Ich habe an der Mitgliederversammlung teilgenommen und musste feststellen, dass der Wille und Wunsch der Sportjugenden des Ruhrgebietes keine Resonanz bei fast allen Teilnehmern der Mitgliederversammlung gefunden hat“, so Winnig. Für die Verantwortlichen der Ruhr-Olympiade im Kreis Unna - Matthias Fahling, Vorsitzender der Sportjugend, und Matthias Hartmann, Beauftragter Ruhr-Olympiade - ist die Absage ebenfalls nur schwer zu akzeptieren. „Im Kreis Unna sollten die Wettbewerbe für Radfahrer und Volleyball stattfinden. Zusätzlich war uns auch die Austragung der Schlussfeier angetragen worden“, ärgert sich Hartmann über die bisher umsonst geleistete Vorarbeit.Kreis war 2009 Ausrichter Im  Jahr 2009 war der Kreis Unna Ausrichter der Spiele, von denen auch ein Teil in Lünen stattfand. Konstanten in der finanziellen Diaspora bildeten bisher der Regionalverband Ruhr, der Verein „pro Ruhrgebiet“, ein Zusammenschluss von über 350 Unternehmen aus der Region, der Landessportbund NRW und die jeweils ausrichtende Sportjugend, die in der Regel die zusätzlich benötigen Mittel von bis 100.000 Euro selbst aufbringen musste.

Lesen Sie jetzt