Lange Sperren für Lüner Fußballer: „Ich finde es fast schon frech“

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Einige Lüner Fußballer haben in den vergangenen Wochen einen Platzverweis gesehen. Teilweise haben sie nun lange Sperren erhalten. Auch die Sperren aus dem Nordlüner Derby sind bekannt.

Lünen

, 20.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dieser Saison gilt die Regel, dass der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) und seine zugehörigen Kreise Fußballer nicht mehr für eine gewissen Zeitspanne sperren. Stattdessen gelten die Sperren nun für eine konkrete Anzahl an Spielen.

Damit nimmt der FLVW Spielern und Vereinen die Möglichkeit, Teile ihrer Sperren während spielfreien Wochenenden abzusetzen und dem Ausschluss damit letztlich teils zu entgehen.

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Deshalb treffen die nun verhängten Sperren eine Reihe Lüner Fußballer in aller Deutlichkeit. Jeweils gleich dreifach betroffen sind der Lüner SV und BW Alstedde.

Marius Kröner verpasst sechs Spiele des Lüner SV

Dem LSV wird das Auswärtsspiel beim VfL Theesen wohl nicht so schnell vergessen. Marius Kröner, der in der Hinrunde eigentlich zur Stütze in der Innenverteidigung werden sollte, handelte sich beim 2:3 eine Rote Karte ein.

Laut LSV-Trainer Christian Hampel wollte Kröner einen zweiten Ball, der sich im Spiel befand, ins Aus befördern. Dabei habe er Theesens Co-Trainer getroffen. Der Unparteiische zeigte Rot.

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Kröner wurde für insgesamt sechs Spiele gesperrt. Zwei davon hat er schon abgesetzt.

Doch damit nicht genug. Beim 1:3 zuhause gegen den TuS Hiltrup handelte sich auch Mohammad Alokla einen Platzverweis ein. Er fehlt dem LSV für zwei Spiele, eins davon hat er schon abgesessen.

Gleiches gilt für Hampel selbst. Der hatte sich über den Platzverweise beschwert und war auf Grundlage des Schiedsrichterberichtes anschließend ebenfalls gesperrt worden.

Christian Hampel: „Absolut lächerlich“

Für vier Partien zog das Verbandssportgericht Hampel per schriftlichem Verfahren am 9. Oktober aus dem Verkehr. Für Hampel ein Ärgernis: „Absolut lächerlich, überhaupt nicht nachzuvollziehen. Ich finde es fast schon frech, ehrlich gesagt.“

Laut Hampel habe der Unparteiische in seinem Bericht geschrieben, dass der LSV-Trainer 20 bis 30 Meter auf ihn zugelaufen sei. Hampel widerspricht dieser Darstellung.

Marius Kröner muss insgesamt sechs LSV-Spiele zuschauen.

Marius Kröner muss insgesamt sechs LSV-Spiele zuschauen. © Timo Janisch

Aufgrund einer Knieverletzung sei es ihm zu diesem Zeitpunkt gar nicht möglich gewesen, so einen Sprint hinzulegen. Stattdessen habe er in einen zugegebenermaßen sehr lauten Ton gefragt, ob es „sein Ernst sei, dafür eine Rote Karte zu geben?“, behauptet Hampel.

Aus den Offiziellen Mitteilungen geht hervor, dass das Verbandssportgericht Hampel wegen „wegen Beleidigung gegenüber dem Schiedsrichter bzw. seines Schiedsrichterassistenten“ sperrt. Die Sperre gilt seit dem 28. September.

Alstedde muss drei Sperren hinnehmen

Damit verfolgt Hampel die LSV-Spiele also erstmal von hinter der Bande aus. „Am Ende des Tages behindert mich das nicht in meiner Arbeit“, so der Trainer der Rot-Weißen. Auf vielen engen Anlagen sie er schließlich immer noch nah dran am Geschehen, wie beispielsweise schon beim Gastspiel beim SuS Neuenkirchen (2:2).

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Alleine drei Spieler verlor BW Alstedde während und nach dem Derby gegen Westfalia Wethmar. Kurz vor Ende der 90 Minuten sah BWA-Innenverteidiger Dennis Gerleve die Ampelkarte und verpasst demnach das erste Alstedder Spiel, sobald Mannschaften aus dem politischen Kreis Unna wieder gegen den Ball treten dürfen.

Dominik Hennes fehlt drei Spiele

Länger muss BWA-Spielertrainer Tim Hermes auf seinen Stürmer Dominik Hennes verzichten. Der sah nach Abpfiff wegen unsportlichen Verhaltens die Rote Karte und wurde mit einer Sperre über drei Spiele belegt.

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Ebenfalls nach Spielende des Derbys sah Jannik Audehm rot. Staffelleiter Lothar König erachtete die Mindestsperre für zu niedrig und gab den Fall an die zuständige sportgerichtliche Instanz ab. Bis die entschieden hat, bleibt Audehm gesperrt.

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