Kreuzbandriss bedeutet plötzliches Ende der Jugendzeit von Mariel Wulf

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Mariel Wulf spielt mit 18 Jahren eine tragende Rolle in der 3. Liga, peilte zudem die Deutsche Meisterschaft mit der A-Jugend an. Doch an Handball ist die nächsten acht Monate nicht zu denken.

Lünen, Dortmund

, 20.02.2020, 14:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Verletzungen kommen nie zum richtigen Zeitpunkt. Und schwere Verletzungen schon gar nicht, denn für einen monatelangen Ausfall kann man wohl keinen Sportler begeistern. Das gilt besonders, wenn man seinen Sport ambitioniert und ehrgeizig betriebt wie die Lüner Handballerin Mariel Wulf.

Aktuell liegt Wulf noch auf Platz drei der Torschützenliste der 3. Liga West. Dass die dort auch nach Saisonende stehen wird, ist allerdings nahezu unmöglich. Denn die erst 18-Jährige wird in der laufenden Saison kein Spiel mehr absolvieren.

Beim Spiel mit der Bundesliga-Reserve von Borussia Dortmund gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen II am 8. Februar war es passiert. „Das war jetzt kein heftiges Foul oder so. Ich hatte zwar Kontakt von der Gegenspielerin, aber die war auf keinen Fall schuld daran. Ich kann mich ehrlich gesagt auch nicht mehr genau daran erinnern, wie es passiert ist“, sagt Wulf zur Unglücksaktion in jenem Drittliga-Spiel. Was passiert ist, darüber herrschte zwei Tage später Gewissheit: Mariel Wulf hat sich das Kreuzband gerissen. Hinzu kommt der Anriss eines Innenbands.

Für Wulf ist das besonders bitter. Der BVB II spielt noch um die Meisterschaft in der 3. Liga mit. Auch die Endspiele um die Deutsche Meisterschaft in der A-Jugend, wo Wulf ebenfalls noch mitspielt, stehen demnächst an. „Das dauert jetzt sehr, sehr lange“, so Wulf. In fünf Wochen werde sie wahrscheinlich operiert und dann rund acht Monate ausfallen.

Mariel Wulf: „Das Gefühl ist richtig mies“

„Das Gefühl ist natürlich richtig mies und einfach traurig, weil das ja auch mein letztes A-Jugend-Jahr ist und das ist halt von jetzt auf gleich einfach“, sagt Wulf. Nach dem Ende der aktuellen Jugendsaison ist sie nur noch im Erwachsenen-Spielbetrieb spielberechtigt. Wo es dort weitergeht, dazu kann Wulf noch nicht sagen. Beim BVB ist sie Leistungsträgerin in der Reserve, die Bundesliga-Frauen liegen derzeit auf Meisterschaftskurs.

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Doch die Rückraum-Linke hatte ohnehin zunächst andere Ziele. „Ich kann es noch nicht richtig realisieren. Ich glaube, so richtig mies wird es erst, wenn die Endspiele kommen, worauf man ein ganzes Jahr im Prinzip wartet“, so die Lünerin.

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